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    Schlampig gespielt und ausgekontert

    Mainzer Chancenverwertung: Nicolai Müller vergab entscheidende Möglichkeiten - Blackout von Jan Kirchhoff.

    Zu oft gab es Szenen wie diese in der Arena: Mohamed Zidan (links) spielte unterirdische Pässe. Adam Szalai (rechts) war diesmal nicht in der Lage sich durchzusetzen. 
Foto: Julia Rau
    Zu oft gab es Szenen wie diese in der Arena: Mohamed Zidan (links) spielte unterirdische Pässe. Adam Szalai (rechts) war diesmal nicht in der Lage sich durchzusetzen.
    Foto: Julia Rau

    Eine von Otto Rehhagels vielen Weisheiten, mit denen der Trainer von Hertha BSC nach dem 3:1-Sieg der Berliner in der Coface-Arena, hausieren ging, lautet: "Es gibt nur eine Wahrheit. Der Ball muss ins Netz." Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre und was dem Altmeister eingefallen wäre, wenn Nicolai Müller dies beherzigt hätte. Der Rechtsaußen der 05er ließ in der üblichen Anfangsoffensive ein fertiges Tor liegen und verpasste nach drei Minuten die Gelegenheit, der Partie wie in den vergangenen Heimspielen die gewünschte Richtung zu geben.

    Die Mainzer begann wie gewohnt mit hohem Tempo, hartem Pressing, schnellem Offensivspiel mit minutenlangem Powerplay und schufen sich eine deutliche Überlegenheit. Ein 40-Meter-Diagonalpass von Eugen Polanski auf Eric-Maxim Choupo-Moting, der Hertha Verteidiger Christian Lell aussteigen ließ, bis zur Grundlinie marschierte und zurück ins Zenrum passte. Müller verfehlte trotz freier Bahn aus acht Metern das Tor. Das wäre der Treffer gewesen, der den 05ern in die Karten gespielt hätte. Oder die Chance von Elkin Soto (7.), dessen Schuss im Strafraum etwas zu hoch geriet. Und noch größer war die Gelegenheit von Adam Szalai, der nach Soto-Flanke am Elfmeterpunkt gänzlich frei zum Kopfball kam, den Ball voll traf, aber nicht aufs Tor zielte. Die vierte Mainzer Großchance, die nicht ins Ziel traf, war ein Freistoß von Polanski, den Christoph Janker von der Torlinie kratzte, Müllers Nachschuss wurde noch abgefälscht.

    Die misslungenen Abschlüsse führten dazu, dass die 05-Profis unkonzentrierter und unpräziser wurden in ihrem Aufbauspiel, besonders in den Zuspielen in die Spitzte, wo Adam Szalai und Mohamed Zidan nahezu komplett ohne Wirkung und Durchsetzungsvermögen blieben. Zidan leistete sich haarsträubende Fehlpässe. Der 05-Trainer nannte die Bemühungen der Offensive "schlampig. Wir hatten von Minute zu Minute mehr Ballverluste, besonders in der der vordersten Linie, die der Hertha diese Konter gestatteten."

    Wetklo rettete und hatte Pech

    Anfangs gelang es den Gastgebern diese noch relativ aufmerksam und sicher zu verteidigen. Vor allen Dingen dank des enormen Engagements von Elkin Soto, Polanski und Radoslav Zabavnik. Doch schon früh musste Christian Wetklo gegen Ramos aus kurzer Distanz das 0:0 retten. Vier Minuten vor der Pause passierte jedoch, was sich abgezeichnet hatte. Wetklo rettete erneut gegen den heranstürmenden Nikita Rukavytsya, Niko Bungert fälschte den Ball ab und zurück zu Rukavytsya, der im Liegen zu Änis Ben Hatira passte - 1:0.

    Ähnlich das 2:0 der Berliner. Wieder ein Ballverlust. Konter. Wieder war niemand richtig dran an Rukavytsya. Querpass nach links, wo Ramos frei stand und ins lange Eck zielte. Optimale Ausbeute. Dennoch schien die Sache nicht verloren für die Mainzer. Zidan schickte Choupo-Moting. Der Linksaußen setzte sich trotz Bedrängnis durch und zirkelte den Ball neben den Pfosten zum Anschlusstreffer. Drei Minuten später war es wieder Unglücksrabe Müller, der erneut versäumte, aus kurzer Distanz nach einer Ecke Schadensbegrenzung zu betreiben. "Da haben wir wieder die hochkarätige Chance und haben wieder nicht getroffen", klagte Tuchel. Und als dann kurz darauf Jan Kirchhoff bei einem Konter seinen Blackout erlebte (Tuchel: "ein krasser individueller, ein Konzentrationsfehler") war alles gelaufen. Kirchhoff trat über den Ball, musste Ramos ziehen lassen - 3:1.

    Die 05er wagten nun die totale Offensive und hätten ein Debakel erlebt, wäre die Hertha nicht so freigiebig gewesen im Auslassen ihrer Konterchancen. "Wir sind nicht zurückgekommen, weil wir keine Durchschlagskraft hatten und zu viele Fehler vorne gemacht haben", sagte Tuchel. "Dass wir nachher in diese Kontersituationen geraten sind, ist normal, weil wir hohes Risiko gegangen sind."

    Jörg Schneider

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    Mainz 05
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