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05er freuen sich über Pospechs Unterschrift

Routinier aus Tschechien bleibt noch ein Jahr – Christian Heidel kündigt Gespräche mit Malik Fathi an und bestätigt Treffen mit Julian Koch

Alles geregelt: Zdenek Pospech, Rechtsverteidiger und Leistungsträger in der Bundesliga, hat seinen Vertrag beim FSV Mainz 05 um ein weiteres Jahr bis Ende Juni 2014 verlängert. 
Foto: Bernd Eßling
Alles geregelt: Zdenek Pospech, Rechtsverteidiger und Leistungsträger in der Bundesliga, hat seinen Vertrag beim FSV Mainz 05 um ein weiteres Jahr bis Ende Juni 2014 verlängert.
Foto: Bernd Eßling

Die einzig verifizierte und entschiedene Personalgeschichte, in die der FSV Mainz 05 gestern involviert war, ist die Nachricht, dass Zdenek Pospech seinen Vertrag beim Bundesligisten um ein weiteres Jahr verlängert hat. Allen übrigen Meldungen über Mainzer Transferaktivität, die am Dienstag vor allem durch diverse Onlinemedien gehetzt wurden, fehlt es doch stark an Substanz.

"Zdenek ist ein Vorbildprofi. Der ist so fit und so stark, dem sieht niemand die 34 Jahre an", sagte Christian Heidel, der sich darüber freute, dass die privaten Dinge, die bisher die Unterschriftsaktion verzögert hatte, geklärt sind und der Leistungsträger bleibt. "Er gehört mit seiner Laufstärke, seiner Dynamik und seiner Routine zu den festen Größen unserer Mannschaft und ist ein wichtiger Baustein für unsere starke Defensive. Er passt auch als Typ perfekt zu uns." Ansonsten gab es gestern viel Getöse um Namen und angebliche Wechselabsichten, bei denen sich allerdings doch stark der Verdacht regt, dass da in erster Linie die Berater und auch in manchen Fällen die Klubs selbst dahinter stecken, um die Spieler ins Gespräch zu positionieren.

Kein Kontakt mit Jonas Hofmann

"Was im Moment passiert, ist völlig normal", erklärte der 05-Manager. "Der Markt formiert sich. Jeder geht damit anders um, aber wir bleiben unserem Stil treu." Soll heißen, vom Bruchweg gibt's erst Bestätigungen oder Signale, wenn die Verhandlungen erledigt sind. Das ist aber im Moment, gut acht Wochen vor Saisonende und Monate vor dem Ablauf des nächsten Transferfensters (Ende August), nicht der Fall. "Was wir machen, kommt nicht raus. Es sei denn, ein Berater oder ein Verein würden dies gezielt steuern", sagte Heidel.

Mit den beiden Dortmundern Julian Koch (22) und Jonas Hofmann (20) habe es keinerlei Verhandlungsgespräche gegeben. Mit Hofmann habe er überhaupt noch nicht gesprochen. In Sachen Koch habe er die Dortmunder informiert, dass er sich mit dem talentierten Rechtsverteidiger unterhalten wolle. "Dass wir momentan mit sehr, sehr vielen Spielern sprechen, ist doch klar. Wir haben neben unserem sportlichen Interesse den Wunsch, die Person kennenzulernen", so der 05-Manager. "Wir wollen uns ein Bild machen. Am Ende haben wir etliche Bilder, die sich bei der Entscheidung zusammenfügen. Dass wir mit Julian Koch gesprochen haben, ist schon eine Weile her, aber jetzt kommt es erst raus." Er habe jedoch weder mit dem Spieler, noch mit dem BVB über Zahlen geredet.

Interesse von Hertha BSC?

Dass jemand wie Koch, der im Augenblick vom Deutschen Meister an den MSV Duisburg ausgeliehen ist und in der Zweiten Liga einen starken Eindruck hinterlässt, ins Mainzer Beuteschema passen würde, liegt auf der Hand. Ein junger deutscher Spieler, für den der BVB-Kader möglicherweise jetzt noch eine Nummer zu groß ist, der aber in Mainz seinen nächsten Schritt im Profifußball tätigen könnte, das sind die Leute, die Heidel und Thomas Tuchel immer auf ihrer Liste haben. Koch hat noch ein Jahr lang Vertrag in Dortmund.

Viel Wirbel gab es gestern um Malik Fathi. Der Linksverteidiger, der von den 05ern an den Zweitligisten 1860 ausgeliehen ist, soll sowohl von den Löwen als auch von seinem Ex-Klub Hertha BSC als Wunschkandidat für einen Transfer gelten. "Wir werden darüber in Kürze reden", sagte Heidel. "Ich denke, die Sechziger wollen ihn gerne behalten, weil er dort auch starke Leistungen bringt, aber wir haben mit ihnen noch nicht gesprochen." Manager-Kollege Florian Hinterberger sei noch nicht vorstellig geworden, um zu verhandeln, wie es nach dem Ende der Ausleihe weiter gehe. Auch aus Berlin habe er nichts diesbezügliches gehört.

"Wir werden aber zuerst mit Malik selbst sprechen, um zu ergründen, was er sich vorstellt. Das Thema Linksverteidiger ist bei uns natürlich auch immer akut, aber wir werden das in Ruhe entscheiden."

Kern des Kaders bleibt zusammen

Ein weiteres Leihgeschäft kommt sicherlich nicht mehr infrage. So richtig mag man derzeit auch nicht daran glauben, dass sich Fathi bei den 05ern noch einmal durchsetzen könnte und die Position als Stammspieler übernimmt.

Mit Anthony Ujah, der vom FC Köln ausgeliehen ist und durch seine elf Zweitligatore seinen Marktwert noch einmal gesteigert hat sowie dem ebenfalls recht teuren Fathi hat Heidel zwei Trümpfe in der Hand, falls der Bundesligist beschließen sollte, die zwei Profis weiterzutransferieren. Die Erlöse, die der 05-Manager durch einen Verkauf erzielen kann, dürften die eigene Einkaufspolitik angenehm unterstützen.

"Wir werden ganz sicher eine sehr gute Mannschaft stellen können in der nächsten Saison", sagte Heidel. "Der Kern des Kaders bleibt zusammen, aber es wird Veränderungen geben." Jörg Schneider

Mainz 05
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