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Koblenz

TuS hält hinten die Null – das soll auch so bleiben

Paul Linz war bedient, ließ sich das aber in seiner ironisch-sarkastischen Art nicht so richtig anmerken. Der in seiner langen Laufbahn mit allen Wassern gewaschene Trainer des FSV Salmrohr genehmigte sich zu Beginn der Pressekonferenz erst einmal ein alkoholhaltiges Getränk. Nach dem 0:3 (0:2) im Spiel der Fußball-Oberliga bei der TuS Koblenz war das wohl ein probates Mittel, um den Frust nach der aus seiner Sicht wenig erbaulichen Leistung herunterzuspülen: "20 bis 25 Minuten haben wir ganz ordentlich gespielt, doch es fehlte einfach die Durchschlagskraft."

Daniel von der Bracke (vorne links) spielte solo auf der Koblenzer Sechserposition, Luca Wolf (rechts) wie gewohnt als Linksverteidiger. In Kombination mit durchschlagendem Erfolg: Beim 3:0 gegen den FSV Salmrohr stand hinten erstmals in dieser Saison die Null.  Foto: René Weiss
Daniel von der Bracke (vorne links) spielte solo auf der Koblenzer Sechserposition, Luca Wolf (rechts) wie gewohnt als Linksverteidiger. In Kombination mit durchschlagendem Erfolg: Beim 3:0 gegen den FSV Salmrohr stand hinten erstmals in dieser Saison die Null.
Foto: René Weiss

Ganz anders die Gemütslage beim Gastgeber. Nach dem zweiten Heimsieg in Folge gab es im Glanz des Erfolgs viel Sonnenschein. Dass das aber nicht mehr als eine wohltuende Momentaufnahme ist, machte TuS-Coach Petrik Sander in seiner Analyse deutlich: "Wir haben kein Feuerwerk abgebrannt, sondern mit Geduld auf unsere Chancen gelauert. In der ersten Halbzeit waren wir sehr effektiv und haben aus drei Gelegenheiten zwei Tore gemacht." Abwehrmann André Marx mit seinem dritten Saisontreffer (30.) und Giorgi Piranashvili (43.) hatten getroffen.

Gegen Ende der Pressekonferenz entspann sich eine rege Diskussion, wie stark die Oberliga in ihrer Zusammensetzung nun wirklich ist und was wohl die elementaren Merkmale für ein gutes Abschneiden sind. "Spielerische Mittel allein reichen nicht. Kampf, Moral und Leidenschaft sind entscheidend für den Erfolg", gab Sander im Brustton der Überzeugung zu Protokoll. Kollege Linz pflichtete ihm indirekt bei: "Ja, das sieht man an uns."

Der Blick der Koblenzer ist nun klar aufs kommende Spiel am morgigen Dienstag gerichtet. Um 18.30 Uhr muss die TuS bei Borussia Neunkirchen zeigen, was der deutliche Heimerfolg wirklich wert ist. Denn in der Fremde blieben die Schängel beim 1:1 in Wirges und dem 0:2 in Jägersburg bisher doch vieles schuldig. "Wichtig wäre es, wenn auch auswärts mal die Null hinten stehen würde", hat Petrik Sander schon eine klare Vorstellung von dem, was sich im Ellenfeld in der TuS-Defensive abspielen soll. Ob der Trainer allerdings bei der zweiten Saarland-Tour in Folge aufs zuletzt erfolgreiche Personal zurückgreifen kann, ist doch eher fraglich.

Tony Schmidt hat Knöchelprobleme, Lutz Radojewski zwickt es in der Wade. Zudem müssen Yannik Tewelde (Patellasehnen-Probleme) und wohl auch Fabian Montabell (Sander: "Er ist nicht zu 100 Prozent fit") ein weiteres Mal passen. Dafür rechnet der Koblenzer Übungsleiter aber schon wieder mit dem zu Saisonbeginn starken Tobias Jakobs in der vorderen Abteilung, obwohl der doch zunächst längere Zeit auszufallen drohte. "Vielleicht klappt das mit ihm ja schon am Dienstag", so Sanders leise Hoffnung.

Mit Fatjon Celani hat die TuS seit Freitag eine gute Option in Hinterhand, was die Aufstellung der Offensive anbelangt. Der Albaner zeigte eine knappe halbe Stunde wirklich gute Ansätze und traf dann auch zum finalen und längst überfälligen 3:0 in der Schlussminute der regulären Spielzeit. Was in der Summe nicht ausreichte, um uneingeschränktes Lob seines Trainer einzuheimsen: "Er ist auf einem guten Weg, hat aber noch körperliche Defizite." Die in Jägersburg geschlossen gezeigten Defizite der kompletten Mannschaft – viel Ballbesitz, aber null Ertrag – sollen morgen möglichst der Vergangenheit angehören.

Von unserem Mitarbeiter

Bodo Heinemann

TuS Koblenz
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