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Altenkirchen/Etzbach

Zwei Rückkehrer und viele Oldies: Heimische Volleyballer sind für die Saison gerüstet

Im Volleyball verlaufen die Sommermonate – das Geschehen auf dem Sand einmal ausgeklammert – im hiesigen Kreis häufig ruhig. Nicht so in diesem Jahr. In den Hochburgen der Pritscher und Baggerer hat sich einiges getan im Vorfeld der neuen Saison, die für die Verbandsliga-Mannschaften der SSG Etzbach und des SC Altenkirchen an diesem Wochenende beginnt.

Männer, Verbandsliga

Der Abstieg aus der Oberliga war nicht das eigentliche Thema bei der SSG Etzbach. Der stand schon frühzeitig fest und kam angesichts der Unerfahrenheit der Mannschaft auch nicht überraschend. Viel dramatischer wurde die Situation für die Volleyball-verrückte Gemeinde an der Sieg, als sich die Zahl derjenigen wie ein Lauffeuer ausbreitete, denen der Kopf aus unterschiedlichen Gründen überhaupt nicht mehr nach „ihrer“ Sportart steht. Was sich bereits im Frühsommer andeutete, ist nun Gewissheit: „Unsere komplette Männermannschaft hat aufgehört zu spielen“, muss SSG-Abteilungsleiter Hans-Jürgen Schröder der Wahrheit ins Gesicht schauen.

Die SSG Etzbach muss fortan auf Routiniers wie Vitali Lavrentev bauen, die früher schon höherklassig spielten.
Die SSG Etzbach muss fortan auf Routiniers wie Vitali Lavrentev bauen, die früher schon höherklassig spielten.
Foto: Jürgen Augst

Immerhin konnten die Etzbacher den Spielbetrieb aufrechterhalten. Zwar zwei Klassen tiefer als zuletzt in der Verbandsliga Nord, aber wenigstens fliegt der Ball weiterhin über das Netz in der Großsporthalle von Hamm. Die Seniorenmannschaft, die in den zurückliegenden Jahren die Seniorenliga beherrschte und regelmäßig die Meisterschaft gewann, trägt nun das Prädikat des ersten Etzbacher Männerteams, dem Schröder in der neuen Ligaheimat eine gute Rolle zutraut. „Die Liga ist insgesamt natürlich schwierig einzuschätzen, aber wir sollten gut mitspielen können“, glaubt er. Die Erfahrung soll der Trumpf der SSG sein, die von Peter Fast trainiert wird. Routiniers wie Vitali Lavrentev, Waldemar Ortmann und Vladislav Klein haben früher schließlich schon in der Regionalliga gespielt. Schlauer sein wird man am Sonntagnachmittag nach den ersten beiden Partien gegen den VC Neuwied und die Zweitvertretung der TG Konz beim Heimspieltag ab 12 Uhr in Hamm. Wenigstens einer hat sich immerhin noch offen gelassen, zumindest hin und wieder die Turnschuhe anzuziehen: Erwin Tjart will gelegentlich noch das Etzbacher Trikot überstreifen.

Frauen, Verbandsliga

Ein bekanntes Gesicht ist zurück in den Reihen des SC Altenkirchen: Fred Theis, der die Mannschaft in der Saison 2015/16 zur Verbandsliga-Meisterschaft geführt hatte, ehe der Verein vom Aufstiegsrecht aber keinen Gebrauch machte, kümmert sich nach einjähriger Unterbrechung wieder um das Frauen-Team aus der Kreisstadt. „Im Juli gab es ein Gespräch. Daraufhin habe ich mir das Training ein paar Mal angeschaut und dann zugesagt. Auch, weil es mir vor zwei Jahren in Altenkirchen gut gefallen hat“, erklärt der Eitorfer, der allerdings gegenüber seinem ersten erfolgreichen Engagement auf der Glockenspitze ein paar Abstriche machen muss. „Wegen meines Berufs kann ich nur eine Trainingseinheit in der Woche leiten – die am Freitagabend.“ Die Spielerinnen legten Wert darauf, dass der Coach bei den Spielen am Wochenende dabei ist und regulierend eingreifen kann. Das bekommt Theis zeitlich hin.

Fred Theis übernimmt wieder das Traineramt bei den Frauen des SC Altenkirchen.
Fred Theis übernimmt wieder das Traineramt bei den Frauen des SC Altenkirchen.
Foto: Jürgen Augst

Am Sonntag legt der SC auswärts los. Ab 11 Uhr muss die Mannschaft, die sich aus Spielerinnen der ersten und zweiten Mannschaft der Vorsaison zusammensetzt, bei der VSG Sinzig ran. Hanna Rindlisbacher, Valerie Nuding, Melina Gammersbach, Monique Brandl, Olga Fertikov, Bianca Mandler, Jessica Streser, Katharina Mattes, Jennifer Mattes und Özlem Özcan werden den Stamm der Truppe bilden. Auch die erfahrene Ingrid Räder steht für sporadische Einsätze zur Verfügung. Über das Saisonziel sagt Trainer Theis: „Platz drei bis fünf sollte für uns möglich sein. Die Favoriten sind für mich der TV Lützel, der nach einem Jahr in der Rheinland-Pfalz-Liga wieder abgestiegen ist, und die SSG Etzbach als Vorjahreszweiter.“

Auch Hans-Jürgen Schröder, der Frauentrainer der SSG Etzbach, traut seinem Team einiges zu. „Wir wollen wieder vorne dabei sein“, sagt Etzbachs „Mr. Volleyball“. Der eigene Kader sei stärker geworden, was Schröder an Rückkehrerin Melissa Hermes fest macht. Ihr Studium in Köln nähert sich dem Ende, sodass sie nun wieder mehr Zeit findet, in ihrer Heimat der sportlichen Leidenschaft nachzugehen. „Vor allem ihre Vielseitigkeit macht Melissa zu einem Gewinn für uns. Sie ist überall einsetzbar“, sagt der Trainer über Hermes, die auch schon zu Etzbacher Regionalligazeiten im SSG-Team stand. Den Saisonauftakt am Samstag ab 15 Uhr in Hamm mit den Begegnungen gegen den SV Gutweiler und Aufsteiger FC Wierschem II verpasst sie allerdings genauso wie Libera Annika Ehrlich aus privaten Gründen. Der einzige Etzbacher Abgang ist Lara Müller, die eine Pause einlegt. René Weiss

Trainer Hans-Jürgen Schröder will mit den Etzbacher Frauen in der Verbandsliga wieder eine gute Rolle spielen.
Trainer Hans-Jürgen Schröder will mit den Etzbacher Frauen in der Verbandsliga wieder eine gute Rolle spielen.
Foto: Jürgen Augst

Die Spieltermine im Überblick

Männer SSG Etzbach (Verbandsliga Nord)
17. September, 12 Uhr: SSG – Neuwied, SSG – Konz II; 23. September, 16 Uhr: Dernbach – SSG; 21. Oktober, 17 Uhr: Burgbrohl – SSG; 11. November, 16 Uhr: SSG – Feldkirchen II, SSG – Sinzig II; 25. November, 15 Uhr: Neuwied II – SSG; 10. Dezember, 14 Uhr: Ediger – SSG; 13. Januar, 18 Uhr: Konz II – SSG; 27. Januar, 16 Uhr: SSG – Dernbach, SSG – Ediger; 18. Februar, 10 Uhr: Feldkirchen II – SSG; 24. Februar, 15 Uhr: Neuwied – SSG; 11. März, 14 Uhr: Sinzig II – SSG; 17. März, 16 Uhr: SSG – Burgbrohl, SSG – Neuwied II.

Frauen SSG Etzbach (Verbandsliga Nord)
16. September, 15 Uhr: SSG – Gutweiler, SSG – Wierschem II, 23. September, 18 Uhr: Lützel – SSG; 21. Oktober, 17 Uhr: Bad Ems – SSG; 12. November, 11 Uhr: Altenkirchen – SSG; 25. November, 15 Uhr: SSG – Vallendar, SSG – Ehrang; 10. Dezember, 11 Uhr: Sinzig – SSG; 13. Januar, 15 Uhr: SSG – Lützel, SSG – Altenkirchen; 4. Februar, 15 Uhr: Ehrang – SSG; 17. Februar, 14 Uhr: Wierschem II – SSG; 24. Februar, 15 Uhr: SSG – Bad Ems, SSG – Sinzig; 10. März, 15 Uhr: Gutweiler – SSG; 18. März, 15 Uhr: Vallendar – SSG.

Frauen SC Altenkirchen (Verbandsliga Nord)
17. September, 11 Uhr: Sinzig – SCA; 23. September, 17 Uhr: SCA – Wierschem II, SCA – Vallendar; 21. Oktober, 17 Uhr: Bad Ems – SCA; 12. November, 11 Uhr: SCA – Gutweiler, SCA – Etzbach; 26. November, 10 Uhr: Lützel – SCA; 10. Dezember, 15 Uhr: Ehrang – SCA; 13. Januar, 15 Uhr: Etzbach – SCA; 28. Januar, 10.30 Uhr: Vallendar – SCA; 17. Februar, 15 Uhr: SCA – Bad Ems, SCA – Ehrang; 24. Februar, 14 Uhr: Wierschem II – SCA; 10. März, 15 Uhr: Gutweiler – SCA; 17. März, 15 Uhr: SCA – Sinzig, SCA – Lützel.

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