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    Limburg

    Nach der Kostenexplosion: Priesterrat fordert Rücktritt des Limburger Bischofs – Wann muss er seinen Hut nehmen?

    Die Nachricht von der Kostenexplosion für die Bischofsresidenz ist noch frisch, aber sie hat schon eine Woge der Entrüstung ausgelöst. Der Priesterrat fordert den Rücktritt des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst.

    Umfrage
    Kostenexplosion in der Bischofsresidenz von Limburg

    Wie soll es weitergehen mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst?

    Wer so viel Geld verschwendet, hat die falsche Position.
    71%
    Einfach aussitzen - in drei Wochen denkt keiner mehr daran.
    3%
    Die Residenz ist doch toll!
    4%
    Der Bischof soll die Mehrkosten aus eigener Tasche tragen.
    16%
    Lasst den armen Mann doch in Ruhe.
    6%
    Stimmen gesamt: 1520

    Eigentlich wollte Franz-Peter Tebartz-van Elst am Dienstag zwei Bücher vorstellen. Doch die Hessische Landeszentrale für Politische Bildung bekam kurzfristig die Bitte um Verschiebung - die eigenen Bücher machen dem Bischof genug zu schaffen. Nachdem am Montag bekannt wurde, dass darin Kosten von 31 Millionen Euro für das Diözesane Zentrum St. Nikolaus stehen, hat der Bischof daheim eine riesige Baustelle. Es gibt bereits Rücktrittsforderungen.

    Reinhold Kalteier, der Sprecher des Priesterrats im Bistum Limburg, fordert Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zum Gehen auf. Der Bischof müsse nun zurücktreten, sagte er dem hr. Der Priesterrat wird auch der "Senat des Bischofs" bezeichnet und soll den Bischof bei der Leitung der Diözese unterstützen, "um das pastorale Wohl des ihm anvertrauten Teiles des Gottesvolkes so gut wie eben möglich zu fördern". Im Priesterrat in Limburg sitzen Vertreter der elf Bezirke und fünf weitere berufene Mitglieder. 

    Das Diözesane Zentrum St. Nikolaus gegenüber dem Dom ist wegen der hohen Kosten ein Punkt, an dem sich die Kritik am Bischof entzündet.
    Das Diözesane Zentrum St. Nikolaus gegenüber dem Dom ist wegen der hohen Kosten ein Punkt, an dem sich die Kritik am Bischof entzündet.
    Foto: Sascha Ditscher

    Weil die Bischofsweihe ein Sakrament ist, gilt die Regel „Einmal Bischof, immer Bischof“. Der einzige (irdische) Vorgesetzte eines Bischofs ist der Papst, die deutschen Bischöfe und Kardinäle haben also einem anderen Bischof nichts zu sagen. Tebatz-van Elst soll auch intern bereits seine Position klar gemacht haben: Der Papst hat ihn eingesetzt, nur der Papst könne ihn aus dem Amt entfernen.

    Mit einer Rücktrittserklärung alleine ist es durch einen Diözesanbischof auch nicht getan. Im Kirchenrecht (Canon 401,2) heißt es, „ein Diözesanbischof „ist nachdrücklich gebeten, den Amtsverzicht anzubieten“, wenn er „wegen seiner angegriffenen Gesundheit oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund nicht mehr recht in der Lage ist, seine Amtsgeschäfte wahrzunehmen“. Das war auch bei Bischof Walter Mixa der Fall, nachdem Prügelvorwürfe gegen ihn bekannt geworden waren. Er bot seienn Rücktritt an, der Papst nahm ihn an. Bischof bleibt der Geistliche damit – nur nicht mehr Leiter des Bistums.

    Für Wirbel sorgt auch, dass Jochen Riebel, früherer Chef der hessischen Staatskanzlei, Tebartz-van Elst offen der Lüge bezichtigt. Riebel ist Teil des dreikönigen Gremiums, dass die Finanzen am Montag untersucht hatte. 

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