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Winterberg

Lust statt Druck: Lölling heiß auf ihr Heimspiel in Winterberg

Fünf Wochen Übersee haben Jacqueline Lölling vor allem das gezeigt: Die beste Skeletonpilotin der Vorsaison kann erneut zum Maß der Dinge werden, wovon nach drei Rennen das Gelbe Trikot der Führenden im Gesamtweltcup zeugt – aber eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Einen deutlichen Fingerzeig, wo die amtierende Weltmeisterin aus Brachbach wenige Wochen vor den Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeongchang wirklich steht, kann am Freitag der Heimwettkampf der 22-Jährigen in Winterberg liefern. Hier kennt sie sich von allen Pilotinnen am besten aus, hier ist sie die Top-Favoritin – hier lastet aber auch der größte Druck auf ihr, es den anderen zeigen zu müssen.

Nach dem Start sofort die perfekte Position auf dem Schlitten zu finden, wird für Jacqueline Lölling in Winterberg von größter Bedeutung sein. Nur so kann die Brachbacherin den im oberen Bereich für sie üblichen Rückstand wettmachen, um am Ende ganz vorne dabei zu sein.  Foto: dpa
Nach dem Start sofort die perfekte Position auf dem Schlitten zu finden, wird für Jacqueline Lölling in Winterberg von größter Bedeutung sein. Nur so kann die Brachbacherin den im oberen Bereich für sie üblichen Rückstand wettmachen, um am Ende ganz vorne dabei zu sein.
Foto: dpa

Acht, drei, eins. Löllings Platzierungen haben sich in den USA und in Kanada rasant verbessert. War der Auftakt bei schwierigen äußeren Bedingungen in Lake Placid noch von Fahrfehlern geprägt, passte in Park City schon recht viel zusammen, was ihr den ersten Podestplatz und damit auch den ersten Baustein für die Olympianorm einbrachte, ehe im Hochgeschwindigkeitskanal von Whistler ein überragender erster Durchgang genügte, um trotz eines wackligen zweiten Teamkollegin Tina Hermann und die anderen Konkurrentinnen in Schach zu halten.

Übertragung in der ARD

Das Rennen der Frauen in Winterberg mit der Weltcupführenden Jacqueline Lölling aus Brachbach beginnt am Freitag mit dem ersten Lauf um 10 Uhr. Der zweite Lauf, an dem noch die 20 Besten teilnehmen dürfen, schließt sich um 11.30 Uhr an. Die ARD steigt bereits um 10 Uhr in ihre Wintersportübertragung ein, für circa 11 Uhr ist auch eine Zusammenfassung des Rennens in Winterberg angekündigt. Bilder vom zweiten Lauf sollen in der bis 16 Uhr angesetzten Übertragung folgen.

„Nach dieser anstrengenden Tour war es erst mal schön, zu Hause zu sein, hier zu trainieren und auch wieder Kraft zu tanken“, sagt Jacqueline Lölling vor dem wohl emotionalsten Rennen der Weltcupserie, auf das sie „wahnsinnige Lust“ hat. „Ich bin sehr gerne in Winterberg, das ist meine Heimbahn“, betont die Pilotin der RSG Hochsauerland, wohl wissend, dass alle Augen auf sie, die Frau im Gelben Trikot, gerichtet sein werden. „Ich sehe das nicht als Druck“, antwortet Lölling auf die Frage nach ihrem Umgang mit der Situation vor dem wichtigen Rennen auf heimischer Bahn. „Für mich ist es eher etwas Besonderes durch die Atmosphäre mit dem Publikum und der Unterstützung. Das beflügelt mich immer.“

Vor einem Jahr wurde die Lokalmatadorin in Winterberg hinter Elisabeth Vathje Zweite, und auch diesmal hat sie die Pilotinnen aus Kanada auf der Rechnung. „Konkurrenz gibt es definitiv sehr viel“, betont sie. „Hier werden gerade die Schnellstarter – die Kanadier, die Russen und auch die Briten – eine sehr große Rolle spielen.“ Für sie selbst sei wichtig, „dass ich zwei gute und konstante Läufe runterbringe und den Rückstand vom Start rausfahren kann.“ Dann sei alles drin für sie, meint Lölling zurückhaltend ruhig, aber gleichsam überzeugend. Doch nach fünf Wochen in Übersee mit teils überraschenden Ergebnissen und wechselhaften Leistungen weiß die Top-Favoritin auch: „Es wird definitiv sehr, sehr eng und sehr, sehr schwer, sich hier durchzusetzen.“ Sollte ihr das gelingen, wäre das ein weiterer bedeutender Fingerzeig in der Olympiasaison.

Von unserem Redakteur Marco Rosbach

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