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    Schleierwolken statt Sonne – Menschen genießen den Hauch von Frühling

    In anderen Regionen Deutschlands ist er bereits in vollem Gange - in Rheinland-Pfalz lässt sich der Frühling noch ein wenig Zeit. Auch am Wochenende machte sich weiterhin ein Tief über Irland bemerkbar, das vielerorts für Schleierwolken sorgte. Daneben sorgten Sandpartikel aus der Sahara, die von den Wolken nach Deutschland transportiert wurden, für Abkühlung, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes erklärte.

    Dennoch zog es die Menschen am Wochenende ins Freie. Entlang der Rheinpromenade in Mainz zeigten sich viele Spaziergänger. Gut besucht war auch der Mainzer Wochenmarkt. An Bänken und Tischen der Weinstände war jeder Platz besetzt. Auch der Jahrmarkt am Rheinufer profitierte von den vereinzelten Sonnenstrahlen. Die Schausteller freuten sich nach einer verregneten und kalten Woche über das rege Besucherinteresse. "So voll hab ich's hier noch nie erlebt", sagte ein Passant.

    Der Holiday-Park in Haßloch in der Pfalz freute sich über fast viermal so viele Besucher wie am Ostersonntag. Genaue Zahlen nannte Verwaltungsleiter Bernd Beitz aber nicht. „Es zeigt sich mal wieder, dass die Wettervorhersage fast genauso wichtig ist wie das Wetter“, sagte er. Wenn die Menschen aufgrund einer guten Vorhersage erstmal einen Ausflug geplant hätten, hielten sie daran in der Regel auch fest, wenn das Wetter nicht so schön werde.

    Prognose sieht nicht gut aus 

    Medizinmeteorologin Angelika Grätz vom DWD riet dazu, an die Luft zu gehen und die Sonne zu genießen. „Sonne tut einfach gut“, sagte sie. Denn helles Licht sei zwar für den Organismus anstrengend, wirke aber gleichzeitig stimulierend. Es bremse die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Der Mensch sei wacher.

    Doch die Prognose des DWD sieht eher trüb aus: Vor allem am Montag kann es sogar zu kräftigen Gewittern kommen. Die Höchsttemperaturen liegen zum Wochenbeginn bei niedrigen 15 Grad in der Eifel und dem Hunsrück. Richtig frühlingshaft war es mit bis zu 22 Grad nur am Oberrhein und in der Vorderpfalz. Auch in der kommenden Woche bleibt es bewölkt und wechselhaft.

    Schuld war auch Sahara-Staub

    Mit 20 Grad am wärmsten wurde es am Samstag im bayerischen Mittenwald. Das sei aber weit weg von Rekordwerten, sagte ein Meteorologe des DWD. Auch am Sonntag gab es viele Gelegenheiten für Sonnenbäder - aber nicht überall. Denn Wolken und Sahara-Staub bremsten etwas die Temperaturen. 

    SAHARA-STAUB: Die feinen Körner aus der Wüste kamen mit Wind und Wolken nach Deutschland. "Wir schätzen, dass der Sand die Temperatur um ein bis zwei Grad gesenkt hat", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag in Offenbach. Der Sand befinde sich in zwei bis drei Kilometern Höhe und sorge dort zusammen mit Schleierwolken für Abkühlung auf der Erde. Der Sahara-Staub habe keine besonderen Auswirkungen und werde vom Wind weitertransportiert. "Falls es regnen sollte, sorgen die Partikel allerdings noch für schmutzige Autos", sagte der Sprecher. Sahara-Staub in Europa ist nicht ungewöhnlich.

    TIERISCHES: Die Ankunft des Frühlings genießen auch viele Tiere - zum Beispiel Berberaffen. "Vor allem am frühen Morgen nehmen die Tiere gerne ein Sonnenbad, um sich von den frischeren Nächten aufzuwärmen", sagte der Leiter des Affenbergs Salem, Roland Hilgartner. Die etwa 200 Berberaffen in dem Tierpark in Baden-Württemberg können sich frei bewegen. "Sobald die Sonne durchkommt, strecken sie die Bäuche raus."

    BIKER: "Nichts wie raus" - das gilt in diesen Tagen auch für Radfahrer und Biker. "Wir sind für das erste Wochenende der Motorradsaison ganz gut besucht", hieß es im Bikertreff "Zündstoff" in Edertal am hessischen Edersee. Auf beliebten Strecken kam es zu Unfällen. Die Polizei zeigte etwa im Sauerland und in der Eifel mehr Präsenz. "Sobald das Wetter schön wird, muss man den Fahrern mal etwas genauer auf die Füße gucken", so ein Polizist in Lüdenscheid.

    SCHATTENSEITEN: Die warmen Temperaturen bringen aber auch erste negative Seiten mit sich. Das baden-württembergische Agrarministerium wies auf die Borkenkäfergefahr hin: In den nächsten Tagen und Wochen schwärmten die Tiere aus und suchten sich ihre Brutstätten, teilte ein Sprecher in Stuttgart mit. Besonders kranke Bäume seien anfällig. Einen ganz anderen Nachteil des schönen Wetters bekommen Allergiker zu spüren: Vielen Menschen mit Heuschnupfen juckt es schon mächtig in den Augen und der Nase.

    SCHNEE: Wer trotz der milden Temperaturen den Winter noch nicht ganz loslassen will, der muss auf die Berge gehen: Auf dem Brocken im Harz liegt noch ein halber Meter Altschnee. Auf dem Feldberg im Schwarzwald waren am Wochenende noch 8 von 23 Loipen gespurt.

    dpa

    Wetterfeature erstes Aprilwochenende
    Rheinland-Pfalz
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