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    BydgoszczRoger Gurski holt bei der EM Gold und Bronze

    Höchst erfolgreich verlief die Europameisterschaft der U 23-Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz für die beiden Teilnehmer aus der Region. Nachdem Siebenkämpferin Celina Leffler vom SSC Koblenz-Karthause bereits am Freitagabend mit dem besten Wettkampf ihrer bisherigen Karriere die Bronzemedaille errungen hatte, legte Roger Gurski von der LG Rhein-Wied am Wochenende nach. Über 200 Meter sicherte der Sprinter aus Andernach sich ebenfalls Bronze und gewann zum Abschluss gestern Abend mit der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel die Goldmedaille.

    Geschafft: Roger Gurski aus Andernach hat bei der U 23-Europameisterschaft der Leichtathleten in Polen die erhofften zwei Medaillen gewonnen. Nach Bronze über 200 Meter holte der Sprinter der LG Rhein-Wied mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel Gold.  Foto: Sebastian Moritz
    Geschafft: Roger Gurski aus Andernach hat bei der U 23-Europameisterschaft der Leichtathleten in Polen die erhofften zwei Medaillen gewonnen. Nach Bronze über 200 Meter holte der Sprinter der LG Rhein-Wied mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel Gold.
    Foto: Sebastian Moritz

    Da mussten die Zielbildauswerter schon genau hingucken. 39,11 Sekunden stand auf der Anzeige. Doch für wen? Die deutsche 4 x 100-Meter-Staffel mit Startläufer Roger Gurski wechselte im Finale ordentlich durch, lag, als Daniel Hoffmann als Schlussläufer übernahm, etwa vier Meter vor den Briten. Doch deren letzter Mann kam näher und näher. Im Ziel waren beide Teams gleichauf. Der gründliche Blick auf das Zielfoto ergab einen Hauch von einem Vorsprung für die deutsche Mannschaft, der nicht in einer Hundertstelsekunde zu fassen war. Gold für Gurski und seine Kollegen. Und zugleich die zweite Medaille des Andernachers bei den Titelkämpfen im Bydgoszcz.

    Bestleistung beim Weitsprung – Nach diesem Satz wusste Celina Leffler: Bei der EM gibt's eine Medaille. Foto: Moritz
    Bestleistung beim Weitsprung – Nach diesem Satz wusste Celina Leffler: Bei der EM gibt's eine Medaille.
    Foto: Moritz

    Genau das hatte er als Ziel vorgegeben. Zweimal Edelmetall sollte es werden, zweimal Edelmetall wurde es. Aber das Unterfangen war mit harter Arbeit verbunden. „Vor- und Zwischenlauf waren sehr anstrengend, und ich war nach den Läufen sehr platt“, so Gurski nach der 200-Meter-Entscheidung. Der Vorlauf sah noch recht entspannt aus, die letzten 30 Meter waren kontrolliertes Austrudeln. Die ersten drei jedes Vorlaufes qualifizierten sich direkt für das Halbfinale. Der Sprinter der LG Rhein-Wied wurde in 20,88 Sekunden Zweiter.

    20,71 Sekunden waren es dann im Halbfinale am Samstagnachmittag. Gurski wurde Dritter seines Laufes und der gesamten zweiten Runde, wiederum direkt qualifiziert, aber er musste kämpfen. Vier Stunden später saß er wieder im Startblock. Samstagabend, Finale über 200 Meter. Gurski ist ein ausgezeichneter Kurvenläufer, aber bei einer EM können andere auch schnell angehen. Der Slowake Ján Volko lag ausgangs der Kurve leicht in Front, Gurski und der Franzose Gautier Dautremer knapp zurück. Volko konnte sich auf der Zielgeraden weiter absetzen, Gurski arbeitete sich, nachdem er zunächst etwas Boden gegenüber dem Franzosen verloren hatte, zum Ende der Strecke wieder etwas an diesen heran. Aber es reichte nicht ganz. Volko holte in 20,33 Sekunden Gold, Silber gab es in 20,60 Sekunden für den Franzosen, Bronze und damit Medaille Nummer eins für den 20-Jährigen aus Andernach. 20,66 Sekunden wurden für ihn gemessen. „Die Zeit war nicht das, was ich mir vorgestellt habe, aber das ist Nebensache“, so Gurski. „Das Finale war super, ich bin die Kurve gut gerannt, und hinten heraus konnte ich mich gut halten. Mein Ziel war, eine Medaille zu holen. Dieses Ziel habe ich erfüllt und bin mit der Platzierung vollkommen zufrieden.“

    Obwohl er schon drei 200-Meter-Läufe in den Beinen hatte, musste er am Sonntagnachmittag in den Staffelvorläufen wieder ran. Trotzdem legte das deutsche Team in der Besetzung Gurski, Kai Köllmann (Leverkusen), Deniz Almas (Sindelfingen) und Daniel Hoffmann (Leverkusen) einen fulminanten Lauf auf die blaue Bahn des Zawisza Stadiums. 38,91 Sekunden – die beste Zeit der ersten Runde mit klarem Vorsprung vor den Franzosen (39,36) und den Briten (39,45).

    Im Endlauf wurde umgestellt. Der Wattenscheider Philipp Trutenat ersetzte Almas. Die Sprinter von der Insel konnten noch etwas zulegen, sodass es im Ziel zum Wimpernschlagfinale kam. Beide Teams wurden mit 39,11 Sekunden gestoppt. Gold gab es für das deutsche Team – nach einem ganz genauen Blick der Zielbildauswerter.

    Nach fünf Disziplinen hatte Siebenkämpferin Celina Leffler aus Koblenz sogar noch geführt in Bydgoszcz. Doch dann blieb die 21-jährige Medizinstudentin im Speerwurf mit 35,16 Metern deutlich unter ihren Möglichkeiten und musste die Konkurrentinnen Caroline Agnou (Schweiz) und Verena Preiner (Österreich) vorbeiziehen lassen. Nach den 800 Metern lag die Schweizerin mit neuem Landesrekord von 6330 Punkten klar vor der Österreicherin, die sich mit 6232 Zählern verbesserte und sich damit für die Weltmeisterschaft in London qualifizierte.

    „Nach dem Speerwerfen war ich natürlich etwas geknickt. Aber das hielt nur kurz an“, gestand Leffler, die mit 6070 Punkten ihre bisherige Bestleistung um 107 Punkte verbesserte. „Jetzt ist es Freude pur, schließlich bin ich mit mehr als 6000 Punkten nun eine richtige Siebenkämpferin“, jubelte die Koblenzerin.

    Sehr zufrieden war Celina Leffler mit ihren Sprungleistungen. Am ersten Tag floppte sie über 1,75 Meter im Hochsprung und scheiterte erst an 1,78 Meter. „Da habe ich Punkte gutgemacht, die ich beim Speerwurf verloren habe“, sagte sie. Den zweiten Tag hatte sie mit einem Einzelsieg im Weitsprung begonnen und dort mit 6,38 Metern eine neue Einzel-Bestleistung aufgestellt. Nach dem 6,38-Meter-Satz hatte die 21-Jährige die Fäuste geballt. Spätestens da war ihr klar, dass sie auf dem Weg zu 6000 Punkten und einer Medaille war. Auf folgende Einzelleistungen kam Celina Leffler in Bydgoszcz: 100 Meter Hürden: 13,74 Sekunden, Hochsprung: 1,75 Meter, Kugelstoß: 14,09 Meter, 200 Meter: 23,99 Sekunden, Weitsprung: 6,38 Meter, Speerwurf: 35,16 Meter, 800 Meter: 2:20,81 Minuten.

    Damit hat Celina Leffler bewiesen, dass sie auf dem Weg in die internationale Siebenkampf-Spitze ist. Bis auf den Speerwurf zeigte sie keinen Ausrutscher und agierte nervenstark. Ihre fast zweijährige Wettkampfpause war einer hartnäckigen Ellbogenverletzung geschuldet, weshalb sie vor allem mit dem Speer noch Nachholbedarf hat. Um Silber zu gewinnen, hätte Leffler allerdings in dieser Disziplin ihre Bestleistung von 43,73 um mehr als einen Meter verbessern müssen. Wolfgang Birkenstock/red

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