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    Koblenz

    Fußball: TuS hat den neuen Kredit der Fans fast aufgebraucht

    Wie gewonnen, so zerronnen: Den gerade neu erworbenen Kredit bei den Fans haben Teamchef Evangelos Nessos und die TuS Koblenz zum größten Teil schon wieder aufgebraucht, das ernüchternde 0:2 (0:2) beim Erzrivalen Eintracht Trier am sechsten Spieltag der Fußball-Regionalliga Südwest schlägt ganz schön schwer aufs Gemüt.

    Vergebliche Mühe: Weder Dimitrios Ferfelis (vorne links) noch André Marx (beim Kopfball) oder sonst einem Koblenzer Spieler war in Trier ein Torerfolg vergönnt. Besser machte es da schon Eintracht-Verteidiger Christoph Buchner (ganz rechts), der das 1:0 im Anschluss an einen Eckball für die Farben des Gastgebers erzielte, nach 42 Minuten aber auch verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.  Foto: René Weiss
    Vergebliche Mühe: Weder Dimitrios Ferfelis (vorne links) noch André Marx (beim Kopfball) oder sonst einem Koblenzer Spieler war in Trier ein Torerfolg vergönnt. Besser machte es da schon Eintracht-Verteidiger Christoph Buchner (ganz rechts), der das 1:0 im Anschluss an einen Eckball für die Farben des Gastgebers erzielte, nach 42 Minuten aber auch verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.
    Foto: René Weiss

    350 TuS-Anhänger versuchten nach Leibeskräften, ihre Mannschaft im Moselstadion zum Erfolg zu peitschen. Doch ein blau-schwarz-gelbes Fahnenmeer und unermüdliche Fangesänge reichten eben nicht aus, um den Koblenzer Kickern auf dem Rasen ordentlich Beine zu machen. Präsidiumsmitglied Thomas Theisen hatte an diesem Abend zumindest für das Geschehen außerhalb des Platzes ein dickes Lob parat: "Unsere Fans haben hier heute ganz klar gewonnen, die sind in dieser Liga ohnehin Spitzenreiter. Aber leider wird ein Fußballspiel nun mal auf dem Feld entschieden, und da haben wir aufgrund der zweiten Halbzeit sicher verdient verloren." Nessos wollte diesen Ausführungen im Prinzip auch nicht widersprechen, er sagte: "Die Enttäuschung ist natürlich groß. 15 Minuten lang waren wir gut im Spiel, dann haben wir nachgelassen. Der letzte Pass, die letzte Konsequenz hat einfach gefehlt."

    Foto: as

    Bei den beiden Gegentoren im ersten Spielabschnitt hatte der Teamchef der Schängel individuelle Nachlässigkeiten ausgemacht. "Dem 1:0 für Trier ist aber auch ein klares Foul an Thomas Gentner vorausgegangen", erinnerte sich Theisen an die Szene, die zum Eckball führte, es nach einer Attacke von Marco Quotschalla am TuS-Kapitän aber Freistoß hätte geben müssen. Der unmittelbar daneben postierte Schiedsrichter-Assistent wollte es aber anders gesehen haben als die rund 80 Meter entfernte Anhängerschar der Gäste.

    Wie auch immer: Aus der erwähnten Ecke entwickelte sich die Führung des SVE. Zum einen, weil sich niemand für den völlig freien Fabian Zittlau am langen Pfosten interessierte und niemand den heranstürmenden Trierer Innenverteidiger Christoph Buchner auf der Rechnung hatte, der die Zittlau-Ablage an den Fünfmeterraum rigoros verwertete. Nessos: "Da waren wir nicht wach, die eigentlich klare Zuteilung hat überhaupt nicht gestimmt." Der Torschütze konnte sich nicht allzu lange freuen, nach 42 Minuten musste er mit einer Waden- und Sprunggelenksverletzung - so die Einschätzung seines Trainers - das Feld räumen.

    Und auch beim zweiten Einschlag nur 25 Minuten später sah der Koblenzer Coach einen "Stellungsfehler". Damit meinte er wohl den etwas zu weit aufgerückten Rechtsverteidiger Daniel Bartsch. In der guten Absicht, die Lücke zur offensiven Abteilung nicht zu groß werden zu lassen, wurde der Mann mit der Nummer zwei kalt erwischt. Ein hoher und langer Ball über Außen, schon war Christoph Anton enteilt. Bartsch stellte ihn zwar am Eck des Strafraums, den klugen Querpass auf Matthias Cuntz konnte er aber nicht verhindern. Der Rest ist bekannt: Dieter Paucken blieb beim folgenden Gewaltschuss wie angewurzelt auf der Linie stehen, hätte den Einschlag im Winkel aber auch mit keiner nur denkbaren Reaktion verhindern können.

    Knapp 60 Sekunden vor der Pause war das im Prinzip schon die Entscheidung. Denn was zu diesem Zeitpunkt keiner wissen konnte: In den nächsten 45 Minuten schaffte es die TuS viel zu selten, den Gegner in Verlegenheit zu bringen, das ähnelte irgendwie stark an die verkorksten Vorstellungen gegen Offenbach und in Homburg. Auch hier handelten sich die Koblenzer zügig zwei Treffer ein, die Gegenwehr nach dem Wechsel generierte kaum Gefahrenmomente auf der anderen Seite.

    Und so war der Trierer Trainer Roland Seitz natürlich voll des Lobes: "Die Mannschaft hat sich den ersten Heimdreier verdient, es hat alles so funktioniert wie gewünscht. Was ich nicht verstehe: Dass unsere Zuschauer schon beim ersten Querpass, der mal nicht ankommt, direkt nervös werden. Wir sind jetzt seit fünf Spielen ungeschlagen, das ist die richtige Antwort." Den ehemaliger Koblenzer Spieler Lars Bender, der noch drei Tage zuvor das 1:1 bei der SpVgg Neckarelz erzielt hatte, ließ Seitz 90 Minuten lang auf der Bank schmoren, der lapidare Kommentar des Trainers: "Er ist Profi genug, um das zu akzeptieren."

    Sein Pendant nahm die erste Punktspielniederlage seiner Karriere als Trainer relativ gelassen hin: "Die Welt bricht nicht zusammen, wir werden wieder aufstehen." Und zwar spätestens am morgigen Dienstag, denn dann steht das nächste Spiel vor eigenem Publikum gegen den 1. FC Kaiserslautern II auf dem Programm. Der hat soeben den SC Pfullendorf mit 7:0 vom Betzenberg gefegt. Und auch der dann folgende Auswärtsgegner der TuS ließ gewaltig aufhorchen: Der SVN Zweibrücken brachte dem bis dato verlustpunktfreien FSV Mainz 05 II mit 3:2 eine empfindliche Heimniederlage bei. Misst man also allein der jüngsten Statistik eine bedeutende Rolle bei, dann wartet eine äußerst schwierige Woche auf die Koblenzer.

    Von unserem Mitarbeiter

    Bodo Heinemann

    TuS Koblenz
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