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Koblenz

HwK Koblenz: Handwerk geht bestens gelaunt ins Jahr

Das Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz zeigt sich solide: 93 Prozent der Betriebe sind mit der Geschäftslage zufrieden, auch die Prognosen stimmen zuversichtlich. „Für 2018 sind das gute Aussichten“, betonte Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, beim Neujahrsempfang in Koblenz. Der Erfolg sei aber weder ein Geschenk noch reiner Zufall: „Dahinter steckt die harte Arbeit des Handwerks, seiner Betriebe, Meister und Mitarbeiter.“

Süßer Dank aus dem Handwerk: HwK-Präsident Kurt Krautscheid (links) und HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden überraschten Gastredner Bischof Stephan Ackermann mit Torte – und Handtuch.  Foto: Herbert Piel
Süßer Dank aus dem Handwerk: HwK-Präsident Kurt Krautscheid (links) und HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden überraschten Gastredner Bischof Stephan Ackermann mit Torte – und Handtuch.
Foto: Herbert Piel

Ausdrückliches Lob erteilte Krautscheid der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Die Ampel-Koalition in Mainz leiste im Sinne des Handwerks „erstklassige Arbeit“. Vor allem mit dem FDP-geführten Wirtschaftsministerium ist der HwK-Präsident hoch zufrieden. Aufstiegsbonus I und II, die den Weg zum Meisterbrief erleichtern, Zuschüsse für die Ausbildung, für die wichtige Arbeit der „Flüchtlingscoaches“, die Finanzierung von Digitalisierungsberatern oder auch Projekte wie das zur Nachhaltigkeit im Handwerk „Gold-Grün“ – all dies seien keine Absichtserklärungen, sondern konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Handwerks, „die längst umgesetzt werden und bereits Früchte tragen“.

Davon könnte sich auch die künftige Bundesregierung eine Scheibe abschneiden, meinte Krautscheid. Konkret fordert er von der Berliner Politik, den Meisterbrief wieder aufzuwerten. Mit der Handwerksnovelle 2004 sei er zu Unrecht geschwächt worden.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hob die enge und jahrhundertealte Beziehung zwischen Kirche und Handwerk hervor. Als Gastredner griff er einen Spruch aus der Imagekampagne des Handwerks auf: „Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht!“ Tatsächlich sei es Sache der Handwerker, aus Visionen Wirklichkeit entstehen zu lassen – „solide, präzise, sorgfältig gemacht“. So leisteten die Betriebe ihren Dienst am Menschen – „nicht nur am Kunden, sondern auch am Mitarbeiter“.

Vor dem Empfang wurden für besondere Verdienste um das Handwerk sieben goldene Ehrennadeln, eine davon mit Brillant, vergeben – an Klaus Näther, Bernd Becker, Norbert Dinter, Hans-Walter Groh, Oswald Höfer, Karlheinz Gaschler sowie Jürgen Löhr. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Koblenz-Mayen, Ulrike Mohrs, wurde für ihren außergewöhnlichen Einsatz im Sinne des Handwerks mit dem Ehrenmeisterbrief ausgezeichnet.

Von unserem Redakteur Jörg Hilpert

Wirtschaft
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