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    Thema Naturpark: Land will Förderung nicht kürzen

    Über Wochen war völlig offen, wie stark das Land die acht Naturparks in Rheinland-Pfalz – darunter auch die Naturparks Saar-Hunsrück und Soonwald – künftig unterstützt. Jetzt kommt ein erfreuliches Signal aus Mainz.

    Ein Blick in den Naturpark Nassau bei Zimmerschied (Verbandsgemeinde Nassau), aufgenommen von unserem Leser Frank Rosenbaum.
    Ein Blick in den Naturpark Nassau bei Zimmerschied (Verbandsgemeinde Nassau), aufgenommen von unserem Leser Frank Rosenbaum.
    Foto: honorarfrei

    Von unserem Redakteur Markus Kratzer

    Die rot-grüne Landesregierung will die Projektförderung von bislang jährlich 800 000 Euro auch im Doppelhaushalt 2014/2015 nicht antasten. Das bestätigte das Landesumweltministerium auf Anfrage unserer Zeitung.

    Wie Ministeriumssprecherin Stefanie Lotz weiter erklärt, will die Landesregierung die institutionelle Förderung, mit der die Naturparks ihr Personal finanzieren, sogar von 638 000 Euro in diesem Jahr auf 734 000 Euro in den kommenden beiden Jahren aufstocken. Nach dem landesweiten Aufschrei, als aus Mainz Mitte Oktober die Nachricht kam, dass die jährlichen Projektmittel für die Naturparks von 800 000 Euro auf 670 000 Euro zusammengestrichen werden (wir berichteten), scheinen die Wogen jetzt also wieder geglättet.

    Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Rotstift-Pläne hatte Thomas Griese, Staatssekretär im Umweltministerium, sich darum bemüht, das „Kürzungs-Schreckgespenst“ wieder zu verjagen. In einem Gespräch in Mainz hatte Griese den Vertretern der Naturparks zugesichert, nicht abgerufene Haushaltsreste von insgesamt 575 000 Euro in den nächsten vier Jahren mit auszuschütten. Das würde bedeuten, dass die angedachte Kürzung bis zum Jahr 2017 kompensiert werden könnte.

    „Trotz knapper Kassen sind die Naturparks im Land für die Zukunft gut aufgestellt“, gibt sich Umwelt-Staatssekretär Griese optimistisch. Auch die Befürchtung, die Landesregierung wolle durch die Finanzierung des im Hunsrück, im Hochwald und in Teilen des Saarlands geplanten Nationalparks den Naturparks das Wasser abgraben, will er nicht gelten lassen. „Diese beiden Schutzgebietskategorien dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, erklärt Griese.

    Dennoch waren die Naturparkvertreter damals nicht ganz zufrieden aus Mainz zurückgekehrt. Die Hauptsorge: die lange Zeitspanne, bis Gelder tatsächlich fließen können.

    Wenn die Verbandsversammlung des Naturparks Saar-Hunsrück am Mittwoch, 11. Dezember, in Merzig Anträge auf den Weg bringt, kann es bis Juli oder gar September dauern, bis der Bewilligungsbescheid über das Ministerium und die SGD Nord im Naturpark ankommt. Das erschwert den Maßnahmeträgern – nicht nur dem Park, der mit Verfügungsermächtigungen arbeiten kann, sondern vor allem auch Vereinen und Kommunen – die Arbeit.

    Rheinland-Pfalz
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