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Trier

Trier: Ex-Freund schaute zu. wie 20-Jährige "vor sich hin starb" – sieben Jahre Haft

Wegen Totschlags durch Unterlassen ist ein Mann in Trier zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Trier – Die Ex-Freundin starb an einer Überdosis Lösungsmittel und er schaute zu: Wegen Totschlags durch Unterlassen ist ein Mann in Trier zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht blieb damit am Donnerstag etwas unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die acht Jahre Haft verlangt hatte.

Der 31-jährige Angeklagte habe keinen Arzt gerufen, obwohl die Frau im Juni 2009 vor seinen Augen ein giftiges Lösungsmittel getrunken hatte, das als Party-Droge gilt. Er habe mindestens zwei Stunden neben ihr gesessen, "während sie vor sich hin starb", sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer.

Die Verteidigung hatte dagegen auf unterlassene Hilfeleistung plädiert – hier ist ein Strafmaß von höchstens einem Jahr möglich. Laut Anklage soll die 20-Jährige nach einem Streit erklärt haben, sie wolle sich umbringen, und eine Überdosis geschluckt haben. Ihr Ex-Freund hatte sie demnach lediglich aufgefordert, sich zu erbrechen und anschließend ins Bett zu legen.

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