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Baumholder

Rehles und Rallye gehören untrennbar zusammen

Werner Rehles ist aktuell wieder voll in seinem Element. Nichts, was irgendwie mit den beiden Wertungsprüfungen bei der ADAC Rallye Deutschland auf der Panzerplatte zu tun hat, scheint ohne den "Doc" zu gehen. Rehles und Rallye sind gleichzusetzen. Wie immer ist der "Doc" Abschnittsleiter für den Panzerplattenbereich und damit verantwortlich für alles, was außerhalb des sportlichen Wettbewerbs am Samstag rund um die Wertungsprüfungen so anfällt.

Ein eingespieltes Team: Werner Rehles (links), der als Abschnittsleiter für die Panzerplatte zuständig ist, und Henning Wünsch, der stellvertretende Leiter der ADAC Rallye Deutschland.  Foto: Joachim Hähn
Ein eingespieltes Team: Werner Rehles (links), der als Abschnittsleiter für die Panzerplatte zuständig ist, und Henning Wünsch, der stellvertretende Leiter der ADAC Rallye Deutschland.
Foto: Joachim Hähn

Von unserem Redakteur

Der spektakuläre Sprung Gina auf dem Truppenübungsplatz gehört zum Zuständigkeitsgebiet von Werner Rehles. Auf unserem Bild aus dem Vorjahr hat Mads Östberg im Ford Fiesta abgehoben. 2014 ist der Norweger zu Citroën gewechselt und wird am Wochenende in einem DS3 im Südwesten Deutschlands zu bewundern sein.  Foto: Joachim Hähn
Der spektakuläre Sprung Gina auf dem Truppenübungsplatz gehört zum Zuständigkeitsgebiet von Werner Rehles. Auf unserem Bild aus dem Vorjahr hat Mads Östberg im Ford Fiesta abgehoben. 2014 ist der Norweger zu Citroën gewechselt und wird am Wochenende in einem DS3 im Südwesten Deutschlands zu bewundern sein.
Foto: Joachim Hähn

Sascha Nicolay

Das beginnt bei der Zuschauerlenkung, geht über "Bebauungspläne" für Sponsorenzelte bis zu den Parkplätzen. Zwei Wertungsprüfungen und ein regelrechter Marktplatz auf der Panzerplatte machen enorm viel Arbeit. "Es ist eher noch mehr zu tun als im vergangenen Jahr, und da war schon viel los", erzählt Rehles. Vor allem die Umsetzung der Wünsche und Ideen der Sponsoren ist mitunter nicht leicht. "Die Leute vergessen oft oder begreifen nicht, dass wir unsere Wertungsprüfungen auf einem Truppenübungsplatz, also auf militärischem Gelände, austragen und man deshalb im Vorfeld nicht einfach mal so vorbeikommen und nachschauen kann", lacht Rehles und erklärt: "Für jede Begehung brauche ich eine Genehmigung der militärischen Verwaltung. Es muss abgeklärt werden, ob zum Beispiel ein Schießen stattfindet." Grundsätzlich hat Rehles richtig viel Spaß an seinem Job, aber manchmal gehen die Wünsche der Aufbauteams von Sponsoren und Automobilfirmen zu weit. "Da kriege ich zum Beispiel einen Anruf, in dem es heißt: 'Herr Rehles, ich brauche ein Stromkabel.' Dem Herrn habe ich die Adresse eines Fachmarktes in Baumholder gegeben." Für solche Kleinigkeiten ist sich der "Doc" nicht zu fein, er hat schlicht keine Zeit dafür, und sie liegen außerhalb seines Zuständigkeitsbereiches. "An so etwas müssen die Aufbaufirmen, die das alles nicht wie ich nebenbei machen, sondern professionell, schon selbst denken." Doch im Großen und Ganzen hat der "Doc" zu den Vertretern der Konzerne ein sehr gutes Verhältnis. "VW ist ein gutes Beispiel", sagt Rehles. "Mit den Leuten dort bin ich mittlerweile bestens befreundet, und wir helfen uns gegenseitig."

Ein gigantischer Aufwand wird auch in diesem Jahr betrieben. Auf der Panzerplatte wird noch mehr los sein als im vergangenen Jahr, als der ADAC vollmundig von der "besten Panzerplatte" aller Zeiten sprach. "VW und der ADAC stehen mit Doppelstockzelten am Turm auf der Platte", erzählt Rehles. "Nur ist alles noch ein bisschen größer, weil ein Biergarten dazukommt." Opel baut sich erneut an der "kleinen Platte" auf, und natürlich hat auch Citroën einen Anlaufpunkt.

Technisches Herzstück wird abermals eine riesige Videoleinwand mitten im Nudeltopf sein, die VW aufbaut. "Auf ihr können die Zuschauer praktisch die komplette kleine Wertungsprüfung auf der Panzerplatte sehen", schwärmt Rehles. Vier Kamerapositionen lassen einen Einblick in fast jeden Winkel der WP zu. Die Kameras stehen am Sprung "Gina", an der kleinen Platte, beim Begegnungsverkehr mit der großen Wertungsprüfung und dem Start oben am Turm. Der Aufwand, um die Kameras und die Videowand aufzustellen, war ebenfalls gigantisch. "Wir waren vier, fünf Stunden auf dem Truppenübungsplatz unterwegs, um zu planen, wie die Kabel verlegt werden", gibt Rehles einen weiteren Einblick in seinen Arbeitsalltag.

Aber der "Doc" ist sich sicher, dass sich der Aufwand lohnen wird. "Die Zuschauer erleben bei uns bei zweimal zwei Wertungsprüfungen Weltklassesport hautnah", stellt er klar und ergänzt: "Auch unser Rahmenprogramm kann sich sehen lassen."

Nach dem tödlichen Unfall im vergangenen Jahr bei der historischen Rallye verzichtete das Sportfahrerteam Hunsrück diesmal bewusst auf diesen beliebten Programmpunkt und kümmerte sich stattdessen intensiv um Alternativen. So wurde die "rollende Autogrammstunde" geboren. Dabei fahren ungefähr zehn historische Fahrzeuge bestimmte Punkte auf dem Truppenübungsplatz an. In den alten Rallyefahrzeugen von Audi, VW, Opel und Toyota sitzen ehemalige Weltklassepiloten, die Autogramme geben. Angekündigt sind unter anderem Klaus Fritzinger, Dieter Depping, Stig Blomquist, Harald Demuth, Ari Vatanen und Jacky Ickx. Außerdem bietet Red Bull eine Motorradshow, und Armin Schwarz wird mit seinem Monster-Truck über das Gelände donnern.

Bei dem ganzen bunten Treiben hat für Rehles eine Sache Vorrang: die Sicherheit der Besucher. Eindringlich mahnt Rehles: "Die Zuschauer müssen sich an die Anweisungen unserer vielen Helfer halten und vor allem immer in den Zuschauerbereichen bleiben." Wie immer hat das Sportfahrerteam Hunsrück einen Rundweg auf dem Panzerplattengelände angelegt, über den alle interessanten Zuschauerpunkte gefahrlos erreichbar sind. In seiner typischen Art meint der "Doc" ernst, aber mit einem Augenzwinkern: "Eigentlich ist das Zuschauen bei der Rallye verboten – außer auf den ausgewiesenen Zuschauerplätzen." Vier Parkplätze sind eingerichtet, von denen die Panzerplatte mit einem von zwölf Shuttlebussen bequem und perfekt erreicht werden kann.

Bis am Samstag der erste Pilot über die Pisten auf der Panzerplatte brettert, wird dem "Doc" nicht langweilig werden. Doch spätestens am Sonntag wird sich herausstellen, dass in seinem Abschnitt alles Außersportliche perfekt funktioniert hat – ganz sicher!

Motorsport (EL)
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