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    Kaisersesch

    Beinlich: Nach der verpassten EM war die Motivation noch größer

    Moritz Beinlich aus Kaisersesch ist der erfolgreichste Jugend-Leichtathlet aus dem Kreis Cochem-Zell. Der 19-Jährige wurde am Wochenende in Jena Deutscher U20-Meister über 5000 Meter und Vizemeister über 1500 Meter (wir berichteten). Was ihm noch fehlt, ist ein internationaler Meisterschaftseinsatz. Die U20-EM-Norm im Stadion verpasste er im Frühjahr. Ins Visier will er nun die Crosslauf-Europameisterschaft im Dezember nehmen.

    Gold und Silber bei den letzten Jugendmeisterschaften, hätten Sie das erwartet, Herr Beinlich?

    Ich hatte mir zwei Medaillen vorgenommen. Dass es jetzt direkt am Anfang mit den 5000 Metern Gold wurde, ist umso überraschender. Gerade bei der Konkurrenz um Taher Belkorchi und Fabian Gering. Da haben mein Trainer Johannes Kessler und ich im besten Fall mit Bronze gerechnet. Die 1500 Meter waren eigentlich nur Zugabe. Dass da auch Silber rausgekommen ist, ist unbeschreiblich. Aber wenn ich frisch gewesen wäre, hätte ich da auch gewonnen. Da bin ich mir eigentlich sicher.

    Wie schwer war es, mit der verpassten EM-Qualifikation klarzukommen?

    Die Motivation war danach eigentlich nur noch größer. Eine Trotzreaktion. Ich war froh, als es vorbei war mit Quali und Norm. Das ist mir nur noch auf den Geist gegangen. Ich habe mir dann vorgenommen, noch gute 1500 Meter zu laufen und vor allem Spaß zu haben. Obwohl ich die Norm nicht gerannt bin, ist mir eine Last von den Schultern gefallen. Die Jugend-DM war jetzt mein persönliches Jahreshighlight.

    Sie haben ein Pollenallergie, die Sie vor allem im Frühjahr behindert. Mit welcher Strategie haben Sie das so gut in den Griff bekommen?

    Einerseits haben wir das Training ein bisschen umgestellt und sind einfach auf die kürzeren Sachen und wieder mit viel mehr Spaß an die Sache rangegangen. Der andere Punkt ist, dass ich gesundheitlich besser eingestellt bin gegen die Pollen. Bei den 10 000 Metern war ich mit der Pollenallergie total überfordert. Ich musste erst einmal medizinisch richtig eingestellt werden. Aber das hat auch seine Zeit gebraucht, bis es angeschlagen hat. Jetzt bin ich nur froh, dass ich wieder ohne Probleme laufen kann.

    Wie sieht der Rest der Saison für Sie aus? Noch einmal Angriff auf die Bestzeiten?

    Ich habe ja noch keine B-Kader-Norm. Deshalb hat der Kadertrainer gefragt, ob ich die über 3000 Meter oder 5000 Meter noch in Angriff nehme. Aber das wäre falsch. Die Spannung ist nach der DM zu sehr abgefallen. Ich hoffe auf eine Wildcard und wenn ich nicht im Kader bin, ist es auch nicht so schlimm. Jetzt mache ich erst einmal Urlaub. Im Herbst laufe ich dann eventuell einen schnellen Halbmarathon. Das kann ich gut mit der Cross-EM verbinden. Denn mit dem Training wird eine gute Grundlagenausdauer geschaffen. Bisher habe ich relativ wenig Kilometer gemacht und mehr Grundschnelligkeit. Jetzt versuchen wir es noch einmal mit den längeren Cross- und Straßenläufen.

    Letzte Frage: Olympia 2020?

    2020 ist ferne Zukunft. Johannes und meine Sichtweise ist immer gewesen, Stückchen für Stückchen zu denken. Ich habe nie die ganz großen Sprünge gemacht, dafür mich aber kontinuierlich verbessert. Ich denke, wir werden in den kommenden Jahren noch einmal mehr Wert auf Grundschnelligkeit legen. Eine 13er Zeit über 5000 Meter sollte in den nächsten Jahren drin sein. Und man sollte nicht vergessen: Es waren Deutsche Jugendmeisterschaften!

    Das Gespräch führte Holger Teusch

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