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Cochem

Bei Müden und Vordereifel gilt: Es ist alles reine Kopfsache

Zwei wichtige Auswärtsspiele stehen für die beiden Fußball-Bezirksligisten aus dem Kreis Cochem-Zell an. Aus ganz verschiedenen Gründen.

SG Gönnersdorf – SG Müden/Treis-Karden/Moselkern (Sa., 17.15 Uhr). Ab jetzt heißt es für den Tabellenachten Müden: alles Kopfsache. Die Höhepunkte im Rheinlandpokal mit dem Weiterkommen gegen Rheinlandligist Mendig und dem Ausscheiden vor 900 Zuschauern daheim gegen Regionalligist Koblenz sind vorüber. Danach kam noch das Duell mit Spitzenreiter Ahrweiler. Auch das ist gelaufen, 0:3 hieß es am Ende. „Wir müssen das jetzt alles abhaken und wieder in den Alltag reinkommen“, sagt Müdens Spielertrainer Andreas Oberreiter, „die Wochen haben viel Kraft gekostet, jetzt müssen wir uns wieder Woche für Woche neu konzentrieren. In Gönnersdorf war es für uns nie einfach, wir müssen sehen, dass wir wieder unsere Leistung abrufen. Vielleicht können wir mal eine kleine Erfolgsserie starten.“ Die ist nötig, denn der Abstand zum Ersten Ahrweiler (19 Punkte) ist größer als der Vorsprung auf den Letzten Cosmos (0 Punkte). Also hat Müden nach Adam Riese 9 Zähler geholt aus 7 Spielen, was definitiv zu wenig ist. Zuletzt war vielleicht auch der eine oder andere Urlaub im Weg, damit sich das Team einspielen konnte. In Gönnersdorf fehlt Benjamin Schnorpfeil aus diesem Grund noch, Marc Thönnes ist wieder da, Tobias Viertl dafür weg. Und Arlind Schmitt ist noch ein Spiel gesperrt. „So konnten wir uns nicht einspielen, aber wenn Benny wieder zurück ist, hoffe ich, dass sich mal eine erste Elf findet“, sagt Oberreiter, der selbst drei Spiele wegen Urlaub fehlte, aber generell sagt: „Ich kann das den Jungs nicht verbieten.“ Verbieten würde er ihnen aber gerne eine Niederlage beim Sechsten (11 Punkte).

SG Mengerschied/Unzenberg/ Sargenroth – SG Vordereifel (So., 14.45 Uhr). Fünf Punkte haben sowohl die Gastgeber als auch die Gäste erst auf dem Konto. Während man bei Mengerschied aber den Eindruck hat, als wenn sich die Hunsrücker langsam fangen, beschleicht einen bei Vordereifel dieses Gefühl nicht. Zumindest nicht immer. Zu schwankend tritt die Elf von Trainer Peter Geisen auf. Vor allem die Art und Weise, wie die Gegner zu ihren Toren kommen, nervt Geisen. „Das ist keine Sache der Qualität, sondern des Kopfes. Manche Tore wären mit Leichtigkeit zu verhindern, beim 2:2 von Urmitz hätte ein Wort in der Kette genügt. Wir liegen viermal in Führung in den sieben Spielen und habe es viermal nicht geschafft, sie zu gewinnen“, sagt Geisen, „es muss einfach mal klick im Kopf machen. Wir müssen uns ein Erfolgserlebnis holen, am besten jetzt.“ Gegen Mengerschied wäre es sicherlich leichter als eine Woche später, wenn Tabellenführer Ahrweiler in die Eifel kommt. Aber die Hunsrücker sind gerade auf eigenem Gelände schwer zu schlagen, das bekam zuletzt auch Müden zu spüren, als es 3:0 führte, aber noch ein 3:3 hinnehmen musste. Aufgeben ist also keine große Option bei den Hausherren – und das will Geisen auch bei seiner Elf spüren. „Es ist schon eine wichtige Partie, es wird höchste Zeit für uns. Verlieren ist eigentlich verboten.“ Personell gibt es vor allem eine Personalie, die Geisen umtreibt: Offensivwirbler Lukas Mey ist in Urlaub. Eigentlich. „Er fliegt am Sonntag, wir versuchen da noch was zu deichseln, dass er da sein kann“, verrät Geisen. Auf jeden Fall steht ihm Patrick Stein wieder zur Verfügung, er erhielt ein Spiel Sperre für seine Rote Karte beim 2:2 vor zwei Wochen gegen Elztal. Sicher fehlen werden Tom Stulla (beruflich verhindert) und Fabian Müllen (verletzt). mb

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