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Meisenheim

Stadtbürgermeister Keym schafft es schon im ersten Wahlgang

Der neue Stadtbürgermeister von Meisenheim heißt Werner Keym. Der 68-jährige parteilose Studiendirektor a. D. gewann die Wahl mit überraschend deutlichem Abstand zu seinen beiden Mitbewerberinnen Irene Lautenschläger (SPD) und Barbara Bickelmann (Bündnis 90/Grüne).

Stadtbürgermeister Keym schafft es schon im ersten Wahlgang
Noch etwas ungläubig blickte Werner Keym (2. von links) auf das eindeutige Wahlergebnis. Hermann Droste (von links), Bernd Gaulke und Gerhard Heil bestätigten den Sieg.
Foto: Unger

Meisenheim – Der neue Stadtbürgermeister von Meisenheim heißt Werner Keym. Der 68-jährige parteilose Studiendirektor a. D. gewann die Wahl mit überraschend deutlichem Abstand zu seinen beiden Mitbewerberinnen Irene Lautenschläger (SPD) und Barbara Bickelmann (Bündnis 90/Grüne). Keym tritt die Nachfolge des kürzlich unerwartet verstorbenen Volkhard Waelder an, der elf Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister der Glanstadt war.

Stadt Meisenheim-Grafik

Gelassen reagierte Keym auf das klare Votum der Meisenheimer Bürger: „Ich freue mich über das Ergebnis“, sagte er. In allen drei Wahlbezirken errang Keym die absolute Mehrheit und kam auf insgesamt 755 Stimmen, einen Anteil von 60 Prozent. Für Irene Lautenschläger votierten 363 Wähler, und Barbara Bickelmann konnte 138 Stimmen auf sich vereinigen. Beide Kandidatinnen nahmen die Niederlage sportlich. „Gut, dass wir nicht noch in eine Stichwahl gehen müssen“, erklärte Irene Lautenschläger. Allerdings hätte sie gerne wesentlich mehr Stimmen bekommen, räumte sie ein. „Schade für mich und schade für Meisenheim“, kommentierte Barbara Bickelmann selbstbewusst das Wahlergebnis. Sie vermisste bei ihrem Kontrahenten Visionen für die Zukunft der Stadt. Nach einem Wahlkampf mit wenig Biss fanden sich die beiden Bewerberinnen offenbar rasch mit dem Resultat ab.

Werner Keym blickt auf eine lange Periode ehrenamtlichen Engagements zurück. Er hat das Volksbildungswerk mit aufgebaut und mit der Organisation von vielen Veranstaltungen Meisenheims Ruf als Städtchen, in dem die Kultur einen hohen Stellenwert genießt, gefestigt. In Anbetracht der prekären Finanzlage sieht Keym eine schwierige Zeit auf die Stadt und auf sich selbst zukommen. „Ich glaube aber, dass wir trotz Schulden noch gemeinsam vieles bewirken können“, betonte er. Keym erinnerte an das Schlagwort der 80er-Jahre: „Du hast keine Chance, nutze sie.“ Dieser Slogan treffe auch auf Meisenheim zu. Von den Finanzen hänge nicht alles ab, er setze auf Engagement und Augenmaß, um die Stadt voran zu bringen.

Dieses Augenmaß habe sich auch im Wahlkampf bewährt, meinte Keym. So habe man zum Beispiel darauf verzichtet, Plakate mit dem jeweiligen Konterfei aufzuhängen. „Der Stil war gut, und der Sachverstand der beiden Damen, die mit mir kandidiert haben, bleibt dem Rat erhalten“, unterstrich Keym.

„Meine Frau sieht das Wahlergebnis mit gemischten Gefühlen“, gab der frisch Gewählte zu. Schließlich erwarten ihn viele Stunden zusätzlicher Arbeit. Aber auch aus diesem Dilemma sieht Keym einen Ausweg: „Ich verschiebe die Kreuzfahrt um vier Jahre – das ist mein Angebot an die Stadt.“

Marion Unger

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