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    Koblenz

    Die TuS bleibt auf dem vorletzten Platz hängen

    0:1 (0:1) verloren – das liest sich zunächst einmal wie eine knappe, vielleicht sogar unglückliche Niederlage, die sich die TuS Koblenz am letzten Hinrunden-Spieltag der Fußball-Regionalliga Südwest gegen den SC Freiburg II eingehandelt hat. Diese erste Einschätzung wird unterstützt durch die einführenden Worte von Gästetrainer Iraklis Metaxas: "Gefühlsmäßig hatte ich am Ende noch Angst, dass wir hier nicht die drei Punkte holen."

    Das ging fast ins Auge: Der Freiburger Christopher Jullien trifft hier TuS-Kapitän Daniel Reith im luftigen Zweikampf mit dem Ellenbogen unsanft über der rechten Braue, mit der sich anschließenden Gelben Karte war der Innenverteidiger der Gäste noch gut bedient.  Foto: Wolfgang Heil
    Das ging fast ins Auge: Der Freiburger Christopher Jullien trifft hier TuS-Kapitän Daniel Reith im luftigen Zweikampf mit dem Ellenbogen unsanft über der rechten Braue, mit der sich anschließenden Gelben Karte war der Innenverteidiger der Gäste noch gut bedient.
    Foto: Wolfgang Heil

    Doch bei genauerer Betrachtung muss wohl auch der den Schängeln gesonnene Zuschauer freimütig einräumen, dass der dünne Erfolg der Freiburger definitiv hätte höher ausfallen müssen. TuS-Teamchef Evangelos Nessos wusste nur zu genau, wie er die schmerzhafte Niederlage im Kampf gegen den Abstieg zu werten hatte: "Das, was wir vor allem in der ersten Halbzeit geboten haben, war beschämend. Ich muss mich bei den Zuschauern entschuldigen, die dafür auch noch Geld bezahlt haben."

    Die Bundesliga-Reserve der Breisgauer bestimmte die Begegnung über weite Strecken und ließ eine ganze Reihe an guten Gelegenheiten liegen, das nahm Metaxas missmutig zur Kenntnis: "Das ist unser Manko, dass wir auch aus einer Großzahl an Chancen keine weiteren Tore machen. Wir hatten zwar sehr viel Ballbesitz, haben dabei aber eine gewisse Schläfrigkeit an den Tag gelegt." Innenverteidiger Christopher Jullien pflichtete seinem Chef bei: "Wir hätten hier mit 3:0 oder 4:0 gewinnen können." Der SC-Spieler mit der Nummer fünf konnte aber auch von Glück reden, dass es der Schiedsrichter nach etwas mehr als einer halben Stunde bei einer Gelben Karte beließ, als Jullien dem Koblenzer Kapitän Daniel Reith mit einem Ellbogenstoß eine Wunde über der rechten Augenbraue zufügte. "Das geschah im Kampf um den Ball, es war keine Absicht", gab der Übeltäter später in Englisch reumütig zu Protokoll.

    Das Tor des Nachmittags fiel schon in der neunten Minute: Der Koblenzer Samir Benamar brachte Christos Almpanis, den mit Abstand auffälligsten Akteur der Freiburger, hart hinter der Strafraumgrenze zu Fall. Den verhängten Foulelfmeter verwandelte Daniele Gabriele humorlos, traf damit in dieser Saison bereits zum siebten Mal und verhalf seinen Farben so zum vierten Erfolg in Serie.

    Kurios: Kaum 30 Sekunden zuvor war Benamar auf der Gegenseite mit einem Schrägschuss an SC-Schlussmann Konstantin Fuhry gescheitert. In guter Absicht war der TuS-Spieler mit der Nummer 29 dann nach hinten geeilt, um in der Koblenzer Gefahrenzone schließlich verhängnisvoll erneut ins Geschehen einzugreifen. Nicht nur wegen dieser Szene rückte er in der ersten Halbzeit aus Sicht der Schängel in den Mittelpunkt: Mit einem durchaus schulmäßigen Fallrückzieher (28.) verfehlte er nur knapp das anvisierte Ziel, dann war für ihn 180 Sekunden vor dem Pausenpfiff zur Überraschung vieler die Partie schon beendet.

    Nessos wechselte Benamar aus, der offenkundig nicht verletzt war. Die Begründung lieferte der Koblenzer Teamchef später auf entsprechende Anfrage nach: "Er hat sich genau wie Kevin Steuke nicht an die taktischen Vorgaben gehalten, darunter mussten dann die anderen neun Spieler leiden." Steuke wurde konsequenterweise in der Pause ebenfalls ausgewechselt, für ihn kam Anel Dzaka.

    Diese Wechselspiele waren vielleicht der taktischen Grundordnung zuträglich, brachten aber auch nicht den gewünschten Erfolg: Freiburg diktierte die Begegnung weiter nach Belieben, erst nach geschlagenen 70 Minuten näherten sich die Schängel mal wieder gefährlich dem gegnerischen Tor. Nach einem Freistoß von Dustin Ernst setzte Eldin Hadzic den Ball in aussichtsreicher Position nur in die Wolken. Und auch wenig später (77.) war der Ausgleich möglich, doch Fuhry lieferte nach einem Kracher von André Marx den Leistungsnachweis, warum genau er zwischen den Pfosten des SC-Tores stand. Koblenz warf mit bescheidenen Mitteln weiter alles nach vorne, doch die Freiburger waren einem zweiten Tor permanent näher als die TuS dem Ersten. Keeper Fabrice Vollborn mutierte so zum besten Koblenzer, das bestätigte auch sein Trainer: "Wir können uns bei ihm bedanken, dass wir nicht noch höher verloren haben."

    Nur 899 Zuschauer sahen übrigens die elfte Punktspiel-Niederlage der Koblenzer in dieser Saison. So wenige waren letztmals bei Pflichtspielen in der Oberliga Südwest vor mehr als zehn Jahren zu Gast im Stadion Oberwerth. Und genau dorthin scheint der Weg der TuS nach aktuellem Stand unweigerlich hinzuführen. So etwas mag Werner Hecker als Vereinspräsident zum jetzigen Zeitpunkt verständlicherweise nicht gerne hören: "Wir werden nicht resignieren und kämpfen bis zum Schluss."

    Am Mittwoch müssen sich die Koblenzer der gewiss nicht leichten Rheinlandpokal-Aufgabe beim FC Karbach stellen. Erst am Freitag, 21. November, steigt auf dem Oberwerth das erste Regionalliga-Rückrundenspiel gegen den FC Astoria-Walldorf im Kampf um den Klassenverbleib.

    Von unserem Mitarbeiter

    Bodo Heinemann

    TuS Koblenz
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