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Robin Ferdinand will zu den Olympischen Spielen

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Eingerahmt von den Bundestrainern Alexander Leipold (Senioren, links) und Jürgen Scheibe (Junioren, rechts) präsentiert Robin Ferdinand Pokal und Urkunde nach dem Gewinn der Senioren-DM.
Foto:  Ingrid Ferdinand
Eingerahmt von den Bundestrainern Alexander Leipold (Senioren, links) und Jürgen Scheibe (Junioren, rechts) präsentiert Robin Ferdinand Pokal und Urkunde nach dem Gewinn der Senioren-DM.
Foto: Ingrid Ferdinand

Das Ergebnis ist bekannt: Der Großholbacher, der für seinen Heimatverein ASV Boden auf die Matte ging, kehrte mit dem Meisterpokal heim. Nachdem er beim Wiegen für die erste Runde ein Freilos gezogen hatte, entschied Robin Ferdinand seine Kämpfe im Viertel- und Halbfinale recht souverän mit vier gewonnenen Runden gegen Sebastian Wendel vom RSV Greiz (1:0, 2:1) und Robert Glor vom 1. Luckenwalder SC (2:1, 1:0) für sich. "Ich bin Minimalist und Konterringer", grinst Robin Ferdinand bei seinem Besuch in der WZ-Sportredaktion, "und mache nur das, was ich muss, dadurch kommen die knappen Rundenergebnisse zustande."

Im Finale kühlen Kopf bewahrt

Der Westerwälder behielt auch im Finale gegen Lokalmatador Oldrik Wagner von der RWG Mömbris-Königshofen einen kühlen Kopf, ließ sich weder von den lautstarken Anhängern seines Gegners noch von einer verlorenen zweiten Runde aus dem Konzept bringen. "Ich habe mich nur auf meinen Kampf konzentriert und mich nicht einschüchtern lassen. Denn als ich das Finale erst einmal erreicht hatte, da reichte mir Silber nicht mehr, nun wollte ich alles."

Keine Frage, Robin Ferdinand hat Blut geleckt, zwei deutsche Meistertitel innerhalb von 14 Tagen geben ihm enormen Auftrieb, nachdem er zwischenzeitlich schon mal ganz aufhören wollte. Doch das ist kein Thema mehr, zumal ihm nun auch international alle Türen offen stehen.

Denn Robin Ferdinand wurde nicht nur von Junioren-Bundestrainer Jürgen Scheibe für die EM der Junioren im Juni in Kroatien und die WM im September in Thailand nominiert, sondern bekommt darüber hinaus von Senioren-Bundestrainer Alexander Leipold die Chance eröffnet, sich sogar noch für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Drei deutsche Ringer fahren zu den Olympia-Qualifikationsturnieren nach Sofia, Helsinki und China. Robin Ferdinand wird vom 20. bis 22. April in der bulgarischen Hauptstadt um einen Startplatz für den Deutschen Ringer-Bund kämpfen. "Ich rechne mit 20 bis 30 Ringern in meiner Klasse, nur die beiden Finalisten schaffen die Quali-Plätze. Das wird richtig schwer, aber Träumen ist ja erlaubt. Ich bin hungrig, aber in Sofia muss schon alles stimmen." Und Robin Ferdinand ist sich sicher, dass er nach London fahren darf, falls er das Ticket für den Verband holt. "Ich bin davon überzeugt, dass ich dann zu den Olympischen Spielen geschickt würde, denn ich bin der Jüngste mit den besten Perspektiven", gibt er sich selbstbewusst.

Bis Sofia hat er ein volles Programm. Am Wochenende geht es zu einem internationalen Junioren-Turnier nach Riga, dann zum Männer-Lehrgang nach Aschaffenburg und in den Osterferien zum Junioren-Turnier nach Kaliningrad. Der Westerwälder wird also mit Kampfpraxis nach Sofia reisen.

Robin Ferdinand hat an der Berufsschule in Lahnstein noch eineinhalb Jahre bis zum Fachabitur mit Richtung Polizeidienst und Verwaltung zu absolvieren. "Ich hoffe, dass ich danach in die Sportfördergruppe nach Wiesbaden gehen kann." Er trainiert dienstags im Fitness-Park Charly in Ruppach, dienstags in Kleinostheim, wohin er im Januar von Mainz 88 gewechselt ist, mittwochs in Mainz, weil er dort starke Gegner hat, und ist donnerstags als Trainer in Koblenz-Metternich im Einsatz.

Leipolds Motto übernommen

Sein sportliches Vorbild ist der jetzige Bundestrainer Alexander Leipold. "Mit ihm stehe ich schon lange im E-Mail-Kontakt. Ich möchte sportlich das erreichen, was er geschafft hat", sagt Robin Ferdinand und hat Leipolds Motto übernommen: "Wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren." Besonders beeindruckt ist er von Muhammad Ali: "Eine tolle Persönlichkeit, ich habe alle Biografien über ihn gelesen."

Zum Ringersport gekommen ist Robin durch seinen Vater Thomas Ferdinand, eine Westerwälder Ringer-Legende als Aktiver und Trainer im ASV Boden. "Er hat mich zum Training mitgenommen. Ich ringe, seit ich laufen kann", erzählt Ferdinand junior. "Meine ersten Turniere habe ich mit fünf Jahren bestritten und zweimal gegen ein Mädchen verloren."

Das ist lange her, nun träumt Robin Ferdinand von den Olympischen Spielen. Und wenn es 2012 nicht klappt, dann lockt Rio de Janeiro im Jahr 2016. . .

Von unserem Redakteur

Christoph Gerhards

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