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    05-Manager: "Regel ist schlecht"

    Abseitsentscheidung - Christian Heidel hat 25 Jahre als Manager des FSV Mainz 05 auf dem Rücken.

    Foto: Willwacher

    Diese Erfahrung merkt man dem 48-Jährigen auch in den sehr kritischen Situationen an. Auch nach dem 0:1 in der Coface Arena gegen den spielerisch haushoch unterlegenen Aufsteiger FC Augsburg, nach der vierten Heimniederlage der 05er hintereinander, blieb Heidel ruhig, objektiv und fair. Der Schlüsselmoment war natürlich die 42. Minute. Als den Mainzern das vermeintliche Tor von Nikolai Müller wegen der Abseitsstellung von Maxim Choupo-Moting nicht anerkannt wurde.

    Foto: dpa

    "Ich habe mir das von Experten erklären lassen", sagte der 05-Manager. "Das soll wohl regelkonform gewesen sein. Aber wenn es so war, dann finde ich die Regel schlecht." Weil immer irgendwo im Strafraum ein Spieler im Abseits stehen könne. Dann werde ein Schiedsrichter immer eine Begründung finden, so oder so zu entscheiden. "Das sind dann immer 50:50-Entscheidungen, und letztlich hat der Schiri immer Recht." Am Freitagabend in Bremen habe der Schiri beim Tor zum 2:0 für Borussia Dortmund in einer sehr ähnlichen Situation eben andersherum, also auf Tor entschieden, obwohl im Raum vor dem Torschützen Patrick Owomoyela ein anderer Dortmunder klar im - in diesem Fall als passiv gewerteten - Abseits gestanden hatte.

    Die DFB-Schiris sind in diesem Sommer angewiesen worden, das passive Abseits bei Torsituationen neu zu bewerten. Wenn ein im passiven Abseits stehender Spieler einen gegnerischen Abwehrspieler/Torwart beschäftigt hat, abgelenkt hat, ihm die Sicht genommen hat, dann wird die passive Abseitsstellung zu einer aktiven. Und dann darf der Treffer nicht anerkannt werden. Demnach ist dem (insgesamt schwachen, weil überpenibel und ohne Linie pfeifenden) Schiri Marco Fritz (Korb) keine Fehlentscheidung zu unterstellen.

    Maxim Choupo-Moting hatte im Strafraumzentrum nach der flachen Hereingabe von Marcel Risse in (knapper) Abseitsstellung einen Abwehrspieler mitgezogen, der rutschte dabei aus, und am langen Pfosten schoss der aus dem Hintergrund herangepreschte und nicht im Abseits stehende Nikolai Müller die Kugel ins Tor. Choupo-Motings Laufweg wurde danach als aktives Abseits bewertet. Pech. "Im letzten Jahr hätte dieses Tor noch gegolten, in diesem Jahr nicht", erklärte Marcel Risse. "Was will man da machen?" Julian Baumgartlinger war sauer. "Niko Müller war nicht im Abseits, Maxim war gar nicht eingebunden", schimpfte der 05-Mittelfeldspieler. "Für mich ist das kein Abseits." Malik Fathi konnte mit dieser Entscheidung auch nicht viel anfangen. "Niko Müller kommt aus dem Rücken von Maxim, für mich muss das Tor zählen", betonte der 05-Linksverteidiger. "Ich verstehe das heute nicht. Aber es ist halt immer schwer, wenn man ständig die Regelauslegung ändert..."

    Andreas Ivanschitz findet es dramatisch, wenn ein Tor nicht zählt, bei dem der Schütze "aus einer Position kommt, in der er sieben Meter nicht im Abseits steht". Der 05-Spielmacher: "Wir brauchen einfach auch mal Glück in so einer Situation, das fehlt uns."

    Reinhard Rehberg

    Wir müssen das Tor auch mal erzwingenDann tut der Gegenspieler dir den Gefallen
    Mainz 05
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