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    GrimmaDie Deichstadtvolleys zeigen in Grimma zwei Gesichter und verlieren mit 2:3

    Und wieder hat der Aufsteiger VC Neuwied in der 2. Volleyball-Bundesliga der Frauen auswärts einen Punkt erkämpft. Dennoch blieben die Deichstadtvolleys in vielen Phasen der Begegnung weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das 2:3 (16:25, 16:25, 25:17, 25:17, 7:15) beim VV Grimma hätte bei voller Konzentration leicht auch ein Sieg für die Gäste werden können.

    Die Neuwiederinnen hatten die sächsische Kleinstadt gut und rechtzeitig erreicht und Trainer Milan Kocian bat seine Spielerinnen wie gewohnt vor dem Spiel noch zu einem Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen. Die saubere, schöne Altstadt von Grimma schien am Samstagnachmittag jedoch eingeschlafen zu sein. 90 Minuten später wussten die Deichstadtvolleys aber, wo die etliche der hier heimischen Menschen waren. Sie strömten in die Muldentalhalle und schufen eine beeindruckende Atmosphäre für das Zweitligaspiel. Das Spielfeld war in Hufeisenform von Zuschauerrängen umgeben. Dadurch prallte der ohrenbetäubende Lärm für die Neuwiederinnen ungewohnt von drei Seiten aufs Spielfeld ein. Längst bevor der erste Punkt gespielt wurde, hatten sich die 300 einheimischen Fans eingetrommelt.

    Der VCN ließ sich davon beeindrucken. Jana Schäbitz startete wieder als Zuspielerin. Die Mittelblockerin Sarah Kamarah offenbarte ihre Ellbogenverletzung mit einer Bandage. Durch das Fehlen der langzeitverletzten Inga Hammes und von Lea Neumann (beruflich verhindert) hatte der Trainer auf der Mittelblockposition also ein echtes Problem. Das war allerdings nicht der Grund dafür, dass das Team vom Rhein zwei Sätze lang nahezu aussichtslos ins Hintertreffen geriet. Mit großem Engagement und sehr emotional spielte sich Grimma in einen Rausch, auch wenn Neuwied bis Mitte des ersten und zweiten Satzes irgendwie noch dranblieb.

    "So darf man nicht beginnen", sollte Kocian nach der Begegnung enttäuscht sagen. Zu wenig Druck lag hinter den Aktionen des VCN. Die Angaben wurden ebenso locker von Grimma ans Netz zurückgebracht, wie die VCN-Angriffe über die Außenpositionen vom großen Grimmaer Block abgewehrt wurden.

    Nach dem deutlichen 0:2-Satzrückstand half nur ein Wunder zu einer Wende. Coach Kocian muss in der Spielpause nach dem zweiten Satz seine Mädels wachgerüttelt haben. Plötzlich drehte der Aufsteiger aus der Deichstadt auf. Ihre erste Führung im gesamten Spiel (3:2) bauten die Gäste zum Satzende durch aggressive Aufschläge sowie konzentrierte und sichere Schmetterattacken souverän auf 25:17 aus.

    Lena Maasewerd, Diana Mitrengova und Livia Krucovska fanden zu ihren Stärken. Im Zuspiel wechselten sich Jana Schäbitz und Simona Lukacova ab, brachten somit mehr Variationen ins Spiel. Über die Außenbahnen waren Laura Hammes und Lea Schäbitz nun immer öfter erfolgreich. Zudem schürten die Annahme und Feldabwehr der beiden Liberas Svenja Häger und Stefanie Prange de Oliveira und die sporadische Einwechslung von Lilli Werscheck die Hoffnung auf eine Wende zu Gunsten des VCN. Die von Kocian geforderte Leidenschaft sorgte auch im vierten Satz für ein 25:17 des VCN. Immerhin, einen Punkt hatten die Deichstadtvolleys gerettet.

    Das Pendel des Glücks schlug sich im Tiebreak auf die Seite der Gastgeberinnen. Bälle, die von Neuwied geschlagen, knapp im Aus landeten, wurden bei Grimma zu Punkten. Die VV-Fans wurden keine Sekunde müde, und feierten nach dem 15:7 im letzten Durchgang den Zwei-Punkte-Sieg ihres Teams frenetisch.

    "Das ist eine gute Mannschaft, und in dieser tollen Halle werden noch andere Teams scheitern", lobte Kocian erst mal die Gewinnerinnen und kommentierte das Abschneiden seiner Mädels mit einem Blick nach vorn: "Nur wenn ich die Leidenschaft in den Augen erkennen kann, werden wir weiter erfolgreich sein. Ein Punkt ist besser als keiner. Was wollen wir mehr, wir haben jetzt 19 Punkte und spielen im Führungsquartett mit. Und da will ich auch bleiben."

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Häger, Jana Schäbitz, Laura Hammes, Maasewerd, Lukacova, Kamarah, Prange de Oliveira, Werscheck.

    Schiedsrichter: Andre Müller- Beck (Langewiesen) und Ulrich Wegener (Ködnitz). - Zuschauer: 300.

    Spielfilm, 1. Satz: 4:2, 7:4, 13:11, 18:15, 22:16, 25:16. 2. Satz: 4:1, 8:2, 12:8, 14:12, 19:12, 25:16. 3. Satz: 2:3, 3:8, 9:13, 11:15, 14:20, 14:23, 17:25. 4. Satz: 4:0, 5:5, 8:5, 8:11, 12:16, 13:19, 16:22, 17:25. 5. Satz: 2:2, 5:2, 7:3, 10:3, 11:6, 15:7.

    Von unserem Mitarbeiter Jörg Linnig

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