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Bad Kreuznach

Erinnerungsfoto mit Olympiateilnehmer

Eine Handvoll Jungs steht am Spielfeldrand in der Jakob-Kiefer-Halle und skandiert: „Auf geht's, VfL, auf geht's“. Durch rhythmisches Klopfen mit ihren Hockeyschlägern untermauern sie die Anfeuerungsrufe. Für wen gilt der Schlachtruf, will ein Betreuer wissen. Eine berechtigte Frage, denn beim Kinder-Hallenturnier stehen sich die erste und zweite Garde der Mädchen D des gastgebenden VfL Bad Kreuznach gegenüber. Die einen in weißen Trikots, die anderen in blauen – pinkfarbene Stutzen und Kopftücher unterstreichen das Zusammengehörigkeitsgefühl. Darum geht es auch den anfeuernden Jungen, sie wollen alle Vereinskameradinnen unterstützen, einen Favoriten brauchen sie nicht.

Alle Schläger auf den Ball: Die D-Mädchen des VfL Bad Kreuznach sind an ihren pinkfarbenen Stutzen und Kopftüchern gut zu erkennen. Die zweite VfL-Garde nimmt es in dieser Szene mit dem DSD Düsseldorf auf.  Foto: Klaus Castor
Alle Schläger auf den Ball: Die D-Mädchen des VfL Bad Kreuznach sind an ihren pinkfarbenen Stutzen und Kopftüchern gut zu erkennen. Die zweite VfL-Garde nimmt es in dieser Szene mit dem DSD Düsseldorf auf.
Foto: Klaus Castor

Passenderweise endete das vereinsinterne Duell der älteren Mädchen gegen die jüngeren mit 0:0. Ergebnisse spielten beim Turnier, bei dem 52 Teams aus 27 Vereinen am Start waren, ohnehin nicht die Hauptrolle. Vielmehr ging es darum, dass sich die Talente auf die anstehende Hallensaison vorbereiteten, die Trainer probierten das ein oder andere aus, variierten, experimentierten. „Die Mannschaften kommen zu uns, weil sie wissen, dass sie bei uns ordentlich trainieren und spielen können“, sagte VfL-Abteilungsleiter Hans-Wilhelm Hetzel.

Damit die Teams in den sechs Altersklassen (Mädchen und Knaben B, C, D) genügend Spielzeit bekamen, hatte der VfL vier Hallen gebucht. Neben den Stammsitzen Jakob-Kiefer- und IGS-Halle wurde dieses Mal die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen genutzt, und erstmals wurde die ADS-Sporthalle in Hargesheim auf ihre Hockeytauglichkeit geprüft. Das bedeutete für Trainer und Eltern ein bisschen mehr Fahrerei, ließ sich aber problemlos managen, da zahlreiche Eltern und Großeltern dabei waren und den Fahrdienst übernahmen. Der HC Kassel, mit sechs Teams angereist, war mit einem großen Reisebus unterwegs, der auch für die Beförderung zu den Spielstätten genutzt wurde. Die meisten Teams, nämlich acht, bot der Crefelder HTC auf, der gastgebende VfL war mit sieben Kollektiven ebenfalls stark vertreten.

Dabei musste sich Georg Schmidt, der Trainer der B-Mädchen, mit einem Luxusproblem herumschlagen, wurde von einigen sogar mit DFB-Trainer Jogi Löw verglichen, weil er so einen breiten Kader hat. Schmidt legte Wert darauf, dass alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, nahm dafür auch mal eine Niederlage in Kauf. Insgesamt verkauften sich die VfLerinnen klasse und belegten in einem starken Achterfeld punktgleich mit dem Crefelder HTC den dritten Platz. Den Einzug ins Finale schafften die Mädchen C, die ebenfalls von Schmidt trainiert werden. Im Endspiel mussten sie sich dem Hanauer THC zwar mit 0:2 geschlagen geben, durften sich aber über ein besonderes Erinnerungsfoto freuen. Trainer des THC ist Björn Emmerling, 256-facher Nationalspieler und dreimaliger Olympiateilnehmer. Er war voll des Lobes über das Turnier und stellte sich gerne mit den VfL-Mädchen zum Teamfoto auf, auf das die Hockeyspielerinnen mindestens genauso stolz waren wie auf den Pokal für ihren zweiten Platz.

Zufrieden zeigten sich auch die anderen VfL-Trainer. Stefanie Hetzel erreichte mit ihren Knaben B Rang sechs. Die beiden Mädchen-D-Teams von Nicole Ferretti, die erstmals auf Großfeld spielten, landeten auf den Plätzen vier und fünf. Und Thorsten Ackermann, für Knaben C und D zuständig, durfte sich mit seinen Jungs über die Plätze vier (Knaben D) und sieben (Knaben C) freuen. „Wir sind froh, dass es so gut läuft. Aber das Wichtigste ist, dass die Kinder Spaß haben“, betonte Ackermann. Er war nicht nur an der Seitenlinie gefordert sondern auch als Schiedsrichter, hatte sich im Vorfeld zudem um die Gestaltung des Spielplans gekümmert. Im Einsatz waren übrigens drei Ackermann-Generationen: Thorstens Vater Karl-Heinz Ackermann war an beiden Tagen von früh bis spät in der Turnierleitung der Jakob-Kiefer-Halle im Einsatz, und sein Enkel Anton stürmte mit den Knaben C über das Spielfeld.

Die Organisatoren waren glücklich, dass auch das dritte Hallenturnier reibungslos über die Bühne gegangen war und freuten sich über jedes Lob der Gäste. „Es ist toll, wenn man ein positives Feedback bekommt“, sagte Thorsten Ackermann. Er weiß aber, dass für einen reibungslosen Ablauf auch viele Helfer vonnöten sind, und war dementsprechend froh über das gelungene Teamwork.

Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare

Hockey Süd (EJDL)
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