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    Analyse: Plötzlich wird es für die halbe Liga eng

    Enger zusammenrücken, die Nähe des anderen suchen - die Adventszeit findet auch in der Fußball-Bundesliga ihren Niederschlag. Doch hat es im Oberhaus wenig mit Besinnlichkeit zu tun, wenn die Klubs derart auf Tuchfühlung gehen.

    Von unserem Redakteur Klaus Reimann

    Für die halbe Liga hat der Abstiegskampf längst schon begonnen. Den Tabellenletzten Stuttgart (12 Zähler) und den Zehnten Paderborn (17) trennen gerade mal fünf Punkte. Zwei, drei Siege in Folge, und schon lockt die internationale Bühne. Zwei, drei oder mehr Spiele ohne Sieg, und schon droht eine Mannschaft im Ligakeller eingeschlossen zu werden. Klare Abstiegskandidaten sind nicht auszumachen, was insbesondere den vermeintlich Etablierten der Liga wie Stuttgart, Bremen und Hamburg Kopfschmerzen bereitet.

    Läuft, läuft nicht: Während Eintracht-Torschütze Haris Seferovic nach seinem Tor abdreht, hadern die Bremer Spieler mit einer Schiedsrichter-Entscheidung.
    Läuft, läuft nicht: Während Eintracht-Torschütze Haris Seferovic nach seinem Tor abdreht, hadern die Bremer Spieler mit einer Schiedsrichter-Entscheidung.
    Foto: dpa

    Zwei Teams, an denen gut festzumachen ist, wie eng Aufstieg und Talfahrt beieinanderliegen, sind Eintracht Frankfurt und Mainz 05. Beim 4:5 gegen Stuttgart versank die Eintracht-Defensive im Chaos, nach dem Pokal-Aus gegen Mönchengladbach war die Stimmung auf dem Nullpunkt. Es folgte die Niederlage gegen die Bayern. Am elften Spieltag waren die Hessen nur noch zwei Zähler vom Relegationsplatz entfernt. Es grummelte in Frankfurt hinter den Kulissen. Doch dann zeigte die Mannschaft Charakter, gewann in der Liga überzeugend bei eben jenen Gladbachern, schickte Dortmund mit 2:0 nach Hause und verpasste Bremen eine ordentliche Klatsche. Das Resultat: Platz sieben, Höhenluft statt Keller-Mief.

    Eine entgegengesetzte Entwicklung gibt es bei den Mainzern zu konstatieren. Sechs Spiele ist die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand ohne Sieg. Und der Auftritt beim 1:2 in Hamburg war nicht dazu angetan, mit einer schnellen Besserung der Situation zu rechnen. Wo es die 05er einstmals verstanden, den Gegnern mit ihrer Lauffreude, mit aggressivem Pressing und effektivem Umschaltspiel das Leben schwer zu machen, offenbarte die Partie beim HSV viel uninspiriertes Werkeln bei den 05ern. Trotz 70 Prozent Ballbesitz in Halbzeit zwei brachte die Mainzer Offensive kaum torgefährliche Aktionen zustande. Von unbedingtem Siegeswillen keine Spur.

    Während HSV-Spieler Cleber das Kopfballduell gewinnt, müssen sich Sami Allagui und die Mainzer langsam strecken.
    Während HSV-Spieler Cleber das Kopfballduell gewinnt, müssen sich Sami Allagui und die Mainzer langsam strecken.
    Foto: dpa

    "Ich bin sehr enttäuscht, nicht nur wegen des Resultats, sondern auch wegen der Leistung. Wir haben viel zu spät die richtige Einstellung und Herz gezeigt", analysierte Hjulmand ganz richtig. An ihm ist es nun, das zu ändern. Am nächsten Wochenende kommt der Tabellenletzte aus Stuttgart zu den 05ern. Ein guter Zeitpunkt, in den Aufzug nach oben umzusteigen. Den haben auch die Kölner am Wochenende mal wieder verpasst. Nach der dritten Pleite in Folge und nur einem Heimsieg in dieser Spielzeit stehen in der Domstadt die Zeichen auf Sturm.

    Trainer Peter Stöger, bis vor Kurzem noch als Ideallösung für den FC gefeiert, muss sich auf einmal erklären. Die Defensive, zu Saisonbeginn das Prunkstück des Teams, patzt in Serie. In den Köpfen der Spieler macht sich Angst breit, nach guter erster Halbzeit brach die Mannschaft in Durchgang zwei gegen Augsburg ein. Stöger weiß: "Jetzt kommt der mentale Faktor: Wir müssen daran arbeiten, die Dinger auch fertigzumachen. Das bekommen wir zurzeit nicht hin."

    Doch das geht Bremern, Freiburgern und Hamburgern nicht anders. Trotz der Wechsel auf der Trainerbank bei Werder und dem HSV - das einzig Beständige bei diesen Mannschaften ist die Unbeständigkeit. Da hilft es auch wenig, generös die Verantwortung für das Geleistete auf dem Rasen zu übernehmen, wie das Freiburgs Trainer Christian Streich nach Misserfolgen gern tut.

    Die Kunst bei allen Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte wird darin liegen, nicht die Nerven zu verlieren und zu beherzigen, was die von Sieg zu Sieg eilenden Augsburger als Grund für ihren Höhenflug anführen: Teamgeist. Also, enger zusammenrücken und die Nähe des anderen suchen ...

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