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Altenkirchen

Dem SV Windhagen fehlt die Einstellung

Für den SV Windhagen geht es in der Fußball-Rheinlandliga weiter bergab. Auch bei der SG Neitersen/Altenkirchen war das Team von Trainer Labinot Prenku weitgehend chancenlos und blieb beim 0:3 (0:1) zum Abschluss der Hinrunde ohne Punkte. Die Gastgeber bauten ihre Serie auch sechs Siege in Folge aus. „Wir haben die Aufgabe heute gut gelöst und sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden“, sagte SG-Trainer Maik Rumpel nach dem Spiel und lobte: „Es ist schon beeindruckend, was die Mannschaft in diesen Wochen leistet.“

Die Windhagener Rettungsversuche kommen zu spät – Neitersens Stefan Peters (rechts) kann gleich seinen Treffer zum 2:0 bejubeln.  Foto: byJogi
Die Windhagener Rettungsversuche kommen zu spät – Neitersens Stefan Peters (rechts) kann gleich seinen Treffer zum 2:0 bejubeln.
Foto: byJogi

Bereits in den ersten zehn Minuten hatten die Hausherren zwei gute Möglichkeiten zu verzeichnen. André Fischer scheiterte aber jeweils an Windhagens Schlussmann Julian Schmitz (2., 9.). Danach kamen die ansonsten über weite Strecken harmlosen Gäste zu ihren beiden besten Chancen. Armando Grau setzte sich gegen Markus Wiemer durch und legte ab für Matthias Metzen, dessen Schuss SG-Keeper Constantin Redel abwehrte (16.). Und auch eine Minute später war Redel auf dem Posten, als seine Vorderleute Pawel Klos zum Abschluss kommen ließen. Auf der anderen Seite hatte Fischer im dritten Anlauf Erfolg. Erneut zog er von links in den Strafraum und schloss diesmal erfolgreich zum 1:0 ab (20.).

Mit einem Doppelschlag machten die Wiedbachtaler und Kreisstädter nach der Pause schnell alles klar. Einen Eckball von Julian Molzberger verteidigte Windhagen äußerst schlecht, sodass Stefan Peters per Kopf das 2:0 erzielte (50.). Kurz darauf vertändelte der eingewechselte Robin Heßler den Ball gegen Florian Dietz, der anschließend freie Bahn hatte und den Ball überlegt im rechten Eck versenkte (57.). Die Hausherren schalteten fortan einen Gang zurück. Dennoch hatten sie kaum Mühe, hinten die Null zu halten, da dem SV nichts einfiel, um die Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

„Das war gar nichts“, fand der maßlos enttäuschte SV-Spielertrainer Labinot Prenku hinterher klare Worte. „Wir setzen nichts um von dem, was wir trainieren und von dem, was ich mir überlege, wie wir da unten raus kommen können. Neitersen war viel giftiger und aggressiver, das müssten wir angesichts unserer Tabellensituation eigentlich sein. Das hat auch nichts mit fußballerischem Können zu tun, sondern ist eine Einstellungssache. Vielleicht hat der eine oder andere auch schon mit der Saison abgeschlossen.“

Tröstende Worte fand sein Gegenüber Maik Rumpel, unter dem Prenku einst in dessen erster Amtszeit als Trainer in Neitersen spielte. „Ich wünsche Labinot, dass sie jetzt vielleicht auch mal eine Serie starten. Sie verkaufen sich derzeit unter Wert“, gab Rumpel seinem Trainerkollegen und ehemaligen Schützling mit auf den Weg.

Von unserer Mitarbeiterin Désirée Rumpel

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