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    Idar-Oberstein

    Christoph Schunck köpft den SC Idar-Oberstein in doppelter Überzahl zum ersten Sieg der Saison

    Mit zwei Spielern mehr auf dem Feld hat sich der SC Idar-Oberstein seinen ersten Sieg in der laufenden Fußball-Oberligasaison erkämpft. Gegen Mitaufsteiger FV Engers gewann die Mannschaft von Trainer Murat Yasar 2:0 (0:0), benötigte aber dabei die Hilfe beider Torleute.

    Der Ball ist schon nicht mehr zu sehen und auf dem Weg ins Tor. Gerade hat sich Christoph Schunck (Zweiter von rechts) gegen den zu zögerlichen FVE-Torwart Dieter Paucken durchgesetzt.  Foto: Joachim Hähn
    Der Ball ist schon nicht mehr zu sehen und auf dem Weg ins Tor. Gerade hat sich Christoph Schunck (Zweiter von rechts) gegen den zu zögerlichen FVE-Torwart Dieter Paucken durchgesetzt.
    Foto: Joachim Hähn

    Dieter Paucken ist ein Klassemann zwischen den Pfosten. Das stellte der Torhüter des FV Engers auch 85 Minuten lang im Idarer Haag mit mehreren Glanztaten unter Beweis. Er hielt lange so gut, dass sich FVE-Trainer Sascha Watzlawik sogar ausdrücklich bei ihm bedankte und feststellte: „Er hat einen sehr guten Job gemacht. Doch dann patzte Paucken entscheidend. Bei einem Eckball von Justus Klein von der rechten Seite verließ er zu unentschlossen seine Torlinie und verlor so das Luftduell gegen SC-Innenverteidiger Christoph Schunck, der zum 1:0 einköpfte und einen Jubelschrei der Freude, aber noch mehr der Erleichterung beim SC-Anhang auslöste. „Nach zwei Niederlagen zum Auftakt hatten wir schon Druck“, bekannte SC-Coach Yasar. Und dieser Druck des Gewinnenmüssens verstärkte sich noch, als der FV Engers in Unterzahl geriet.

    Erst erwischte es Yannick Finkenbusch mit einer berechtigten Gelb-Roten Karte (53.), und genau 20 Minuten später musste Manoel Splettstößer nach einem rustikalen Zweikampfeinsatz mit Rot vom Platz (73.). Eine zu harte Entscheidung übrigens von Schiedsrichter Tobias Hauer, Gelb hätte es da auch getan. Das fand übrigens auch FV-Trainer Sascha Watzlawik, der zugleich die Gelb-Rote Karte gegen Finkenbusch als berechtigt einstufte. Der Engerser war Sekunden vor dem Pausenpfiff verwarnt worden und hatte dann SC-Kapitän André Thom gelegt. „Dieser Platzverweis hat mich geärgert. 'Finke' ist so ein erfahrener, guter Junge, dass er sich da geschickter hätte aus der Affäre ziehen können“, sagte Watzlawik, ehe er seiner Mannschaft „ein Riesenkompliment“ für die leidenschaftliche Abwehrarbeit in doppelter Unterzahl machte.

    Forsters Knie verhindert Ausgleich

    Und damit nicht genug. Nach dem Rückstand warf der FV Engers alles nach vorne. Trotz seiner Überzahl wackelte der SC in den Schlussminuten bedenklich – und in der 89. Minute stand Faisal Aziz plötzlich vier Meter vor dem Tor alleine vor Andreas Forster.

    Der SC-Keeper hatte bis dahin nicht besonders viel zu tun gehabt und bei eins, zwei Flanken sogar wackelig gewirkt. Doch in dieser 89. Minute war Forster voll da, machte sich vor Aziz groß und parierte den Schuss aus nächster Nähe. „Mit dem Knie“, verriet er später. Seine Großtat rettete dem SC den Dreier. In der Nachspielzeit machte ihn der eingewechselte Felix Ruppenthal perfekt, als Paucken bei einem letzten Freistoß für den FV Engers mitstürmte. Ein Foul der Gäste beendete die Möglichkeit, und Christian Henn schaltete schneller als alle anderen, als er den anschließenden Freistoß von der eigenen Torauslinie lang nach vorne in den Lauf des pfeilschnellen Ruppenthal schoss. Der Neuzugang aus Baumholderer rannte dann auch auf und davon und traf zum 2:0 ins leere Tor (90.+3). „Ich bin froh, dass wir jetzt endlich in der Oberliga angekommen sind“, stellte SC-Coach Yasar klar und ergänzte: „Die drei Punkte waren wichtig. Vielleicht bekommen wir jetzt die Leichtigkeit, die uns bisher gefehlt hat.“

    SC agiert, FVE verteidigt

    Doppelte Überzahl, ein spätes Tor nach einem Fehler des gegnerischen Schlussmanns und eine Großtat des eigenen Keepers – das hört sich doch stark nach einem höchst glücklichen Sieg für den SC Idar-Oberstein an. Diese Einschätzung ist nicht falsch, aber sie verrät nur die halbe Wahrheit. Letztlich war der Sieg nämlich auch klar verdient. Verdient deshalb, weil der SC etwas für die drei Punkte investierte, er die Mannschaft war, die agierte und die erkennbar auch auf Torejagd war. Der FV Engers dagegen reagierte hauptsächlich und war in erster Linie auf Torverhinderung bedacht. „Für ein gutes Fußballspiel müssen immer zwei Mannschaften mitspielen“, sagte Yasar später.

    Engers spielte im Haag jedenfalls nicht mit, sondern verteidigte und suchte sein Heil in langen Bällen und dem einen oder anderen Standard. Allerdings machten die Gäste damit dem SC das Leben schwer. Den Idarern fehlten Tempo, Spielwitz, Wucht und Entschlossenheit. Und so sahen die 420 Zuschauer gerade im ersten Abschnitt eine zähe Partie. Die Gäste bedrohten in Minute 14 mit zwei gefährlichen Eckbällen von Noel Schlesiger und Finkenbusch das SC-Tor, während die Gastgeber neben zwei Halbchancen nur in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einem Treffer nah waren. Tim Hulsey scheiterte nach Freistoß von Thiago und Kopfballvorlage von Henn am reaktionsschnellen Paucken (45.+1).

    Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie dann besser. Der SC hatte sofort eine gute Gelegenheit, als der gute Florian Galle abzog, aber Paucken parierte (47). In den folgenden sechs Minuten bis zur Gelb-Roten Karte gegen Finkenbusch agierte Engers mutiger. Vier Ecken in Serie und eine Schusschance für Giovani Lubaki (49.) waren die Folge. Der Angriffsschwung der Gäste erlahmte aber nach dem ersten Platzverweis, während der SC jetzt drückte und Paucken in den Mittelpunkt rückte. Der Schlussmann parierte bärenstark im Mann-gegen-Mann-Duell mit Galle (57.) und stand bei Schuncks Kopfball kurz darauf goldrichtig (59.). Anschließend bemühte sich der SC weiter, hatte aber auch dann kaum noch eine Torchance als der zweite Engerser vom Platz gestellt wurde. „Dann braucht man halt mal einen Standard als Dosenöffner“, sagte Yasar – und einen Torwartfehler, möchte man ergänzen...

    Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

    Zwei Wechsel von Murat Yasar sitzen

    Idar-Oberstein. Das Murren auf der Tribüne war unüberhörbar, als Murat Yasar seinen ersten Wechsel vollzog. Der Trainer des SC Idar-Oberstein nahm in der 65. Minute Florian Galle heraus und schickte statt seiner Lucas da Silva in den Angriff. Tatsächlich überraschte die Entscheidung, denn Galle war bis dahin gut im Spiel und zweifellos der gefährlichste SC-Akteur. „Ich wollte mit Lucas einen neuen Impuls setzen, gerade wegen seines starken Körpers, seiner Wucht“, erklärte Yasar nachvollziehbar. Allein, die Maßnahme verpuffte. Lucas konnte sich nicht durchsetzen und verzeichnete keinen Torschuss. Erkennbar nicht in Form ist auch ein zweiter Brasilianer im SC-Kader. Bei Alex läuft es nicht. Der glänzende Techniker gewinnt kaum einen Offensivzweikampf, bleibt bei Dribblings hängen und kommt ebenfalls kaum zum Abschluss. Trotzdem ließ ihn Yasar durchspielen.

    Mit seinen beiden anderen Wechseln lag Yasar übrigens mal wieder goldrichtig. Zunächst brachte er Felix Ruppenthal für den zwar engagierten, aber fehlerhaft agierenden Thiago. Mit Ruppenthal hatte der SC viel mehr Tempo und Zug im Spiel. Zudem gelang dem Ex-Baumholderer sein erster Pflichtspieltreffer in der Oberliga. Auch der zweite Joker stach. Justus Klein kam für Tim Hulsey und bereitete prompt die Führung per Eckstoß vor. Zuvor hatte André Thom die Idarer Ecken getreten, doch ohne Erfolg und Gefahr. Und so beauftragte der Kapitän den Youngster – mit Erfolg. Kleins zweite scharf getretene Ecke fand Christoph Schunck, der zum 1:0 traf. sn

    SC Idar-Oberstein
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