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    Koblenz

    Auf dem Oberwerth kehrt das Glück zurück zur TuS Koblenz

    Im eigenen Stadion ist das Spielglück zurückgekehrt zur TuS Koblenz. Der eingewechselte Marco Koch sicherte dem Fußball-Regionalligisten gegen Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf mit seinem goldenen Tor zum 1:0 (0:0) den schwer erkämpften ersten Saisonsieg. Wegen Umbauarbeiten im Oberwerth-Stadion, unter anderem der (noch nicht endgültig abgeschlossenen) Erneuerung der Laufbahn für die Leichtathleten, hatte die TuS bekanntlich ihre ersten Heimspiele in Montabaur und Mülheim-Kärlich austragen müssen.

    Überlegt lässt Marco Koch (rechts) seinen Stadtallendorfer Gegenspieler Muhamet Arifi aussteigen, dann erzielt der eingewechselte TuS-Offensivmann das goldene Tor zum ersten Koblenzer Saisonsieg. Foto: Wolfgang Heil
    Überlegt lässt Marco Koch (rechts) seinen Stadtallendorfer Gegenspieler Muhamet Arifi aussteigen, dann erzielt der eingewechselte TuS-Offensivmann das goldene Tor zum ersten Koblenzer Saisonsieg.
    Foto: Wolfgang Heil

    Trotzdem wollten nur 1275 Neugierige das erste echte Heimspiel der TuS sehen, darunter eine stimmstarke Fangruppe der Gäste aus Mittelhessen. TuS-Vorsitzender Arnd Gelhard war von dem geringen Zuschauerinteresse enttäuscht: „Ich hatte auf mehr gehofft.“

    Am Ende überwog jedoch auf Koblenzer Seite die Erleichterung über den gelungenen Schritt aus dem Tabellenkeller. „Das war schließlich keine Laufkundschaft“ lobte TuS-Trainer Petrik Sander den Gegner, der mit dem Selbstbewusstsein eines gelungenen Saisonstarts (15 Punkte aus sieben Spielen) auftrat und sich die ersten Chancen erspielte. Bereits in der 5. Minute stürmten gleich vier Gästespieler nach einem abgewehrten Koblenzer Eckball in die gegnerische Hälfte und hatten zunächst nur Ricardo Antonaci, dann auch Kevin Lahn gegen sich. Doch statt die Kontersituation in aller Ruhe auszuspielen, beendete ein hektischer Pass ins Niemandsland die Gefahr für die TuS. Danach verhinderte Chris Keilmann im TuS-Tor mit guten Paraden gegen Fernandez Suero (15.) und Kevin Vidakovics (24.) den Rückstand.

    Die Koblenzer hatten zunächst nicht viel mehr als lange Bälle und die stets gefährlichen Einwürfe und Freistöße von Andreas Glockner zu bieten. Mit einer Ausnahme: Als der aufgerückte Verteidiger Antonaci dem leichtsinnig dribbelnden Gästekeeper Hrvoje Vincek den Ball abluchste, war sein anschließender Linksschuss zu schwach, um aus gut 40 Metern bis ins leere Tor zu rollen; Stadtallendorfs Verteidiger Kristian Gaudermann lief den Ball noch vor der Torlinie ab (20.). „Wenn der Ball auf dem rechten Fuß liegt, schieße ich ihn rein“, ärgerte sich Antonaci, „aber natürlich muss ich ihn auch mit links reinmachen.“

    Kurz vor der Pause zeigte sich die TuS dann zweimal in kurzer Folge vor dem Gästetor. Doch weder Dino Bajric (38.), dessen Schuss nach einer flach hereingegebenen Ecke Muhamet Arifi von der Linie kratzte, noch Erik Wekesser, dessen Lupfer Torwart Vincek wie ein Volleyballer aus dem Strafraum pritschte (42.), konnten die ersehnte Halbzeitführung erzielen.

    An Torchancen auf beiden Seiten mangelte es auch im zweiten Durchgang nicht. Die Gäste wurden immer wieder durch den offensivstarken Rechtsverteidiger Gaudermann über die Außenbahn gefährlich. Gaudermann legte auch auf für Del Angelo Williams, der freistehend nur die Unterkante der Latte traf (67.).

    Die TuS, deren Defensivarbeiter Michael Stahl nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske auflief und gelegentlich Orientierungsprobleme zu haben schien, kam im Mittelfeld kaum zurecht gegen das flüssige Kombinationsspiel der Mittelhessen und verlegten sich stattdessen wie gehabt häufig auf lange Bälle. Nach einer knappen Stunde nahm Trainer Petrik Sander in Andreas Glockner und Kevin Lahn beide Außenspieler gleichzeitig vom Feld und reagierte auf Nachfragen erstaunlich dünnhäutig: „Beide waren angeschlagen“, sagte der Coach, „wir waren der Meinung, dass die Auswechslungen gut für unser Spiel sind.“

    So kam's denn auch, als der eingewechselte Marco Koch seinen Gegenspieler Muhamet Arifi im Strafraum nach allen Regeln der Stürmerkunst austanzte und den Ball überlegt mit dem rechten Fuß ins lange Eck platzierte. „Das ist ein schönes Gefühl, gleich im ersten Heimspiel direkt ein Tor zu machen“, freute sich der gebürtige Limburger, der über Wehen Wiesbaden, die Stuttgarter Kickers und den SSV Ulm den Weg zurück in die Heimatregion gefunden hatte. „Hier kann meine Familie zum Zugucken kommen“, nannte der beidfüßige Offensivmann, der kurz nach seinem Tor bei einem aussichtsreichen Linksschuss gerade noch abgeblockt wurde, einen Vorteil seines Wechsels.

    Die ersten Spiele hatte der 21-Jährige wegen einer Gehirnerschütterung verpasst, nach seiner Genesung kam er nun zum dritten Mal von der Bank. Ansprüche auf die Anfangself will Koch trotz ansprechender Leistung nicht stellen: „Wir haben viel Qualität in der Mannschaft. Ich versuche, mich reinzukämpfen, aber das liegt an jedem selbst.“

    In der Schlussphase geriet der Koblenzer Sieg nicht mehr in Gefahr, clever und routiniert hielten die Schängel ihre Gäste auch in der vierminütigen Nachspielzeit von der Gefahrenzone fern. „Solche Spiele gehören zum Lernprozess für einen Aufsteiger“, nahm Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja die für sein Team unglückliche Niederlage erstaunlich gelassen hin. „Wir haben guten Fußball gespielt, aber den richtigen Moment versäumt, gegen eine angeschlagene Mannschaft das Tor zu erzielen. Aber bei uns ist alles gut.“ Lässt sich leicht sagen angesichts eines 15-Punkte-Polsters.

    Kollege Sander analysierte: „Beide Mannschaften hatten Chancen, das Spiel zu gewinnen. Wir hatten in der entscheidenden Szene einmal die nötige Entschlossenheit und ein Quäntchen Glück. Endlich hat sich die Mannschaft belohnt für den großen Aufwand, den sie betreibt.“

    Bereits am Dienstag (19.30 Uhr) will TuS Koblenz im Drittrundenspiel beim Bezirksligisten SG Müden/Moselkern/Treis-Karden den nächsten Schritt zur Verteidigung des Rheinlandpokals tun. Denn der Traum vom großen Pokalabend gegen einen Erstligisten auf dem Oberwerth, der lebt noch immer.

    TuS Koblenz: Keilmann – Antonaci, Marx, Schüler, Müller – Stahl, Bajric – Lahn (58. Koch), Wekesser (82. Lorenzoni), Glockner (58. von der Bracke) – Bozic.

    Eintracht Stadtallendorf: Vincek – Gaudermann (80. Heuser), Vidakovics, Auer, Dinler – Arifi (73. Doeringer), Baltic – Suero, Solak, Vogt (84. Miric) – Williams.

    Schiedsrichter: Philipp Lehmann (Seitingen-Oberflacht). Zuschauer: 1275.

    Tor: 1:0 Marco Koch (77.).

    Gelbe Karten: Schüler, Wekesser, Glockner, Müller.

    Nächste Aufgabe für TuS Koblenz: am Dienstag um 19.30 Uhr im Rheinlandpokal-Spiel bei der SG Müden/Moselkern/Treis-Karden.

    Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

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