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    Müden verschenkt beim 3:3 eine 3:0-Führung

    Was für ein Comeback: Die SG Mengerschied/Unzenberg/Sargenroth lag in der Fußball-Bezirksliga Mitte nach 42 Minuten hoffnungslos mit 0:3 gegen die SG Müden/Treis-Karden/Moselkern zurück. 26 Minuten später stand es 3:3. So blieb es bis zum Schlusspfiff.

    Kurioser Kick in Mengerschied: Gast SG Müden/Treis-Karden/Moselkern (in Rot mit Torschütze Carsten Konzer) führte nach 40 Minuten hochverdient bei Steven Tittels SG Mengerschied/Unzenberg/Sargenroth mit 3:0 – und durfte am Ende froh sein, dass die Begegnung 3:3 endete. Foto: B&P Schmitt
    Kurioser Kick in Mengerschied: Gast SG Müden/Treis-Karden/Moselkern (in Rot mit Torschütze Carsten Konzer) führte nach 40 Minuten hochverdient bei Steven Tittels SG Mengerschied/Unzenberg/Sargenroth mit 3:0 – und durfte am Ende froh sein, dass die Begegnung 3:3 endete.
    Foto: B&P Schmitt

    Prominenter Gast in Mengerschied: Petrik Sander, Trainer des Regionalligisten TuS Koblenz, spionierte in seinem Auto sitzend die SG Müden aus. Die Moselaner sind am morgigen Dienstag um 19.30 Uhr in Treis-Karden der Rheinlandpokal-Gegner der TuS. Nach 40 Minuten und beim Stand von 3:0 für Müden fuhr Sander nach Hause. Er wird sich stark gewundert haben, als er vom Endergebnis von 3:3 erfahren hat.

    Sander sah 40 Minuten lang hoch überlegene Müdener, es war mehr als ein Klassenunterschied auf dem Rasen in Mengerschied. „Wir haben 40 Minuten überragend gespielt“, meinte Gäste-Trainer Andreas Oberreiter: „Mengerschied hatte gar keinen Zugriff.“ Nach 17 Minuten eröffnete Carsten Konzer den anfänglichen Torreigen: Nico Wellems hatte sich toll über links durchgesetzt, seinen überlegten Rückpass musste Konzer nur noch einschieben. Beim 2:0 für Müden half die zu Beginn völlig indisponierte Mengerschieder Abwehr kräftig mit. Einen Eckball von Marc Thönnes bekamen die Platzherren einfach nicht geklärt, Michael Freiwald schoss aus Nahdistanz zum 2:0 ein. Freiwald war es auch, der sich in der 36. Minute klasse durchtankte, Markus Thönnes bediente, der mit einem Flachschuss ins lange Eck Keeper Christopher Spreyer keine Chance ließ.

    3:0 für Müden, von Mengerschied gar nix zu sehen, was sollte da noch passieren? Alles. „Einige haben wohl gedacht, jetzt können wir uns für das Pokalspiel gegen die TuS schonen, das ging dem einen oder anderen bestimmt durch den Kopf, und wir haben das Spiel aus der Hand gegeben“, meinte Oberreiter. Als Anführer der Aufholjagd schwangen sich die Mengerschieder Christoph Braun und Niklas Bast auf. Nach 42 Minuten flankte Braun auf den Kopf von Bast – nur noch 1:3. Fast mit dem Pausenpfiff scheiterte Braun am Müdens Keeper Florian Bauer, den Abpraller versenkte wiederum Bast zum 2:3 (45.). Der linke Mittelfeldspieler wird erst in wenigen Tagen 18 Jahre alt, nun stehen schon zwei Bezirksliga-Tore innerhalb von drei Minuten auf seinem Konto. „Ich habe zweimal richtig gestanden“, lachte Bast: „Wir haben eine super Moral gezeigt nach dem 0:3.“

    Das war der Tenor nach Abpfiff auch bei Mengerschieds Ältestem, dem 35-jährigen Spielertrainer Braun: „Unsere Mentalität ist bekannt, wir geben uns auch nach einem 0:3 nicht verloren.“ Braun ersetzte den urlaubenden Torjäger Daniel Georg als einzige Sturmspitze und machte seinen Job prima. Auch das 3:3 durch Lars Herrmann nach 68 Minuten bereitete Braun, der sich immer wieder gegen die junge Müdener Defensive durchsetzte, vor. Herrmann ließ noch zwei Mann aussteigen und traf zum umjubelten 3:3.

    Zwei Minuten später forderten die Mengerschieder Elfmeter, Braun war gefallen. Aber der Schiedsrichter Joel Macziek zeigte Braun Gelb wegen einer Schwalbe. „Das war auch kein Elfmeter“, meinte Braun: „Ich bin aus dem Tritt gekommen und über Torwart Bauer gefallen.“ Noch zweimal hieß das Duell Braun gegen Bauer, der Müdener Torwart entschied die Eins-gegen-Eins-Situationen beide Male für sich (83., 90.+3). „Ich bin zwiegespalten“, sagte Braun: „Wenn man ein 0:3 aufholt, und 3:3 spielt, sollte man zufrieden sein. Aber nach den Chancen am Schluss muss ich sagen, vielleicht haben wir zwei Punkte verschenkt.“

    Sein Gegenüber Oberreiter kommentierte das kuriose Match nüchtern: „Wir waren in der ersten Halbzeit besser, Mengerschied in der zweiten. Das 3:3 ist das gerechteste Ergebnis.“ Aber auch ihm war nicht entgangen, wie stark seine Mannschaft abgebaut hatte – und das 47 Stunden vor dem Pokal-Highlight gegen Koblenz. Nur zwei Chancen durch Joker Christopher Angsten (79., 90.) verbuchte Müden nach dem Seitenwechsel. Auf dem immer schlechter werdenden Rasen ließen die Moselaner fast alle ihre Kräfte. „Die Jungs sind kaputt, wir müssen aber jetzt schnell regenerieren, damit wir gegen Koblenz am Dienstag keine schweren Beine haben“, sagte Oberreiter.

    Für die Mengerschieder gab es viele Schulterklopfer. „Tolle Moral“ hieß es allerorten. Vor allem Youngster Bast wurde gehuldigt. Der 17-jährige Tordebütant strahlte: „Den Punkt haben wir uns redlich verdient.“

    Michael Bongard

    SG Mengerschied/U./S. - SG Müden/Treis/Mo. 3:3 (2:3)

    Mengerschied: Spreyer – Kaiser, Tittel, Schneberger (90. Tralles), Caspar – Pink, Wickert (13. Kaspar), Steffens, Herrmann, Bast – Braun.

    Müden: Bauer – Brachtendorf (74. B. Mono), M. Mono, Wellems (66. Angsten – Breitbach, Konzer, Marc Thönnes, Freiwald, Windheuser – Schlüter (80. J. Thönnes), Markus Thönnes.

    Schiedsrichter: Joel Macziek (Klingelbach).

    Zuschauer: 115.

    Tore: 0:1 Konzer (17.), 0:2 Freiwald (26.), 0:3 Markus Thönnes (36.), 1:3 und 2:3 Bast (42., 45.), 3:3 Herrmann (68.).

    Nächste Aufgabe für Müden: am Dienstag (19.30 Uhr) in der 3. Runde des Rheinlandpokals in Treis-Karden gegen TuS Koblenz.

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