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Rheinland-Pfalz

Dreyer: Wir finden Käufer für den Hahn

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist optimistisch, dass der Flughafen Hahn privatisiert werden kann. Es gibt bereits Interessenten, sagte sie bei einem Gespräch mit dem "Trierischen Volksfreund".

Der Flughafen Hahn im Hunsrück. Archivbild: Thomas Torkler
Der Flughafen Hahn im Hunsrück. Archivbild: Thomas Torkler

Von unserem Mitarbeiter Bernd Wientjes

Tiefrot sind noch immer die Zahlen für den Hahn. Für 2014 wird, auch aufgrund von Sonderabschreibungen, mit einem Minus um die 40 Millionen Euro gerechnet. Das operative Defizit liegt wohl bei gut 16 Millionen Euro. Für dieses Jahr scheint eine Trendwende nicht in Sicht zu sein. Die umgeschlagene Frachtmenge ging im März im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent zurück. Seit Jahresbeginn um 13 Prozent.

Mit ein Grund dürfte der überraschende Umzug der chinesischen Frachtfluggesellschaft Yangtze River Express im März vom Hahn nach München sein. Mit einem Schlag hat der Hunsrück-Airport damit 38 Prozent seines Frachtvolumens verloren. Ein herber Rückschlag auch für dort ansässige Firmen. So musste der Frachtabfertiger VG Cargo angeblich mehr als 50 Mitarbeiter entlassen. Die Catering-Firma AirRep Germany, die unter anderem für die Verpflegung der Yangtze-River-Express-Crew zuständig war, meldete Ende April Insolvenz an.

Trotzdem zeigt sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer zuversichtlich, dass der Hahn wie geplant verkauft werden kann. Vertreter der Landesregierung seien regelmäßig bei der EU-Kommission, um den Verkaufsprozess voranzutreiben, sagte sie dem Volksfreund. Laut EU-Vorgaben muss der Hahn ab 2024 ohne staatliche Beihilfen auskommen. Branchenkenner gehen davon aus, dass mit dem Verkauf ein zweistelliger Millionenbetrag erlöst werden kann.

Die CDU-Opposition im Land spricht von einer dramatischen Situation an dem Hunsrück-Airport. Innerhalb von zwei Jahren hätten acht von elf Frachtfluggesellschaften den Standort verlassen, bilanzierte CDU-Fraktionsvize Alexander Licht. Ministerpräsidentin Dreyer lässt die Dinge nach Ansicht der Opposition zu sehr treiben. Eine Privatisierung um jeden Preis, nur "um sich über die Landtagswahl zu retten", sei keine Lösung, so die Christdemokraten.

Wirtschaft
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