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    Winzenheim

    Die Revolution der kleinen Bälle

    Es ist auch dem Pragmatismus geschuldet, dass sie immer noch aus der Schublade geholt werden: die kleinen Zelluloidbälle im Reservoir des Tischtennis-Verbandsoberligisten SG Frei-Laubersheim/Hackenheim/Winzenheim. Die Kombinierten setzen noch auf die alte Schule. Also auf die Spielgeräte aus Zelluloid, die über Jahre weltweit genutzt wurden, von den Profis bis zu den Amateuren, mittlerweile aber zum Auslaufmodell geworden sind. Nur nicht bei den Frei-Laubersheimern. Noch nicht. „Wir haben einfach noch zu viele Zelluloidbälle“, sagt SG-Teamsprecher Holger Schwierz. Die sollen aufgebraucht werden. Erst dann wollen auch die Kombinierten umstellen: auf die neuen Plastikbälle, die den Tischtennismarkt langsam, aber sicher komplett erobern werden.

    Zu Hause spielen Holger Schwierz und die SG Frei-Laubersheim derzeit noch mit Zelluloidkugeln. Das soll sich demnächst ändern. Foto: Klaus Castor
    Zu Hause spielen Holger Schwierz und die SG Frei-Laubersheim derzeit noch mit Zelluloidkugeln. Das soll sich demnächst ändern.
    Foto: Klaus Castor

    Bis sie den Wechsel vollziehen, werden die Frei-Laubersheimer in der Verbandsoberliga ziemlich alleine auf weiter Flur stehen. „Neben uns nutzt noch eine andere Mannschaft die alten Bälle“, betont Schwierz. Dabei handelt es sich um den TV Feldkirchen. Acht Teams in der zehn Mannschaften umfassenden Liga haben den Schritt hin zu den neuen Plastikbällen bereits gewagt. Damit orientieren sich die Amateure vermehrt an den Profis: In der Bundesliga wurden Plastikbälle erstmals in der Saison 2014/15 eingesetzt.

    Gleichwohl: Noch verspüren Teams wie die SG, die sich noch nicht vom Tischtennis-Relikt lösen können, keinen Zeitdruck. „Ab dem 1. Juli 2019 dürfen ausschließlich zelluloidfreie Bälle eingesetzt werden“, zitiert Thomas Bruckmann, Staffelleiter der Verbandsoberliga, aus der Durchführungsbestimmung des Landesverbandes. „Ab der Saison 2019/20 ist es also erst Pflicht, auf den Plastikball umzusteigen“, erläutert Bruckmann weiter und ergänzt dann: „Ich persönlich bezweifle, dass es die alten Zelluloidbälle überhaupt noch so lange gibt, da die Produktion zum großen Teil schon eingestellt wurde. Altbestände können aber noch in Ruhe aufgebraucht werden. Da bedarf es keiner Hektik.“ Den klassischen Ball von der Bildfläche verschwinden lassen zu wollen, begründete der Tischtennis-Weltverband einst damit, dass die Produktion des Materials Zelluloid gesundheitsgefährdend und in einigen Ländern sogar verboten ist. So wurde bei der Europameisterschaft 2014 erstmals bei einem internationalen Großturnier mit Plastikbällen gespielt, nachdem zuvor 88 Jahre lang Zelluloidkugeln den Sport geprägt hatten.

    Wie aber denkt die SG Frei-Laubersheim über den Wechsel? Schwingt neben dem Pragmatismus, die Bälle aus dem Altbestand aufbrauchen zu wollen, auch noch eine Spur Nostalgie mit, eine Art Verbundenheit mit dem über Jahre genutzten Zelluloid? „Nein“, verdeutlicht Holger Schwierz. „Wir wollen unbedingt umstellen“, sagt der Teamsprecher der Kombinierten. Noch im Laufe dieser Spielzeit soll der Wechsel finalisiert werden.

    Schwierz spürt derzeit im Spielbetrieb, was es bedeutet, auswärts bereits mit Plastik- und zu Hause dann wieder mit Zelluloidbällen zu spielen. „Das ist immer wieder eine Umstellung, vor allen Dingen, weil es verschiedene Firmen gibt, die die Plastikbälle herstellen. Zum Beispiel beim Anschneiden der Bälle gibt es enorme Unterschiede.“ Teilweise haben die Plastikbälle eine Naht und ähneln den Zelluloidkugeln damit optisch komplett. Zuweilen werden sie aber auch schon nahtfrei hergestellt. Generell rät auch Bruckmann zu einer Umstellung. „Ansonsten werden die Spieler gerade in der Verbandsoberliga mit dem Nachteil leben müssen, bei Auswärtsspielen mit dem Plastikball spielen zu müssen“, sagt der Staffelleiter.

    Von unserem Redakteur Christoph Erbelding

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