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    Cochem

    Transsexuelle muss für Einbrüche ins Gefängnis – aber in welches?

    Wegen schweren Diebstahls hat das Cochemer Amtsgericht eine 51-jährige Transsexuelle zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Noch ist unklar, ob die Strafe in einem Frauen- oder Männergefängnis verbüßt werden muss.

    Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau, die noch die Geschlechtsmerkmale eines Mannes hat, fünf Einbrüche in der Eifel und an der Mosel verübt hat. Angeklagt waren insgesamt 34 Einbrüche, doch nur fünf Fälle konnten laut Schöffengericht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Die Angeklagte, die zuletzt im April vom Amtsgericht Bitburg wegen Betrugs und Diebstahls verurteilt wurde und derzeit in Koblenz in U-Haft sitzt, hatte bis zuletzt die Taten abgestritten. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert.

    Vier Jahre Haft gefordert

    Die Staatsanwaltschaft hielt die Taten dagegen für bewiesen und hatte fast vier Jahre Gefängnis gefordert. Bei der Festnahme der Angeklagten sei Einbruchswerkzeug vorgefunden worden, mit dem mehrere der Taten begangen wurden, so Staatsanwältin Julia Kugler in ihrem Plädoyer. Auch würden Videoaufnahmen die Angeklagte zeigen, wie sie mit gestohlenen EC-Karten Geld abhebe.

    Das Verfahren hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Angeklagte als Mann geboren wurde, auch noch die primären Geschlechtsmerkmale eines Mannes hat, seit vielen Jahren aber offiziell als Frau geführt wird und einen Frauennamen trägt.

    Mobbing durch männlich Mitgefangene

    Sie hatte in ihrem Schlusswort gesagt, dass sie die Taten auch aus gesundheitlichen Gründen nicht begangen haben könne. „Keiner von ihnen kann sein Leben darauf verwetten, dass ich mich schuldig gemacht habe“, meinte sie zu den Richtern.

    Sie hatte die Haftbedingungen bei der U-Haft – sie ist mit Männern untergebracht – scharf kritisiert und von Mobbing und Bedrohung durch Mitgefangene gesprochen. Ob die Haftstrafe in einem Frauengefängnis verbüßt werden darf, ist noch offen. Das Urteil ist auch noch nicht rechtskräftig.

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