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Braunshorn

Braunshorn: Metternich ist zu stark

Sina Ternis

„Man hat gesehen, dass die eine Mannschaft (Metternich) aufsteigen und die andere Mannschaft (Braunshorn) nicht absteigen will.“ Treffender hätte Trainer Mirko Bernd die Partie zwischen seiner SG Braunshorn/Hausbay-Pfalzfeld/Bickenbach und dem FC Metternich nicht zusammenfassen können. Am Ende des SG-Debüts in der Fußball-Bezirksliga Mitte stand eine 0:2-Niederlage, die absolut gerechtfertigt war.

Braunshorn um Alex Merg (links) kam nur selten an den Metternichern vorbei, im ersten Bezirksligaspiel der SG-Geschichte stand am Ende ein gerechtes 0:2.  Foto: Wolfgang Schmidt
Braunshorn um Alex Merg (links) kam nur selten an den Metternichern vorbei, im ersten Bezirksligaspiel der SG-Geschichte stand am Ende ein gerechtes 0:2.
Foto: Wolfgang Schmidt

Zehn Minuten lang brauchten die Gäste aus dem Koblenzer Stadtteil, um sich an den trockenen, harten und holprigen Rasen zu gewöhnen. „Ich hatte schon ein paar Bedenken, als ich den Platz gesehen habe“, meinte Gäste-Coach Dominik Treis. In der Anfangsphase schienen diese Bedenken auch durchaus ihre Berechtigung zu haben. Braunshorn präsentierte sich auf Augenhöhe und sehr stark und konzentriert in den Zweikämpfen, leistete sich aber schon da zu viele Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung.

Das war vor allem deshalb immer gefährlich, weil Metternich bei Ballgewinn sehr schnell umschaltete. So auch beim 0:1, als Simon Wagner Tobias Lommer bediente, der alleine aufs Tor zulief und den Ball nur noch ins lange Eck schieben musste (12.). Von da an kamen die Gäste immer besser ins Spiel, wirkten gedanken- und handlungsschneller, aggressiver in den Zweikämpfen und auch einfach abgebrühter. Vor allem im Mittelfeld gewannen die FC-Akteure die entscheidenden Bälle und verhinderten so auch konsequent, dass Braunshorn sich überhaupt einmal gefährlich vor das gegnerische Tor kombinieren konnte.

Metternich im Gegenzug tat das immer wieder: In der 26. Minute bediente Dennis Stiefenhöfer den schnellen Paul Föhl mit einem Diagonalball, doch der scheiterte aus halbrechter Position. Fünf Minuten später verpasste Carsten Wans nach Pass von Föhl um eine Fußspitze das 2:0. In der 40. Minute kam dann Lommer einen Tick zu spät. „Wir haben es im Prinzip schon in der ersten Hälfte verpasst, die Führung auszubauen“, monierte Treis.

Das tat sein Team aber direkt nach Wiederanpfiff. Föhl, über den nahezu jeder Metternicher Angriff lief, belohnte seine starke Leistung mit einem Treffer – und nach einem wunderschönen Solo. Aus 16 Metern zog er schließlich ab, der Ball flog von der Unterkante der Latte ins Tor (47.).

Anschließend verflachte das Spiel ein wenig. Metternich wähnte sich in Sicherheit. Braunshorn war zwar bemüht, ohne allerdings wirklich Akzente nach vorne setzen zu können. Es blieb dabei, dass der FC immer einen Schritt schneller war – und damit einen Großteil der zweiten Bälle gewann. „Ich hatte das Gefühl, dass wir zwischen der 65. und 75. Minute und ein, zwei Umstellungen ein wenig am Drücker waren. Wenn wir da ein Tor machen, kommen wir vielleicht zurück, aber insgesamt war es natürlich klar verdient für Metternich“, so Bernd. Doch dazu war seine Mannschaft nicht zwingend genug. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich nicht eine Möglichkeit erarbeiten können. Die Gäste wären da deutlich im Plus: Lommer prüfte Waldemar Tews im Braunshorner Kasten mit einem Schuss aus 18 Metern (61.). Dann überwand Lommer Tews, doch Kevin Praß rettete für seinen schon geschlagenen Keeper auf der Torlinie (73.). Es dauerte bis zur Schlussphase, ehe Braunshorn überhaupt einmal im Ansatz Gefahr ausstrahlte: Nach einer Hereingabe von Alex Merg traf Darvin Erdle den Ball nicht richtig (76.). Ähnlich ging es dem eingewechselten Ilja Heizmann, der eine Flanke von Felix Frick nicht optimal verwerten konnte (83.). „Da wartet noch viel Arbeit auf Mirko“, meinte einer der Zuschauer. Bernd selbst sieht das ein wenig differenzierter: „Wir wussten, dass Handlungsschnelligkeit und Passgenauigkeit die Themen sind, die uns beschäftigen werden. Wir brauchen solche Spiele wie heute, um zu lernen.“

Von unserer Mitarbeiterin Sina Ternis

SG Braunshorn/Hausbay-Pf./Bickenb. - FC Metternich 0:2 (0:1)

Braunshorn: Tews – Merg, Wickert, S. Stroschein, Praß, Erdle, Link, Morin (66. Heizmann), Wagner, Leidig, Kneip (20. Frick).

Metternich: Gerharz – Kühl-Decker, Wans (78. Weis), D. Stiefenhofer, Öllinger, Wagner, Lommer (85. Toumpan), Föhl, Simsek, Schneid, M. Stieffenhofer.

Tore: 0:1 Lommer (12.), 0:2 Föhl (47.).

Schiedsrichter: Marco Schiry (Gornhausen); Zuschauer: 260.

Beste Spieler: Praß, Wagner – Lommer, D. Stiefenhofer.

Nächste Aufgabe für Braunshorn: am Sonntag (14.30 Uhr) bei Cosmos Koblenz.

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