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Kommentar von Sascha Nicolay: SWFV urteilt A-Jugend des SC Idar-Oberstein mit dem Holzhammer ab

Mit dem Holzhammer hat der Südwestdeutsche Fußballverband die Jugendfußball-Abteilung des SC Idar-Oberstein abgeurteilt. Gnadenlos wurden die A-Junioren rasiert, zum Abstieg aus der Verbandsliga verdonnert. Um nicht falsch verstanden zu werden, eine Strafe gegen den SC ist gerechtfertigt, weil er einen Fehler gemacht hat – aber doch nicht die Maximalstrafe.

Nachspielzeit von Sascha Nicolay.
Nachspielzeit von Sascha Nicolay.

Die Maximalstrafe kann deshalb nicht verhängt werden, weil dem SC sein Fehler nicht bewusst war und deshalb nach dem ersten Falscheinsatz von Mouhamed Koujate auch nicht korrigiert werden konnte. Diese Korrektur hätte der SC sicher vorgenommen, wenn er nach dem ersten fehlerhaften Einsatz des Spielers darauf hingewiesen worden wäre, dass es nicht erlaubt sei, Mouhamed Koujate spielen zu lassen. Aber es gab keinen Hinweis, weil die Kontrollmechanismen des SWFV tatsächlich versagt haben. Deshalb hat der SC auch richtig gehandelt, als er bei seiner Berufung nicht den Fehler an sich korrigiert haben wollte, sondern lediglich das Strafmaß. Denn der SC hat den Fehler nur einmal gemacht, alle weiteren Einsätze des Spielers waren Folgefehler. Weder den jeweiligen Schiedsrichtern ist der Fehler aufgefallen, obwohl der Pass von Koujate auf den SC ausgestellt, aber mit dem Vereinsstempel des VfR Baumholder versehen war, noch hat der Staffelleiter der A-Junioren-Verbandsliga etwas gemerkt. Auch Pass-Online reagiert ausgerechnet im Fall von Spielern mit Zweitspielrecht nicht mit einer systemischen Sperrung, die automatisch verhindern würde, dass ein Spieler ohne Spielberechtigung aufgestellt werden kann. Man fragt sich schon, warum das im Falle von mit Rot gesperrten Akteuren funktioniert, nicht aber in solch einem Fall.

Doch es hätte einen weitaus wichtigeren Grund gegeben, den SC nur mit dem Abzug von drei Punkten zu bestrafen. Die Anerkennung der sportlichen Leistung der SC-Spieler. Die SC-Jungs haben für den Klassenverbleib gerackert und haben ihn sportlich geschafft. Mit der faktischen Verbannung aus der Verbandsliga werden diese Jungs, die nichts falsch gemacht haben, extrem bestraft. Das ist eine unnötig unsportliche Reaktion des SWFV, der einmal mehr die Ansicht vieler Vereine befeuert, vor allem als Strafinstitution da zu sein.

E-Mail: sascha.nicolay@rhein-zeitung.net

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