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    Daniel Stephan zu Besuch in Kirn: Ein ganz normaler Welthandballer

    Der Ball fliegt gegen den Pfosten, wird aufgenommen und landet sofort wieder an der Stange. Als es zum zweiten Mal kracht, muss Daniel Stephan lachen. Es gibt Dinge im Handball, die sieht auch er nicht alle Tage.

    Daniel Stephan und die Kinder hatten viel Spaß bei der Autogrammstunde.
    Daniel Stephan und die Kinder hatten viel Spaß bei der Autogrammstunde.
    Foto: Christoph Erbelding

    Dabei hat Stephan viel gesehen, als Ex-Nationalspieler kennt er die großen Hallen, die Titel und Medaillen. Jetzt steht der 44-Jährige in der Kirner Kyrauhalle und schaut sich ein Trainingsspiel zwischen grün gekleideten Grundschülern an. Ein Junge hat gerade das Kunststück vollbracht, den Ball zweimal an die gleiche Stelle des Pfostens zu werfen. Und das in knapp fünf Sekunden. Stephan muss darüber genauso lange schmunzeln.

    Der langjährige Profi ist an diesem Vormittag nach Kirn gekommen, um 40 Kindern der Kirner Dominik-Grundschule den Handballsport näherzubringen. Die Schule hatte bei einem Preisausschreiben mitgemacht. Zu gewinnen gab es ein Training mit dem Mann, der 183 Länderspiele für Deutschland bestritten und dabei 590 Tore geworfen hat, der mit dem TBV Lemgo zweimal Deutscher Meister war, Olympia-Silber und EM-Gold gewonnen hat. Über 1200 Schulen hatten sich an dem Gewinnspiel beteiligt. Die Kirner Schüler waren mit einem gebastelten Plakat aufgefallen. Sie bekamen als eine von 22 Schulen deutschlandweit den Zuschlag.

    Für Stephan stehen derzeit zahlreiche Touren quer durch die Republik an. Am Tag vor seinem Besuch in Kirn war er in Frankenthal, in der kommenden Woche wird er an drei Schulen in Nordrhein-Westfalen sein. Ist ihm der Stress anzusehen? Das Gegenteil ist der Fall. Stephan ist herzlich, zugänglich, er hat die Kinder schnell auf seiner Seite. Er ist ein ganz normaler Welthandballer. Diesen Titel, die größte individuelle Auszeichnung dieser Sportart, hatte er im Jahr 1998 erhalten.

    Hier verteilt der Welthandballer von 1998 Urkunden an die Kinder.
    Hier verteilt der Welthandballer von 1998 Urkunden an die Kinder.
    Foto: Christoph Erbelding

    Stephan hat ein Ziel: Er will dafür sorgen, dass sich Kinder für Mannschaftssport begeistern. „Der Sport fördert die Sozialkompetenz ungemein. Und da ich nun einmal vom Handball komme, versuche ich natürlich, die Kinder dafür zu motivieren“, sagt der frühere Rückraumspieler. An diesem Morgen wird viel geübt. Stephan gibt dabei Hinweise, lässt die Kinder aber auch einfach mal laufen, wenn es Sinn macht. Zum Abschluss folgen ein Spiel und danach eine Autogrammstunde.

    In Kirn sind sie davon begeistert. 20 Kinder, die Stephan für knapp zwei Stunden trainiert, spielen bereits für die TuS Kirn Handball. Vielleicht werden es nun noch ein paar mehr. Am Rand verfolgen einige Verantwortliche der TuS das Geschehen. Einer von ihnen ist Maouia ben Maouia, der noch in der Vorsaison die Kirner Männer trainiert hat und sich jetzt verstärkt in der Jugendarbeit des Vereins engagiert. „Sieh dir die Kinder an, wie sie sich freuen“, sagt ben Maouia. Die Augen des Tunesiers, der selbst Profi und sogar mal Mitglied der tunesischen Nationalmannschaft war, funkeln ebenfalls.

    „Die Kinder geben einem unheimlich viel Motivation und Freude zurück“, sagt Daniel Stephan und ergänzt: „Ich weiß noch genau, wie ich mich als Kind gefühlt habe.“ Er hat auch zu den Größen des Sports aufgeschaut, deswegen ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit, etwas zurückzugeben. Und auch er wird das Training in Kirn nicht so schnell vergessen. Dafür sorgt alleine schon ein doppelter Wurf an den Pfosten.

    Von unserem Redakteur Christoph Erbelding

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