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Idar-Oberstein

SC Idar-Oberstein: Murat Yasar schwärmt von Rot Weiß Koblenz

Sascha Nicolay

Noch ist offen, ob der SC Idar-Oberstein den TuS Rot Weiß Koblenz am Samstag (15.30 Uhr) im heimischen Haag auf Naturrasen im Stadion empfängt oder auf dem Kunstrasen daneben. Doch egal wo, SC-Trainer Murat Yasar erwartet ein Duell auf Augenhöhe. Eine Einschätzung, die die Tabelle der Fußball-Oberliga untermauert. Es treffen Nachbarn aufeinander. Der SC ist Achter mit 32 Punkten, Koblenz rangiert als Neunter mit 31 Zählern.

Die Ausgangslage

André Thom pustet die Backen auf. Trotz allen Einsatzes des Kapitäns reichte es für den SC Idar-Oberstein nicht zum Punktgewinn beim 1. FC Kaiserslautern II. Das soll am Samstag anders werden. Der SC empfängt Rot Weiß Koblenz und peilt den ersten Dreier des Jahres 2018 an.  Foto: 1. FC Kaiserslautern
André Thom pustet die Backen auf. Trotz allen Einsatzes des Kapitäns reichte es für den SC Idar-Oberstein nicht zum Punktgewinn beim 1. FC Kaiserslautern II. Das soll am Samstag anders werden. Der SC empfängt Rot Weiß Koblenz und peilt den ersten Dreier des Jahres 2018 an.
Foto: 1. FC Kaiserslautern

Beide Mannschaften halten sich im Mittelfeld des Tableaus auf, ohne Chance nach ganz oben und eigentlich auch mit genügend Abstand zu den bis zu sechs Abstiegsrängen. Für Yasar ist das aber eine trügerische Sicherheit. Gebetsmühlenartig weist der Idarer Coach immer darauf hin, dass sein Team nach wie vor um den Klassenverbleib kämpft. „Wir müssen jetzt fleißig Punkte sammeln, um wirklich nicht in Schwierigkeiten zu geraten.“ Yasars Einschätzung ist durchaus nachvollziehbar, denn die Idarer Bilanz aus den vergangenen sieben Punktspielen ist mäßig. Zwei Siege nur verbuchte der SC in diesem Zeitraum. Allerdings handelte sich der SC vier der fünf Niederlage gegen die Top-Vier ein – zuletzt am vergangenen Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern II. Außerdem ist die Bilanz von sechs Zählern knapp besser als jene von Koblenz im gleichen Zeitraum. Rot Weiß verlor zwar „nur“ viermal, verbuchte aber auch lediglich einen Sieg und sammelte fünf Punkte. Yasar interessiert diese Bilanz übrigens kaum. „An sechs dieser sieben Spiele kann ich mich kaum erinnern, so lange sind die her“, lacht er und stellt klar: „Für mich zählt nur 2018, und da haben wir unglücklich in Kaiserslautern verloren. An die zweite Hälfte dort müssen wir am Samstag gegen Koblenz anknüpfen.“

Der Gegner

Es ist selten, dass Yasar bei einem Kontrahenten derart ins Schwärmen gerät wie das bei Rot Weiß Koblenz der Fall. Der SC-Coach ist von der Mannschaft von Trainer Fatih Cift ehrlich beeindruckt, wohl auch, weil die Koblenzer Spielweise seiner eigenen Philosophie sehr nah kommt. Geradezu hymnisch beschreibt Yasar die Rot Weißen als „spielerisch sehr stark“, als ein Team, das „fast ohne lange Bälle auskommt“, das „Tempo drin hat“, das „variantenreich kickt“ und „brutalst gefährliche Standards schießt“. Yasar sagt: „In meinen Augen müsste Koblenz viel weiter vorne platziert sein.“ Die Einschätzung des SC-Trainers dürfte im krassen Gegensatz zur Erwartungshaltung im Haag stehen. „Ich weiß, bei uns im Umfeld wird dieser Gegner sicher in die Kategorie 'muss man schlagen' eingestuft“, seufzt Yasar, der vor allem die fehlende Konstanz und eine gewisse Abschlussschwäche als Makel bei den Gästen ausgemacht hat. Wegen der Spielstärke der Koblenzer hofft Yasar übrigens, dass die Partie im Stadion und nicht auf dem Kunstrasen ausgetragen wird. „Obwohl wir auf Kunstrasen auch ganz gut sind, kommt dieser Belag den Koblenzern total entgegen“, sagt Yasar.

Das Hinspiel

2:0 gewann der SC Idar-Oberstein in Koblenz und feierte seinen ersten Auswärtssieg. Andy Forster verletzte sich beim Warmmachen, und Timo Furtwängler kam zu seinem Debüt im Oberligator des SC. „Er hat das damals super gemacht“, erinnert sich Yasar. Justus Klein und André Thom erzielten die Tore.

Ausfälle beim SC

Torwart Andreas Forster und Innenverteidiger Christoph Schunck können wegen der gleichen Verletzung nicht spielen. Beide haben sich einen Innenbandriss im Knie zugezogen. „Jahrelang hatten wir keine Kniegeschichte, jetzt haben wir anscheinend die Seuche“, sagt Yasar. Immerhin hat sich bei Schunck die größte Sorge nicht bestätigt. Der Routinier hat keinen Kreuzbandriss, wie viele nach seinem Ausscheiden beim 1. FC Kaiserslautern II befürchtet hatten. Trotzdem ist sein Ausfall ein herber Verlust. „Er ist ein ganz wichtiger Mann für uns, der in der Form seines Lebens ist“, bestätigt Yasar, der außerdem noch einmal auf den gesperrten Michael Komarov verzichten muss.

Weitere Personalien beim SC

Alexander Davidenko, der in Kaiserslautern wegen Knieproblemen und Grippe geschont wurde, kehrt genauso in den Kader zurück wie Dennis Schröder, der beim FCK aus beruflichen Gründen passen musste. Eigenwerbung in der zweiten Mannschaft betrieben Florian Galle und Tim Oberländer beim 5:1-Sieg gegen den FCV Merxheim. „Es ist gut zu wissen, dass Flo wieder in Schwung kommt“, sagt Yasar, ehe er Tim Oberländer lobt: „Tim ist ganz nah an der Mannschaft.“

Seinen Vertrag beim SC verlängert hat Tim Hulsey, und Yasar ist froh darüber: „Er hatte eine überragende Vorbereitung, die ihm im Sommer ein bisschen gefehlt hat“, sagt der Coach und betont: „Tim bringt zusammen mit Christian Henn immer ein bisschen Gift ins Spiel. Auch das braucht man, um erfolgreich zu sein. Tatsächlich bot Hulsey in Kaiserslautern eine starke Vorstellung. Die FCK-Jungprofis Dylan Esmel und später Nicklas Shipnowski zogen grundsätzlich den Kürzeren, wenn sie mit dem Ex-Kapitän von Eintracht Bad Kreuznach ins Duell mussten.

Auf der Bank in Kaiserslautern nahm Nico Adami Platz. Der Torwart hat Yasar nachhaltig beeindruckt. „Als wir ihn nach der Verletzung von Andy Forster gefragt haben, ob er uns aushilft, hat er überhaupt nicht groß verhandelt, sondern nur gefragt 'wann soll ich wo sein'“, erzählt der SC-Trainer, der feststellt: „Nico ist körperlich in guter Verfassung und jederzeit einsatzbereit.“

Gleichwohl spielt auch gegen Rot Weiß Koblenz Christopher Bleimehl im Tor, den Yasar gerade erst zur neuen Nummer eins des SC Idar-Oberstein befördert hat.

Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

SC Idar-Oberstein und TSG Idar-Oberstein machen im Jugendbereich gemeinsame Sache

Zusammengeschlossen haben sich der SC Idar-Oberstein und die TSG Idar-Oberstein bei den ältesten Jahrgangsstufen im Jugendbereich. Bei den B-Junioren wollen die beiden Vereine eine Jugendspielgemeinschaft eingehen, die unter JSG TSG Idar-Oberstein am Spielbetrieb teilnehmen soll. In der A-Jugend geht die neue JSG allerdings als SC Idar-Oberstein an den Start, denn in der Verbandsliga, wo der SC angesiedelt ist, sind Jugendspielgemeinschaften nicht erlaubt.

„Durch den Zusammenschluss können wir in zwei Altersklassen vier Mannschaften bilden. Dadurch ist gewährleistet, dass alle Jugendlichen Fußball spielen können“, erklärt Jens Moosmann, der Jugendleiter des SC Idar-Oberstein und ergänzt: „Wenn beide Vereine alleine weitergemacht hätten, hätte das nicht funktioniert.“ Sicher ist, dass die künftige JSG TSG Idar-Oberstein im B-Juniorenbereich zwei Mannschaften stellen wird, die von Andreas Bill, Markus Kunz und Hans-Joachim Späth trainiert werden. Im A-Junioren-Bereich soll es ebenfalls zwei Teams geben. Tomasz Kakala bleibt Coach der „ersten“ Mannschaft, TSG-Jugendleiter Oliver Hebel soll die zweite übernehmen.

Hebel erklärt die Beweggründe für die Zusammenarbeit mit dem SC folgendermaßen: „Wir hätten in der kommende Runde alleine sowohl in A- als auch B-Jugend zu wenig Spieler gehabt. Eine B-Jugend hätten wir nicht melden können, weil niemand aus der C-Jugend nachwächst. Das ist bei uns ein toter Jahrgang. Wir hätten also nur eine A-Jugend an den Start bringen können, in der dann natürlich auch B-Jugendliche aufgelaufen wären. Die Konsequenz wäre gewesen, dass wir Spieler verloren hätten. Die Zusammenarbeit mit dem SC gewährleistet, dass alle unsere Jugendlichen in der kommenden Saison kicken können, und das ist das Wichtigste.“ Hebel wird eine wichtige Funktion bei diesem Jugendzusammenschluss übernehmen. Der TSG-Jugendleiter soll als Koordinator im A- und B-Jugendbereich Moosmann entlasten.

Der SC-Jugendleiter ist über die Einigung mit der TSG sehr froh. Er erklärt: „Damit arbeiten wir mit drei weiteren Vereinen in der Stadt zusammen. Moosmann verweist dabei auf die Kooperation mit dem Bollenbacher SV und auf den VfL Algenrodt, der bei der TSG mit im Boot ist. Der SC-Jugendleiter betont, dass diese Zusammenarbeit gewährleiste, sowohl die Spitze zu fördern als auch die Breite nicht zu vernachlässigen.

Auf die kritische Nachfrage, warum der SC und die TSG statt zwei gemeinsamen Teams in jeder Altersklasse nicht jeweils eine eigenständige Mannschaft an den Start bringen, erklärt Moosmann: „Wir müssten dann einem Verein den Leistungsbereich zuweisen. Schwächere Spieler müssten danach den Verein wechseln. Wir haben bei uns nachgefragt und erfahren, dass das die meisten unserer Spieler nicht mitmachen würden.“ Auch Hebel macht deutlich: „Wir haben die Entscheidung über das Zusammengehen mit dem SC unseren Spielern überlassen und in einer Jugendversammlung darüber abstimmen lassen.“ sn

SC Idar-Oberstein
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