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Bad Kreuznach

Wenn’s in der Sauna nach einem Mokka duftet

Kurt Knaudt

Wer öfter in die Sauna geht, weiß: Aufguss ist nicht gleich Aufguss. Diese Erkenntnis hat Christa Angebrandt als ehernes Geschäftsprinzip verinnerlicht: „Es gibt riesige Qualitätsunterschiede“, betont die Chefin der Firma Saunabedarf Schneider in Hackenheim. Und eine immer größere Vielfalt: Inzwischen bietet Schneider sogar einen Sahne-Mocca-Aufguss an, dessen intensiver Geruch definitiv hält, was der Name verspricht.

Die von Christa Angebrandt geführte Firma Saunabedarf Schneider bietet im Internet und in ihrem Laden in der Bosenheimer Straße in Hackenheim allein 66 verschiedene Aufgüsse an. Hinzu kommen noch diverse Pflegeprodukte – alle mit naturreinen Zutaten selbst hergestellt.  Foto: Kurt Knaudt
Die von Christa Angebrandt geführte Firma Saunabedarf Schneider bietet im Internet und in ihrem Laden in der Bosenheimer Straße in Hackenheim allein 66 verschiedene Aufgüsse an. Hinzu kommen noch diverse Pflegeprodukte – alle mit naturreinen Zutaten selbst hergestellt.
Foto: Kurt Knaudt

Was aber macht den Unterschied aus? „Wir stellen alles selbst her und verwenden dafür nur naturreine Öle und Zutaten aus der Lebensmittelbranche, die in der Sauna rückstandsfrei verbrennen und sich nicht auf die Haut und die Atemwege legen“, erläutert die 65-Jährige. Das hat natürlich seinen Preis: 250 Milliliter kosten 16 Euro. Dafür brauche man geringere Mengen als bei herkömmlichen Substanzen, die chemisch hergestellt werden und aus künstlichen Aromen bestehen.

Kunden wissen ausführliche Beratung zu schätzen

Zum Selbstverständnis des Unternehmens gehört dabei auch eine umfassende Beratung: Christa Angebrandt beantwortet persönlich oder am Telefon ausführlich alle Fragen. „Viele Kunden wissen zu schätzen, dass sie nicht einfach nur im Internet bestellen müssen, sondern bei uns auch Auskunft zur Herstellung und Wirkung der Essenzen erhalten.“

Angefangen hat alles vor knapp 30 Jahren mit Badezusätzen. Firmengründer Christian Schneider erweiterte das Sortiment nach und nach, ehe er das Unternehmen dann vor fünf Jahren verkaufte. Seitdem ist Angebrandt, die von ihrem früheren Chef viel über dieses spezielle Geschäft gelernt hat, Betriebsleiterin. Als sie vor elf Jahren bei Schneider anfing, baute die Kauffrau den Bereich der Saunaprodukte systematisch aus. Sie schrieb gezielt Saunabetreiber an, um auf sich aufmerksam zu machen. Seitdem ist der Umsatz stetig gestiegen.

„In der Vorweihnachtszeit gehen täglich 60 bis 70 Pakete raus“, berichtet Angebrandt. Immer mehr Kunden, gewerbliche wie private, darunter auch das Bäderhaus in Bad Kreuznach und die Rheinwelle zwischen Bingen und Ingelheim, wissen die Qualität der Produkte made in Hackenheim zu schätzen. Inzwischen stammen die Käufer aus ganz Europa. Zu den Stammbestellern gehört darüber hinaus auch ein Privatmann in Südkorea, der sich einmal im Jahr eindeckt.

Sie alle haben die Wahl zwischen inzwischen 66 Aufgussvariationen, Tendenz weiter steigend. So gibt es sogar Slibowitz und zu bestimmten Zeiten Pina Colada, Erdbeer-Champagner und Erdbeer-Pfeffer. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: „Wir erfüllen auch besondere Wünsche der Kunden“, sagt Angebrandt. Manche Saunabetreiber ordern Aufgüsse passend zu bestimmten Events – so wie den Sahne-Mocca-Duft, zu dem dann in der Sauna auch noch ein Espresso serviert wird.

Alpenkräuter und Eukalyptus stehen hoch in der Gunst

Am beliebtesten aber sind nach wie vor die Klassiker: Alpenkräuter, Eukalyptus und russische Banja, aber auch fruchtige Aufgüsse wie Zitrone, Orange und Blutorange, frische wie Lemongras und aus der Rubrik Wellness Sandelholz. Auch Christa Angebrandt, die von Berufs wegen in der privaten Sauna auch neue Düfte testet, kommt ansonsten immer wieder auf diese Favoriten zurück.

Im Internetshop und in dem kleinen Laden in der Bosenheimer Straße in Hackenheim gibt es aber längst nicht nur Saunaprodukte, obwohl sie inzwischen das Hauptstandbein sind. Zum Sortiment gehören unter anderem auch noch Pflege- und Massageöle, Körpermilch, ätherische Öle, Badeöle, Salinensalze und Seifen – auch das alles im eigenen Labor selbst hergestellt. Die Zutaten bekommt Saunabedarf Schneider mit einem Reinheits- und Analysezertifikat von ausgesuchten Lieferanten. Acht Mitarbeiter, einige davon in Teilzeit, kümmern sich um die verschiedenen Arbeitsschritte von der Herstellung über die Kontrolle, die ein Apotheker übernimmt, bis zum Versand.

Chefin entspannt sich am liebsten in der Biosauna

Eine Kraft vertritt die Firma mit einem eigenen Stand auf Verbraucher- und Fachmessen. Und wie kann die Chefin nach einem stressigen Arbeitstag selbst am besten relaxen? „Wenn ich abgespannt bin, schlafe ich kurz in der Biosauna. Danach fühle ich mich wieder gut erholt.“

Das Unternehmen ist im Internet unter www.saunabedarf-schneider.de zu finden.

Von Kurt Knaudt

Bad Kreuznach
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