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    05-Manager Christian Heidel: Stammplatzgarantie gibt es nicht

    Torhüter Heinz Müller sieht sich nicht auf Dauer in der Reservistenrolle beim Bundesligisten. Der Manager will trotzdem verlängern mit dem 32-Jährigen: Vertragsgespräche stehen bevor.

    Zehn Bundesligaspiele hat Heinz Müller (links, mit Arno Michels und Stephan Kuhnert) für die 05er absolviert. Zu wenig für eine automatische Vertragsverlängerung. Geht der Keeper am Saisonende ablösefrei?
Foto: Eva Willwacher
    Zehn Bundesligaspiele hat Heinz Müller (links, mit Arno Michels und Stephan Kuhnert) für die 05er absolviert. Zu wenig für eine automatische Vertragsverlängerung. Geht der Keeper am Saisonende ablösefrei?
    Foto: Eva Willwacher

    Torhüter Heinz Müller sieht sich nicht auf Dauer in der Reservistenrolle beim Bundesligisten. Der Manager will trotzdem verlängern mit dem 32-Jährigen: Vertragsgespräche stehen bevor.

    Der Trainer des FSV Mainz 05 hatte bereits vor 14 Tagen in der MRZ die Personalie Heinz Müller zur vordringlichen Gesprächsaufgabe erklärt. Der Vertrag des Torhüters läuft zum Saisonende aus. Die Option, dass sich das Engagement des 32-Jährigen am Bruchweg automatisch verlängert, greift nicht, da Müller dafür 25 Einsätze benötigt. Seit dem elften Bundesligaspieltag hat der Keeper jedoch seinen Stammplatz an Christian Wetklo verloren und könnte die geforderte Einsatzhäufigkeit selbst dann nicht erreichen, wenn Thomas Tuchel den Routinier ab sofort wieder zur Nummer eins bestimmen würde.

    Nun hat Müller selbst die nächste Runde im Vertragspoker eingeläutet. Im "Kicker" deutete Müller an, unter Umständen ablösefrei wechseln zu wollen, falls sich nicht eine neue Perspektive bei den 05ern auftun sollte. Als Ersatzmann wolle er nicht bleiben, sagte der Torhüter dem Fachmagazin. "Dass ich jetzt auf der Bank sitze, muss ich schlucken. Ich glaube nicht, dass ich in der neuen Saison noch zuschauen werde."

    Interesse aus der Bundesliga

    Er gehe davon aus, dass es in den nächsten zwei Wochen ein Gespräch mit Trainer und Manager geben werde. "Warten wir ab, wie die Rahmenbedingungen aussehen." Müller betonte jedoch, dass es zwei Vereine aus der Bundesliga gebe, die Interesse am 05-Schlussmann bekundeten und das Gespräch suchten.

    Die Aussagen des 32-Jährigen sind so zu interpretieren, dass Müller offenbar eine Stammplatzgarantie möchte, um in Mainz zu verlängern. Das schließt jedoch Christian Heidel kategorisch aus. "Eine solche Garantie bekommt bei uns kein Spieler. Und auch nicht bei 99 Prozent aller anderen Klubs in der Bundesliga", sagte der 05-Manager gestern. "Um ins Tor zu kommen, muss er sich bei uns oder woanders durchsetzen."

    Heidel findet es allerdings ganz in Ordnung, dass sich der Torhüter zur Situation äußere und verdeutlicht noch einmal die 05-Position. "Dass es jetzt zu diesem Gespräch kommt, ist sicher. Wir haben immer gesagt, dass wir gegen die jetzige Torhüter-Konstellation nichts einzuwenden haben. Wir würden Heinz Müller gerne behalten", sagt Heidel. Der 32-Jährige solle jetzt mit dem Trainer reden und dann auch mit dem Manager. "Wir wollen verlängern. Wir müssen uns zusammensetzen und prüfen, ob die Vorstellungen zusammenpassen und ob die Bedingungen für beide in Ordnung sind."

    Er könne es verstehen, sagt Heidel, wenn sich Müller zurzeit damit schwer tue, als Ersatztorhüter seinen Vertrag verlängern zu wollen. Nicht zuletzt deshalb sei das Gespräch wichtig. "Heinz muss ja auch wissen, in welche Richtung es geht." Sollte Müller die Rolle als zweiter Mann auf Dauer, beziehungsweise den ständigen Konkurrenzkampf mit Wetklo, nicht ausfüllen wollen und eine Vertragsverlängerung ablehnen, "dann müssten wir uns mit anderen Geschichten in der Torwartfrage beschäftigen", erklärt der Manager. "Aber damit das nicht falsch rüberkommt", sagt Heidel, "Wir wollen verlängern. Aber wenn es nicht passt, bedauern wir das sehr."

    Das Thema wird die 05er noch eine Weile beschäftigen. In dieser Woche gilt am Bruchweg jedoch alle Aufmerksamkeit dem bevorstehenden Derby am Samstag in der Coface-Arena (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern.

    Kein Getrommel vor dem Derby

    Nicht nur aufgrund der Tabellensituation für die beiden rheinland-pfälzischen Topklubs ein besonderes Spiel. Das Derby ist immer eine heiße Geschichte für alle Beteiligten. "Wir sind uns der Brisanz des Duells bewusst", sagt Heidel. Und auch darüber, dass für die eigenen Fans nur ein Heimsieg ein vernünftiges Ergebnis darstellt. Deshalb soll zumindest von Mainzer Seite aus auf jegliches Motivations- und Emotionsgeplänkel im Vorfeld verzichtet werden. "Wir werden das sehr seriös angehen", sagt Heidel – sportliche Konzentration, statt lautstarkem Getöse.

    Der FCK kommt als 16. und aktueller Inhaber des Relegationsplatzes nach Mainz. Die 05er haben sechs Punkte Vorsprung auf den Rivalen. "Für uns ist dieses Spiel die Riesenchance, einerseits mit einem Heimsieg eine tolle Stimmung in die Stadt zu bringen", sagt der 05-Manager.

    "Und vor allen Dingen, die große Möglichkeit, uns erst einmal da hinten zu verabschieden." Ein Erfolg der 05er im Derby würde die Distanz zum FCK auf neun Zähler vergrößern.

    Jörg Schneider

    Mainz 05
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