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    Ringracer am Nürburgring soll mit reduziertem Tempo fahren

    Auf den Tag genau will sich die Nürburgring Automotive GmbH immer noch nicht festlegen, auf den Monat schon: Im Juni soll der Ringracer endgültig in Betrieb gehen - allerdings nicht mit dem angekündigten Rekordtempo.

    In den Vorjahren war der Termin immer wieder verschoben worden.
    In den Vorjahren war der Termin immer wieder verschoben worden.
    Foto: dpa

    Nürburgring - Auf den Tag genau will sich die Nürburgring Automotive GmbH immer noch nicht festlegen, auf den Monat schon: Im Juni soll der Ringracer endgültig in Betrieb gehen - llerdings nicht mit dem angekündigten Rekordtempo.

    Statt mit 217 km/h soll das Fahrgeschäft in seiner ersten Saison mit 160 km/h entlang der Start-und-Ziel-Geraden des Grand-Prix-Kurses rasen. Der Bereichsleiter "Ringwerk", Andreas Stickel, tröstet sich: „Immerhin noch Europarekord.“

    Fast genau zwei Jahre nach der Eröffnung des neuen Nürburgrings sieht Stickel seine Achterbahn jetzt endlich reif für den Geschäftsbetrieb. Unfälle wie im Juni und September 2009, die sich bei der Simulation von Störfällen ereignet hätten, schließt er jetzt aus. „Da wurden Flüchtigkeitsfehler bei der Programmierung gemacht." Ermittlungen deshalb waren im Juni 2010 eingestellt worden. Laut Stickel haben man sich nun von der verantwortlichen US-Firma getrennt und arbeiten jetzt mit Actemium aus dem Schwarzwald zusammen. Wir haben jetzt eine komplett neue Steuerung und eine von A bis Z neue Programmierung.“

    Sechs Tage die Woche werde am Racer gearbeitet, erklärt Stickel. Alle Szenarien werden überprüft. In Etappen wird der Druck bis zur Höchstbelastung hochgefahren. Der TÜV-Rheinland und der TÜV Nord sind bei allen Entwicklungsschritten dabei. „Die endgültige technische Abnahme erfolgt von einem dritten Unternehmen, dem TÜV Süd. So wollen wir höchstmögliche Sicherheit garantieren“, erklärt der Ring-Manager.

    Rechtzeitig vor den Großveranstaltungen soll der Coaster in Betrieb gehen. Auf die angekündigte Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h müssen die Achterbahnfans aber noch ein weiteres Jahr warten. Dafür bedarf es weiterer Tests. Vor allem wie Menschen den enormen Schub des Katapultstarts vertragen, müsse noch durch medizinische Tests untersucht werden. „Wir bewegen uns in den Grenzen des Möglichen, aber am oberen Rand. Deshalb geht die Sicherheit der Fahrgäste vor“, so Stickel. Auch wenn der Racer nicht annähernd an das Spitzentempo der am Sonntag in die neue Saison startenden Formel 1-Boliden herankäme, seien die Beschleunigungswerte der Bahn am Ring dennoch deutlich höher als in der Königsklasse des Motorsports, so Stickel.

    Der raktenartige Abschuss ist etwa auf diesem Video zu sehen:

    Abgeschlossen ist laut Andreas Stickel auch die Frage, wer die Kosten für den verspäteten Start des 12 Millionen Euro teuren Fahrgeschäfts übernimmt. Für zusätzliche Projektkosten, Umsatzeinbußen und Imageschaden, soweit er sich in Geld bewerten lässt, wird der Hersteller des Ringracers in Anspruch genommen, die Firma S&S aus den USA . „Die Nürburgring GmbH und S&S haben sich auf einen Betrag geeinigt“, so Stickel. Zahlen wollte er nicht preis geben. Die Kosten für Planung und Bau hatte das Wirtschaftsministerium in der Antwort (pdf) auf eine kleine Anfrage mit 10,4 Millionen Euro netto angegeben.

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