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    Schiri-Zoff: Trier-Saarburg schießt gegen Kreis Ww/Sieg

    Es rumpelt im Schiedsrichterwesen des Fußballverbandes Rheinland (FVR). Genauer gesagt: Es rumpelt zwischen den Kreisen Trier-Saarburg im Südwesten des Verbandsgebiets und dem Kreis Westerwald/Sieg im Nordosten. Die Vereine im Raum Trier/Saarburg monieren, dass es im nördlichen Westerwald Usus sei, Unparteiische nicht aus der offiziellen Liste zu streichen, wenn diese gar keine Spiele (mehr) leiten. Vielmehr würden sie unverändert auf das Schiedsrichtersoll, das Vereine zu erfüllen haben, angerechnet. Wäre dies nicht der Fall, müssten einige Klubs mit Geldstrafen, Sanktionen und im Wiederholungsfall gar mit dem Zwangsabstieg rechnen. Im Kreis Trier-Saarburg sei es gängige Praxis, Strafen auszusprechen, im Kreis Westerwald/Sieg hingegen nicht. Da werde mit zweierlei Maß gemessen, so lautet der Vorwurf.

    Foules Spiel oder alles rechtens? Das ist die Frage im Schiedsrichter-Streit zwischen den Kreisen Trier-Saarburg und Westerwald/Sieg.  Foto: dpa
    Foules Spiel oder alles rechtens? Das ist die Frage im Schiedsrichter-Streit zwischen den Kreisen Trier-Saarburg und Westerwald/Sieg.
    Foto: dpa

    Einige Vereine im Kreis Trier-Saarburg fühlen sich offenbar massiv benachteiligt und laufen Sturm. Unterstützung finden sie bei ihrem Kreisvorsitzenden. „Auch ich bin negativ überrascht, dass es noch kein Urteil gab“, sagt Hans-Peter Dellwing. Er werde beim Verband in Koblenz nicht locker lassen und weiter nachhaken, betont der frühere Bundesliga- und Fifa-Schiedsrichter. Schließlich könne es nicht sein, „dass unsere Schiedsrichter hier regelmäßig pfeifen müssen, um nicht sogar zu riskieren, von der Liste gestrichen zu werden. Und woanders wird das offenbar allzu lax gehandhabt.“

    Dass ein Kreis seines Verbandes gegen einen anderen schießt, gefällt FVR-Präsident Walter Desch (Alterkülz) überhaupt nicht. Nachfragen zu dem Thema beantwortet er trotzdem, wenngleich die erste Reaktion ist: „Runterfahren!“ Das Thema sei aktuell doch eigentlich „keine Meldung wert“. Immerhin ist der Zwist zwischen den Trierern und den Westerwäldern aber so bedeutsam, dass sich das Präsidium in seiner jüngsten Sitzung damit beschäftigt hat. „Wir werden aber abwarten, wie das Verbandsgericht als unser höchstes Gremium in solchen Dingen diesen Fall bewertet“, sagt Desch auf die Frage, ob eine offizielle Verhandlung zu erwarten ist.

    Achim Kroth, Vorsitzender des FVR-Verbandsgerichts, erklärt dazu: „Derzeit prüfen wir, ob es zu einer Verhandlung kommt. Dazu müssten wir die über 70 betroffenen Schiedsrichter anhören. Alternativ schauen wir momentan, ob wir über Recherchen im DFB-Net auch zu einem Ergebnis kommen können.“ Die Frage sei, warum die Schiedsrichter im Kreis Westerwald/Sieg über einen längeren Zeitraum keine Spielaufträge wahrnehmen konnten. Könne Detlef Schütz, dem Schiedsrichterobmann im Kreis Westerwald/Sieg, ein Vergehen nachgewiesen werden, seien verschiedene Sanktionen denkbar, auch ein Tätigkeitsverbot im Bereich des FVR wäre hier wohl denkbar.

    Der Norkener Detlef Schütz, früher selbst als Schiedsrichter in der Bundesliga im Einsatz, erklärt auf Nachfrage, in dieser Angelegenheit „ganz gelassen“ zu sein. Viel mehr könne er in der momentanen Situation aber nicht zu dieser Angelegenheit sagen, da die Untersuchungen des Verbandsgerichts ja noch laufen. Auch Erich Schneider, der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses im FVR, sagt auf Nachfrage unserer Zeitung, „in diesem laufenden Verfahren noch keine Auskunft“ geben zu können.

    Was den Fall so schwierig macht, erklärt der Präsident selbst: „Die Frage ist, wo die Mindestzahl an Spielen liegt.“ Eine Antwort darauf zu geben, sei nach jetzigem Stand rechtlich aber kritisch. „Entsprechend offen ist, wie die Sache ausgeht“, meint Desch, der „spätestens im Juli“ mit einer Auflösung rechnet.

    Von unserem Redakteur Marco Rosbach

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