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    Glockner wird der TuS nächste Woche fehlen

    100 Prozent, gerne auch mal deutlich mehr, verlangen Fußballtrainer in schöner Regelmäßigkeit von ihren Spielern beim Einsatz auf dem Platz – egal, ob Profis oder lupenreine Amateure. Dass das im aktuellen Fall der TuS Koblenz teilweise nicht oder bestenfalls nur ansatzweise möglich war, verdeutlichte Petrik Sander nach dem 1:1 (0:0) seiner Mannschaft im Spiel der Regionalliga Südwest gegen den 1. FC Saarbrücken. Auf fünf Akteure des nur 21 Mann umfassenden Kaders musste der sportlich Verantwortliche der Schängel von vornherein im Duell mit dem Tabellenzweiten verzichten, drei gingen lediglich mit einem Bruchteil der verfügbaren Kräfte ans Werk.

    Erleichterung pur: Nach 81 Minuten segelte ein Freistoß von Nicolai Lorenzoni zum finalen 1:1 ins Saarbrücker Tor, anschließend wurde der neue Mann auf der rechten Angriffsseite der TuS von seinen Teamkollegen vor Freude fast erdrückt. So ähnlich soll es am Dienstag weitergehen.  Foto: Wolfgang Heil
    Erleichterung pur: Nach 81 Minuten segelte ein Freistoß von Nicolai Lorenzoni zum finalen 1:1 ins Saarbrücker Tor, anschließend wurde der neue Mann auf der rechten Angriffsseite der TuS von seinen Teamkollegen vor Freude fast erdrückt. So ähnlich soll es am Dienstag weitergehen.
    Foto: Wolfgang Heil

    Der angeschlagene Flügelmann Kevin Lahn wandelte lange am Limit, wurde dann nach 81 Minuten per Auswechslung erlöst und humpelte nach dem Abpfiff mit dick bandagiertem Oberschenkel über die flammneue Tartanbahn, die den Rasen des renovierten Oberwerth-Stadions umsäumt. Sander: „Er hat auf die Zähne gebissen, unter normalen Umständen hätte ich ihn gar nicht spielen lassen dürfen.“ Die Beeinträchtigung von Rechtsverteidiger Ricardo Antonaci, drei Tage zuvor nach der Partie in Mannheim mit Verdacht auf Zehenbruch eher auf der Verlustliste zu erwarten, war äußerlich nicht sichtbar. Sein Trainer beschrieb dessen Handicap wie folgt: „Man muss sich nur den Fuß angucken, damit war Fußballspielen eigentlich gar nicht möglich.“

    Seiner Profession überhaupt nicht nachgehen konnte Andreas Glockner. Im Rheinlandpokalspiel vor etwas mehr als einer Woche bei der SG Müden ging für ihn nichts, in Mannheim bekam er eine Spritze gegen die Schmerzen in der Hüfte. „Das hätte ich mal lieber sein lassen sollen“, sagte er direkt nach der Partie gegen Saarbrücken. Was zunächst als Entzündung des Schambeins vermutet wurde, entpuppte sich als Riss einer Gelenklippe, wie die Untersuchung am gestrigen Freitag ergab. Glockner: „Glück im Unglück, das muss nicht operiert werden, sondern wird wohl mit Spritzen therapiert. Ganz ausgereift ist dieser Plan aber noch nicht.“ Zumindest eine Woche wird der Standardspezialist vermutlich ausfallen.

    Für ihn rückte Dino Bajric ins zentrale Mittelfeld, er musste am Montag in Mannheim noch wegen einer Magen- und Darmgeschichte zwangspausieren. Deshalb stieß auch er mit seiner Leistungsfähigkeit an Grenzen. Sander: „Dino war zwei Tage vorher noch mehr auf der Toilette als auf dem Trainingsplatz.“ Ob das vielleicht der Grund dafür war, warum er nach 14 Minuten und mustergültiger Vorarbeit von Marco Müller freistehend mit seinem schwächeren rechten Fuß das Ziel verfehlte? Sander stöhnte in Erinnerung an diese Szene, sagte dann aber mit einer Portion gesundem Galgenhumor: „Da hätten wir 1:0 führen müssen, den hätte sogar der Dirk mit rechts reingemacht.“ Zur Erläuterung: Der Saarbrücker Coach Dirk Lottner, früher unter anderem Profi beim 1. FC Köln, pflegte normalerweise mit links und per ruhendem Ball seine Tore in der Bundesliga zu erzielen.

    Als Tobias Jänicke diese Nachlässigkeit nach einem Slalomlauf mit der Führung der Gäste bestrafte (32.), war das Feld für Saarbrücken scheinbar bereitet. Spätestens wohl dann, als Schiedsrichter Jonas Weickenmeier neun Minuten danach auf den Elfmeterpunkt im Koblenzer Strafraum zeigte. Eine kaum nachvollziehbare Entscheidung, schließlich eilte TuS-Keeper Chris Keilmann gesittet dem Ball entgegen und prallte eher unglücklich mit dem heranstürmenden FCS-Topscorer Patrick Schmidt zusammen. Keilmann selbst sorgte jedoch für ausgleichende Gerechtigkeit, als er den von Manuel Zeitz flach getretenen Strafstoß mit den Fingern um den Pfosten drehte (42.).

    Die Entstehung des Elfmeters brachte den ansonsten eher besonnenen Koblenzer Torwarttrainer Peter Auer aus der Fassung, kurz nach der Halbzeitpause wurde er aus dem Innenraum verwiesen. Warum erst so spät? Der 46-Jährige klärt auf: „Ich habe dem Schiedsrichter in der Halbzeitpause meine Meinung gesagt, dass das nie und nimmer ein Elfmeter war. Da war er dann der Ansicht, dass ich nichts mehr auf der Bank zu suchen habe. So etwas ist mir in meinen 22 Jahren bei der TuS noch nicht passiert.“ Auer setzte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts zwar noch mal auf besagte Bank, doch dieser Aufenthalt war nur von begrenzter Dauer, weil der Linienrichter seinen „Chef“ darauf aufmerksam machte.

    Temporären Charakter hatte letztlich auch die Führung des FCS. Im Gegensatz zur vorangegangenen Begegnung im Mannheimer Carl-Benz-Stadion ließen sich die Koblenzer mehr Zeit mit ihrem einzigen Tor. In der 81. Minute war es schließlich soweit: Nicolai Lorenzoni zirkelte einen Freistoß aus halbrechter Position in den Strafraum, er segelte im Getümmel auch vorbei am Saarbrücker Schlussmann Daniel Batz, dem die Sicht durch den vor ihm postierten Marx verdeckt war (81.). „Ich habe den Ball noch mit den Haarspitzen berührt“, sagte die Nummer 16. „Zählt aber nicht, da ist ja kein Blut drin“, entgegnete sein Trainer augenzwinkernd. Den Gästen blieb nicht viel Zeit, um darauf zu reagieren, Koblenz brachte den Spielstand mit Glück und Geschick über die Runden.

    Spielführer Marx fasste zusammen: „In Mannheim waren wir schon gut, gegen Saarbrücken noch besser, obwohl das einen Tick schwieriger war. Schade, dass wir uns nur mit einem Punkt belohnen konnten. Diese Leistungen machen aber Mut für die nächsten Spiele.“ Nach der nun anstehenden Partie in der englischen Woche beim VfB Stuttgart II (Dienstag, 14 Uhr) kommt am dann folgenden Sonntag der nächste Hochkaräter aufs Oberwerth: Tabellenführer Kickers Offenbach.

    Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

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