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Idar-Oberstein

Viel Glück beim BSV: SC Idar-Oberstein II macht den Aufstieg in die Landesliga perfekt

Björn Peters

Fünf wache Minuten reichten dem SC Idar-Oberstein II, um eine 0:2-Rückstand im Derby der Fußball-Bezirksliga beim Bollenbacher SV in ein 2:2 zu drehen und so den fehlenden Punkt zum Aufstieg in die Landesliga zu realisieren. Dass dieses nötige Remis absolut glücklich gegen bärenstarke Gastgeber zustande kam, interessierte bei den überglücklichen Gästen beim Jubel über den Aufstieg natürlich niemanden mehr.

Der Aufstiegstrainer und sein treuer Betreuer: Tomasz Kakala (links) und Stefan Kunze dürfen sich über den Sprung des SC Idar-Oberstein II in die Landesliga freuen.  Foto: Joachim Hähn
Der Aufstiegstrainer und sein treuer Betreuer: Tomasz Kakala (links) und Stefan Kunze dürfen sich über den Sprung des SC Idar-Oberstein II in die Landesliga freuen.
Foto: Joachim Hähn

„Das ist unglaublich. Uns hatte vorher keiner auf der Rechnung, und jetzt haben die Jungs sensationell den Aufstieg geschafft. Ich bin sehr stolz“, kommentierte ein hochzufriedener Trainer Tomasz Kakala nach der Partie. „Naja, ich sage eigentlich schon die ganze Saison, dass der SC Idar II aufsteigt. Glückwunsch, dass es jetzt auch geklappt hat“, sagte BSV-Trainer Sascha Nicolay.

Dass es allerdings zu den Jubelarien kommen würde, war lange nicht zu erwarten. „Diesmal haben uns fünf gute Minuten gereicht, um einen Punkt zu holen. Der BSV war klar die bessere Mannschaft“, wusste auch Kakala die Partie korrekt zu bewerten. Nur gut 50 Stunden nach dem kräftezehrenden Heimauftritt gegen den anderen Landesliga-Aufsteiger, die SG Hoppstädten-Weiersbach, kaufte der sehr griffig und spritzig agierende Bollenbacher SV dem jungen SC-Team nämlich von Beginn an den Schneid ab und hatte in dem nicht zu bändigenden Marlon Krujatz den besten Mann auf dem Platz in seinen Reihen. Krujatz war für die Gästedefensive einfach nicht zu greifen, kam oft selbst zum Abschluss oder legte für Sturmpartner Florian Herzog auf. Während der BSV vor dem Seitenwechsel noch einige Gelegenheiten gegen zahnlos und ängstlich wirkende Idarer liegen ließ, netzte Krujatz unmittelbar nach Beginn der zweiten Hälfte in Folge einer Herzog-Ecke per Kopf ein (49.). Danach waren ein vom mehrfach gut reagierenden Christian Mayer entschärfter Lukas-Stallbaum-Schuss (51.) und zwei knapp am Gästetor vorbeizischende Herzog-Geschosse zu bewundern (53., 56.).

Als dann erneut Krujatz aus zwölf Metern per Scherenschlag aufs kurze Eck abzog und SC-Keeper Simon Marschall nicht richtig zum Ball ging (62.), stand es verdientermaßen 2:0 für die Hausherren und der Aufstieg der Schmuckstädter schien vertagt. „Wir haben eigentlich alles richtig gemacht und ich bin stolz auf meine Mannschaft. Schade dass wir nicht mehr mitgenommen haben“, resümierte BSV-Trainer Sascha Nicolay, zwar äußerst zufrieden über die Leistung seiner Elf, aber dennoch etwas enttäuscht über das Remis.

Dass der SC Idar II doch noch einmal zurückschlagen konnte, lag vor allem an einer Umstellung von Kakala. Er organisierte auf Dreierkette um und beorderte den guten Innenverteidiger Matthias Heidrich ins Sturmzentrum. Außerdem ersetzte er den schwachen Danielo Wenzel durch Kerim Oezen, der fortan offensive Akzente setzte. Zunächst bediente er Fabian Stauch, der aus fünf Metern die Latte des bereits leeren Tores traf (68.). Dann setzte er über links Dominique Norvell ein, dessen präzisen Querpass Heidrich zum 1:2 einschob (77.), und zu guter Letzt zog er, von Christopher Schupp bedient, aus gut 20 Metern ab, profitierte vom einzigen, aber großen, Patzer von Mayer im Tor und wurde so der umjubelte Schütze des 2:2-Aufstiegstores (81.). „Ich hätte nicht gedacht, dass wir das noch drehen“, sagte Oezen nach der Partie. „Es ist natürlich schön, dass ich das Tor zum Aufstieg geschossen habe, aber der Erfolg gehört der ganzen Mannschaft. Wir sind ein super Team“, freute er sich riesig über das Erreichte. Ähnlich äußerte sich auch SC-Co-Trainer Christian Heidrich: „Ich bin stolz auf die Jungs. Das ist ein geiles Team, obwohl wir gegen den BSV natürlich viel Glück hatten, den nötigen Punkt zu holen“, wusste er das Spiel richtig einzuschätzen.

Die Schlussphase bot dann keine weiteren Höhepunkte mehr. Der BSV hatte nicht mehr genug Power, um noch einmal zurückzuschlagen, und der SC wollte nicht riskieren, das glücklich erreichte Remis noch einmal zu verzocken. So endete ein rassiges und schön anzusehendes Fußballspiel mit einem Unentschieden, dass die Gäste auch noch richtig glücklich machte und dem Idarer Fußballchef Martin Schneider durchaus feuchte Augen bereitete: Er sagte: „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft. Wenn man bedenkt, dass es alles junge Spieler sind, die überwiegend durch unsere Jugend gegangen sind und mit Herz für den Verein spielen, ist das für mich schon was Besonderes. Wir hätten vor der Saison nicht erwartet, etwas mit dem Aufstieg zu tun zu haben und es ist toll, dass sich unsere Jugendarbeit so auszeichnet. Kompliment an Jugendleiter Jens Moosmann und sein Team“, dachte Schneider auch an die Personen die indirekt mit diesem Aufstieg zu tun hatten.

Den Aufstieg hat der SC Idar II durch das Remis klargemacht. Für den Bezirksligatitel wird es danach aber wohl nicht mehr reichen. Der SG Hoppstädten-Weiersbach genügt am Freitag ein Heimsieg im Derby gegen den FC Brücken, um sich zum Meister zu krönen. Der SC Idar-Oberstein II gastiert dann beim FC Viktoria Merxheim.

Von unserem Mitarbeiter Björn Peters

Eintracht-Berufung abgewiesen: FC Brücken kriegt drei Punkte - VfL Weierbach vor dem Abstieg

Abgelehnt hat das Verbandsgericht die Berufung der SG Eintracht Bad Kreuznach II gegen die Umwertung ihrer Spiele beim FC Brücken und Türkgücü Ippesheim. Die Eintracht hatte in Brücken 1:0 gewonnen und in Ippesheim 1:1 gespielt. Das Verbandsgericht hatte beide Partien aber in Siege für Brücken beziehungsweise Ippesheim umgewertet, weil die Kreuznacher Spieler eingesetzt hatten, deren Passunterlagen nicht vollständig und die somit nicht spielberechtigt waren.

In der Tabelle hat das nun bestätigte Urteil erhebliche Konsequenzen – vor allem für den VfL Weierbach, der nun fünf Punkte Rückstand auf den drittletzten Platz hat und bei zwei ausstehenden Spielen den Abstieg somit kaum noch abwenden kann. Auch für den FCV Merxheim, den neuen Drittletzten, kann es jetzt richtig eng werden, wenn die SG Hüffelsheim die Landesliga nicht hält. sn

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