Archivierter Artikel vom 12.10.2011, 17:19 Uhr
Wellington

Das Albtraumschiff

Eine Woche nach der Havarie der „Rena“ an einem Riff vor Neuseeland hat sich der Kampf gegen die Ölpest dramatisch zugespitzt: Die Bergungsteams stellten am Rumpf des 236 Meter langen Schiffes einen großen Riss fest.

Dieses spektakuläre Bild vom 17. Oktober zeigt den Versuch des Tankschiffes „Awanuia“, Öl von der gestrandeten „Rena“ aufzunehmen, um das Astrolabe Riff vor größeren Schäden zu bewahren. Hunderte Tonnen Schweröl sind bereits aus dem Leck der “Rena„ ausgetreten und haben die Strände erreicht. Foto: dpa

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Tiere sind von Öl-Katastrophen oft besonders betroffen. Foto: dpa

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Dieser Vogel wird wie viele seiner Artgenossen aber dank zahlreicher Helfer schnellstens gereinigt. Foto: dpa

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Das Gesamtausmaß der Havarie grafisch veranschaulicht. Foto: dpa

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Der überaus große Riss verdeutlicht den Ernst der Lage des gestrandeten Schiffes. Über 1300 Tonnen Schweröl befinden sich noch an Bord der “Rena”. Foto: dpa

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Container vom Frachter „Rena“ werden an Land angespült. Foto: dpa

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Ein Teil der Ölpumpe, mit dem das Öl abgepumpt werden soll, wird während einer Pressekonferenz genauer erklärt. Foto: dpa

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Unschwer zu erkennen: Wellen aus Schweröl liefern den Beweis, dass die Strände des Astrolabe Riff betroffen sind. Foto: dpa

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Wie ein Geisterschiff hängt die “Rena„ in der aufgepeitschten See an einem Riff vor der Nordostküste Neuseelands fest, ein riesiger Riss klafft im Rumpf. Dass der Frachter auseinanderbricht, scheint nur eine Frage der Zeit. Die Behörden rechnen mit dem Schlimmsten.

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Der Kampf gegen die Ölpest spitzt sich zu. Die Bergungsteams stellten kurz nach der Havarie am Rumpf des 236 Meter langen Schiffes einen großen Riss fest. Der leckgeschlagene Frachter könne bei schweren See jederzeit auseinanderbrechen und sinken, hieß es.

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Bis zu 400 Tonnen Schweröl sind bereits in den ersten Tagen ins Meer gelaufen. Die restlichen 1300 Tonnen Schweröl aus den Tanks des havarierten Frachters “Rena„ könnten ins Meer strömen und die bislang schlimmste Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes auslösen. Für das Unglück machen die Behörden den Kapitän und seinen Zweiten Offizier verantwortlich. Sie wurden offiziell beschuldigt und müssen mit Haftstrafen rechnen.

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Die Behörden werfen dem 44-jährigen philippinischen Kapitän und seinem Zweiten Offizier vor, für “unnötige Gefahren und Risiken" bei der Schiffsführung verantwortlich zu sein. Nach neuseeländischem Recht steht darauf bis zu ein Jahr Haft. Der Zweite Offizier ist in der Regel für die Navigation und die Pflege der Seekarten zuständig.

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Die örtlichen Behörden wundern sich, wie es zu der Havarie kommen konnte. Das nur 80 Meter breite Riff sei seit mehr als 180 Jahren in den Seekarten verzeichnet, und es gebe für Schiffe klare Anweisungen, wie es zu umrunden sei.

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Das Unglück geschah am 5. Oktober. An dem Tag hatte der Kapitän Geburtstag, wie nach Medienberichten aus den Ermittlungsunterlagen hervorgeht.

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Schlechtes Wetter hat bislang das Abpumpen der noch an Bord verbliebenen knapp 1300 Tonnen Öl verhindert. Besatzung und Bergungsteams mussten wegen schlechten Wetters von Bord.

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Das Schiff hat inzwischen eine Schlagseite von fast 20 Grad. Die hohen Wellen spülten zudem 70 der fast 1400 Container des Frachters ins Meer. Sie sind eine große Gefahr für andere Schiffe.

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Der leckgeschlagene Frachter kann bei schwerer See jederzeit auseinanderbrechen und sinken. Bis zu 400 Tonnen Schweröl sind aus den Tanks bereits ins Meer gelaufen. Die restlichen 1300 Tonnen würden dann ins Meer strömen und die bislang schlimmste Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes auslösen.

Für das Unglück machen die Behörden den Kapitän und seinen Zweiten Offizier verantwortlich. Sie wurden offiziell beschuldigt und müssen offenbar mit Haftstrafen rechnen.