Archivierter Artikel vom 30.12.2011, 07:00 Uhr

Karriere auf Kosten jüdischer Zwangsarbeiter

Fritz Ries wurde 1907 in Saarbrücken geboren und hat zwei Kinder aus erster Ehe. Seine Tochter Ingrid ist seit 1979 mit Kurt Biedenkopf verheiratet. Der promovierte Jurist trat 1933 in die NSDAP ein, später soll er als Vertrauensmann für die Gestapo gewirkt haben.

Fritz Ries wurde 1907 in Saarbrücken geboren und hat zwei Kinder aus erster Ehe. Seine Tochter Ingrid ist seit 1979 mit Kurt Biedenkopf verheiratet. Der promovierte Jurist trat 1933 in die NSDAP ein, später soll er als Vertrauensmann für die Gestapo gewirkt haben.

Während des Zweiten Weltkriegs baute er seine 120 Mann starke Gummiwarenfabrik zu einem Konzern mit mehr als 10 000 Mitarbeitern aus. Dabei „arisierte“ er jüdische Betriebe und beschäftigte Zwangsarbeiter. Nach dem Krieg gründete er die Pfälzischen Gummiwerke, aus denen ein Großkonzern wurde. Fritz Ries erschoss sich 1977.