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FCK: Auch "Winterstürmer" erfolglos

Der Kaderumbau hat sich im Ergebnis für den 1. FC Kaiserslautern bislang nicht ausgezahlt.

FCK-Winterzugang Ariel Borysiuk (Nummer 4, daneben Sandro Wagner) sah beim Debüt gegen den 1. FC Köln direkt die Gelb-rote Karte.
Foto: dpa
FCK-Winterzugang Ariel Borysiuk (Nummer 4, daneben Sandro Wagner) sah beim Debüt gegen den 1. FC Köln direkt die Gelb-rote Karte.
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Die Vorrundenpartie am Betzenberg hatte der FSV Mainz 05 nach einer recht seelenlosen Vorstellung trotz 1:0-Führung mit 1:3 verloren. Ableiten kann man von dieser Partie am sechsten Bundesliga-Spieltag nicht mehr viel. Denn der 1. FC Kaiserslautern hat seinen Kader in der Winterpause erheblich verändert. Von der damaligen FCK-Startelf werden am kommenden Samstag in der Coface-Arena sechs Spieler wohl nicht mehr auf dem Feld stehen: Innenverteidiger Martin Amedick ist zur Eintracht gewechselt, die Mittelfeldspieler Oliver Kirch, Clemens Walch und Thanos Petsos sind nicht mehr erste Wahl – und das gilt auch für die Stürmer Itay Shechter und Richard Sukuta-Paso.

Trainer Marco Kurz setzt seit Januar verstärkt auf die diversen Winter-Zugänge. Im Ergebnis hat sich das nur sehr bedingt ausgezahlt. Die Pfälzer warten nach dem 0:0 gegen Werder Bremen, dem 2:2 in Augsburg, dem 0:1 gegen den 1. FC Köln, dem 0:2 beim FC Bayern München und dem jüngsten 1:2 am Betzenberg gegen Borussia Mönchengladbach noch auf den ersten Rückrundensieg. In dieser Phase ist der Rückstand der Lauterer auf die Mainzer von zwei auf sechs Punkte angewachsen.

Enttäuscht haben die Winterzugänge nicht. Abgesehen vom aus Saudi-Arabien (Al-Nassr Riad) geholten Anthar Yahia, der in seinen beiden Einsätzen im Abwehrzentrum keine überzeugenden Vorstellungen ablieferte. Nach 93 Erstligaspielen für den VfL Bochum und 46 Länderspielen für Algerien bringt Yahia sicher viel Erfahrung mit, doch an das Bundesligatempo muss sich der 29-Jährige nach seiner "Wüsten-Zeit" wohl erst wieder gewöhnen.

Einen guten Eindruck hinterließ auf Anhieb Ariel Borysiuk, ein technisch begabter defensiver Mittelfeldspieler. Der 21-Jährige hat bereits mit 16 sein Erstligadebüt gefeiert in Polen, bis zum Wechsel zum FCK kam er für Legia Warschau auf stattliche 90 Erstligaeinsätze (vier Tore). Seit 2010 ist Borysiuk polnischer A-Nationalspieler – und damit ein Kollege von Eugen Polanski. Das Debüt beim FCK (nachdem er beinahe beim von Christoph Daum trainierten FC Brügge unterschrieben hätte) verlief holprig: Beim 0:1 gegen den 1. FC Köln sah Borysiuk schon nach 40 Minuten die Gelb-rote Karte. Davon hat sich der junge Mann allerdings sehr gut erholt, das spricht für mentale Robustheit.

Insbesondere in der Offensive wollte Manager Stefan Kuntz seine Mannschaft verstärken. Vom polnischen Zweitligisten Polonia Bytom kam Jakub Swierczok. Der 20-Jährige, der in 17 Vorrundenspielen in der Zweiten Liga 12 Tore geschossen hatte, ist ein schneller, sehr beweglicher, technisch talentierter Stürmer. Noch hapert es dem U21-Nationalspieler an der Durchsetzungsfähigkeit. Gegen die Gladbacher kam Swierczok bis zu seiner Auswechslung (61.) nicht zum Abschluss.

Vom SV Werder Bremen ausgeliehen hat der FCK den 1,94 Meter großen Sandro Wagner. Der zentrale Stürmer hat prinzipiell große technische Fähigkeiten. Doch der 24-Jährige, der einst in der Jugend des FC Bayern als Riesentalent galt, fehlt zu oft die typische Kampfmentalität, diese unabdingbare Willensstärke, die den Schlaks Widerstände überwinden ließe. Fünf Tore in 38 Bundesligaspielen, Werder-Coach Thomas Schaaf war das zu wenig.

Bereits Anfang Dezember hatte der FCK von Bayer Leverkusen den 1,90 Meter großen Flügelstürmer Nicolai Jörgensen ausgeliehen. Der Däne blieb bislang derart weit hinter den Erwartungen zurück, dass inzwischen der 20 Jahre alte Julian Derstroff aus der eigenen Jugendabteilung in der Offensive einer der ersten Einwechselkandidaten ist. Der in Zweibrücken geborene Linksaußen, 2011 Deutscher Vizemeister mit der U19, hatte gegen Gladbach ein paar starke Szenen nach seiner Einwechslung zur Pause. Getroffen hat bis heute keiner der "Winterstürmer".

Reinhard Rehberg

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