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    Mainz/Athen

    Begabtenförderung auf hohem internationalem Niveau

    Kapitän Lewis Holtby und Innenverteidiger Jan Kirchhoff spielten solide beim 0:0 in Athen gegen Griechenland. Auch wenn die ganze Partie vor nahezu leeren Rängen ablief.

    Lewis Hotby. Foto: dpa
    Lewis Hotby.
    Foto: dpa

    Mainz/Athen - Die Partie der deutschen U21-Nationalmannschaft am frühen Dienstagabend in Athen verlief etwas trostlos.

    Vor nahezu leeren Rängen im Stadion "Nea Smyrni" von Panionios Athen vermochten sich auch die beiden Nationalspieler vom FSV Mainz 05, Jan Kirchhoff und Lewis Holtby, beim 0:0 gegen Griechenland nicht sonderlich in Szene zu setzen. Das war aber auch nicht ganz einfach. Denn im neu formierten Team von DFB-Trainer Rainer Adrion kam zum einen nie ein rechter Spielfluss auf, zum anderen stieg der robuste Nachwuchs der Griechen zuweilen mächtig hart ein.

    "Jan war nicht ganz gesund, er ist mit einer Erkältung dort hin gefahren", erklärte 05-Kotrainer Arno Michels gestern. "Vielleicht war dieser Einsatz nicht so ganz förderlich für ihn." Zudem handelte sich der Mainzer Innenverteidiger noch eine Knieprellung ein, nachdem ihm ein griechischer Stürmer bei einem Abschluss unglücklich das Gelenk rasiert hatte mit dem Schussbein. Jan Kirchhoff muss jetzt am Bruchweg eine Trainingspause einlegen.

    "Am Anfang hatte Jan ein paar Problemchen", so Michels. "Danach hat er solide durchgespielt." Wobei anzumerken ist, dass Kirchhoffs Nebenmann, der 1,96 Meter lange Lasse Sobiech aus Dortmund, Schwächen im Stellungsspiel nicht verbergen konnte.

    Merkmal: präzise Flachpässe

    Ganz starke Szenen hatte Kirchhoff im Eröffnungs- und im Aufbauspiel. Da war die "Mainzer Schule" erkennbar: Der Schlaks fand mit seinen präzisen flachen Anspielen immer wieder Passwege durch das Mittelfeldgestrüpp hindurch. "Das ist ein Merkmal bei uns", lobte auch Michels. "Diese flachen Pässe erwarten wir von unseren Innenverteidigern. Und das hat Jan bis tief in die zweite Hälfte sehr gut gemacht." Kirchhoff, der in seiner langen Reha-Zeit wesentlich athletischer geworden ist, muss nur noch seinen Körper dominanter einsetzen, den Gegenspieler noch früher, noch aggressiver anlaufen und bekämpfen.

    Da steckt der 20-Jährige noch in einem Entwicklungsprozess. "Bei uns hat Jan im Moment wenig Spielpraxis", sagt Michels. "Von daher ist es schon gut, dass er in der U21 auf diesem Niveau über 90 Minuten zum Einsatz kommt."

    Lewis Holtby war im 4-4-2 nominiert für das linke Mittelfeld. Doch den 05-Spielmacher zog es immer wieder in sein gewohntes Revier im vorderen Mittelfeldzentrum. Dort nahmen sich Holtby, Sebastian Rudy, Peniel Mlapa (beide TSG Hoffenheim) sowie die Stürmer Richard Sukuta-Pasu (FC St. Pauli) und der in die Türkei gewechselte Frankfurter Cenk Tosun oft gegenseitig den Raum weg.

    Debüt in der A-Elf des DFB

    Natürlich stand Holtby wieder unter besonderer Beobachtung, nachdem er im November beim Testspiel in Göteborg gegen Schweden in der deutschen A-Nationalmannschaft hatte debütieren dürfen. "Lewis sieht das überhaupt nicht als Zurücksetzung", erklärt Arno Michels. "Er ist dort oben im Blickfeld, ansonsten konzentriert er sich auf seinen eigenen Weg. Das macht er sehr professionell."

    Am Bruchweg steckt der U21-Kapitän gerade in der Hochbegabtenförderung. Der junge Mann kann mit Toren und Pässen Spiele entscheiden, so wie zuletzt mit seinem Siegtreffer in Kaiserslautern. Aber Chefcoach Thomas Tuchel will Holtby auch zu einem taktisch reifen Mannschaftsspieler formen, der sämtliche Aufgaben eines zentralen Mittelfeldspielers beherrscht. Dazu gehören dann auch die schmuckloseren fußballerischen Prinzipien: enge Abstände einhalten in den gruppentaktischen Bewegungen, Gegner aggressiv anlaufen, auch die einfachen Verteilerpässe einstreuen und nicht nur auf die Risikoaktion lauern - also laufen, arbeiten, dem Nebenspieler helfen, den Gegner nerven.

    Da mag es förderlich sein, dass der große bundesweite Hype nun weitergezogen ist zum Dortmunder Edeltalent Mario Götze, der beim 1:1 der deutschen A-Elf gegen Italien im Westfalenstadion in aller Munde war. Der 18-Jährige, der von seiner Spielart her Holtby sehr nahe kommt, traute sich noch nicht so recht neben Real-Madrid-Star Mesut Özil.

    Gespräche mit Magath im April

    Das bleibt spannend. Ebenso wie Holtbys Zukunft: Im April wird 05-Manager Christian Heidel mit dem Kollegen Felix Magath Gespräche führen über den 20-jährigen Leihspieler vom FC Schalke 04.  Reinhard Rehberg

    Mainz 05
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