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2:4 in Tarforst! FC Karbach fliegt aus Pokal raus

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Aschur David (in Blau, Szene aus dem Test gegen Waldalgesheim) zog sich bei Karbachs 2:4-Niederlage im Pokal-Achtelfinale beim Rheinlandliga-Konkurrenten Trier-Tarforst eine Bänderdehnung zu.
Foto: V. Schmidt
Aschur David (in Blau, Szene aus dem Test gegen Waldalgesheim) zog sich bei Karbachs 2:4-Niederlage im Pokal-Achtelfinale beim Rheinlandliga-Konkurrenten Trier-Tarforst eine Bänderdehnung zu.
Foto: V. Schmidt – Verena Schmidt

Gut eine Viertelstunde nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Manuel Biesemann aus dem saarländischen Wadern hatte Karbachs Trainer Torsten Schmidt seinen Humor wieder gefunden – und merkte bei allem Mitgefühl süffisant an: "Im August die Sache mit Patrick Schmidt, jetzt die schwerere Verletzung von Aschur: Wenn wir das nächste Mal in Tarforst antreten, dann nur mit Kopf- und Gesichtsschutz." In der 37. Minute war FSV-Keeper Markus Schwind in den äußersten Winkel seines Strafraums geeilt, um einem Ball entgegen zu hechten. Dabei kam ihm der Karbacher Angreifer in die Quere, schrie beim Zusammenprall laut auf und musste anschließend vom Platz getragen werden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit humpelte der erst im Winter aus der eigenen B-Liga-Reserve beförderte Offensivmann dick rund um den linken Knöchel bandagiert aus der Kabine und stellte gleich klar: "Kein Vorwurf an den Torwart. So was passiert nun halt mal im Fußball."

Von draußen musste David mit ansehen, wie der FCK nach gutem Auftritt in der ersten Hälfte mehr und mehr den Faden verlor und am Ende verdient mit 2:4 das Nachsehen hatte. Der Großteil der Gegentreffer war durch Patzer der Hintermannschaft begünstigt. Ausgerechnet Kapitän Schmidt war es vorbehalten, fast genau ein halbes Jahr nach seiner in Tarforst erlittenen Gesichtsverletzung die Führung zu erzielen. Nach einem Freistoß von Andy Felgner aus dem rechten Halbfeld legte Tobias Schinnen in der zweiten Minute schön mit der Brust auf den Ex-Koblenzer ab, der aus sechs Metern nur noch einzulochen brauchte. Doch nach sieben Minuten hieß es bereits 1:1. Florian Weirich steckte die Kugel durch auf Patrik Kasel, der vor Chris Ströter an den Ball kam und aus kurzer Distanz einschob. Kaum Zwingendes vor beiden Toren und ein Gast, der spielerisch besser war und mitunter gefällig, aber wirkungslos im Spiel nach vorne kombinierte: So präsentierte sich das Szenario den 80 frierenden Zuschauern bis zum Seitenwechsel.

Auch beim zweiten Tarforster Treffer machte Ströter keine glückliche Figur. Diesmal zog er bei einem Pressschlag gegen Stefan Castello den Kürzeren. Der Ball kam zu Kasel, der aus zehn Metern halbrechter Position gefühlvoll über den aus seinem Gehäuse stürmenden Lukas Schmitt lupfte (54.). Ein missglückter Befreiungsschlag des ansonsten sicheren Karbacher Schlussmannes leitete nach Mirko Bernds zwischenzeitlichem Ausgleich per Elfmeter zum 2:2 (Keeper Schwind hatte Tim Puttkammer umgemäht, 57.) die erneute Tarforster Führung durch den ins verwaiste Tor schießenden Ramon Jahn ein (77.). Per Konter machte Kasel mit seinem dritten Tor vier Minuten vor Schluss alles klar und sicherte dem gesamten Team eine ganze besondere Siegprämie: Ein Sponsor hatte fürs Erreichen des Viertelfinales einen Kurztrip nach Mallorca in Aussicht gestellt.

Torsten Schmidt vermisste in Durchgang zwei besonders das Tempo. "Da kann auch unsere lange Verletztenliste keine Ausrede sein", betonte der Coach, der Tarforst in den entscheidenden Situationen auch mehr Cleverness und Durchschlagskraft bescheinigte. So knapp wie bei Marc Thönnes' Schuss aus vier Metern (er scheiterte an Schwind, 60.) ging es nur ganz selten vor dem Tarforster Tor zu. Dem wie angekündigt im linken offensiven Mittelfeld aufgebotenen Winter-Neuzugang von der SG Zell bescheinigte Coach Schmidt eine gute Vorstellung. Bei Pechvogel David hätte der FCK-Trainer bis zur verletzungsbedingter Auswechslung in einigen Aktionen gerne mehr Bewegung gesehen. Das Aus in Trier sah Schmidt unterm Strich mit "einem lachenden und einen weinenden Auge". Jetzt gehe es einzig und alleine darum, zumindest den aktuell guten vierten Platz bis Ende der Saison zu verteidigen.

Karbach: Schmitt – Junk, Felgner, Ströter, Puttkammer – M. Bernd, Schmidt, Schinnen (79. K. Thönnes), Singer, Thönnes (86. M. David) – A. David (37. Feilberg).

Andreas Arens

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