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    ++ Bomben-Ticker: Entschärfung in Weitersburg {Beendet}

    Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Weitersburg (Kreis Mayen-Koblenz) haben am Sonntag rund 6000 Menschen ihre Häuser verlassen. Gegen 15.15 Uhr wurde die Bombe erfolgreich entschärft. 

    Das war unser Ticker von der Bombenentschärfung in #Weitersburg. Schön, dass Sie dabei waren. Bis zum nächsten Mal! 

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    Volker Grabe vom Kampfmittelräumdienst via Telefon: "Sie ist entschärft! Alles ist gut gegangen! Die Menschen können zurück in ihre Häuser, das Sperrgebiet ist freigegeben."

    Volker Grabe von der Einsatzleitung des Kampfmittelräumdienstes erklärt: "Es läuft alles nach Plan. Wir konnten ja sogar früher als geplant mit der Entschärfung beginnen. Und bis auf den kleinen Störfaktor, als der Bauer mit seinem Traktor auf sein Feld hinaus fuhr, hat alles wunderbar geklappt. Jetzt warten wir das Ende der Entschärfung ab."

    Die Entschärfung der Bombe musste um wenige Minuten verschoben werden. Grund: Ein Landwirt aus Weitersburg wollte jetzt noch mit seinem Traktor aufs Feld hinausfahren. Hallo?! 

    Eil: Die Entschärfung der Bombe läuft seit 14:30 Uhr!!

    Unsere Reporter winken aus dem verlassenen Vallendar. 39 Personen sitzen in der Stadthalle, das DRK und sechs weitere Vereine haben die Versorgung der Bürger übernommen. Und auch das neue Schützenkönigspaar ist dabei und verteilt Brötchen und Kuchen.

    Hier warten die Anwohner von Niederwerth vor dem Schützenzelt. 

    Warten vor dem Schützenzelt in Niederwerth. 
    Warten vor dem Schützenzelt in Niederwerth. 
    Foto: Peter Karges

    Bilder von Anwohnern aus Vallendar. 

     

    Hier auch noch einmal einige Impressionen aus dem verlassenen Vallendar.

    Die Polizei meldet, dass der Einsatz nach wie vor planmäßig verlaufe. Ab 14.00 Uhr wird auch der Bahn- und Schiffsverkehr rund um Bendorf und Vallendar gesperrt werden. Dann sieht es auch hier so aus, wie auf den bereits gesperrten Straßen. 

    Der Kampfmittelräumdienst hat bereits erste Vorarbeiten geleistet - und ein fettes Loch gebuddelt. 

    Vor der Entschärfung: Frank Bender, der Mann, der es heute wissen muss - vom Kampfmittelräumdienst im Interview!

    Und auch die Polizei twittert ein erstes Bild vom Einsatzort.

    Jetzt aber schnell raus hier! Immer noch Menschen - und auch Tiere in den Häusern!

    Der südliche Bereich des Evakuierungsgebiets ist laut Polizei geräumt. Ein Hubschrauber sucht zur Zeit das Graswerth ab. Alle schnell raus hier! 

    Derweil in der Notunterkunft in Bendorf: Mittagessen!

    Notunterkunft in Bendorf, zum Mittagessen gibt es heiße Würstchen. 
    Notunterkunft in Bendorf, zum Mittagessen gibt es heiße Würstchen. 
    Foto: Annette Hoppen

    Niederwerth: Wer das Inseldasein satt ist, der kann übrigens mit der Personenschiff "Gilles" von Niederwerth noch nach Koblenz fahren. Fahrzeit knapp 20 Minuten, hin- und zurück für 7.50 Euro. Ein Schlupfloch? Was ist denn hier los?

    Reporter Peter Karges hat in Niederwerth Anwohner gefragt, wie sie die Evakuierung so erlebt haben.

    Uuuups! Hütchen vergessen: An der Absperrung zur B 42 in Bendorf in Höhe der Hafenzufahrt gab's erst einmal Verkehrschaos. Die Beamten hatten keine Absperrhütchen dabei, um die Zufahrt zum Kreisel zu sperren. 

    Und auch auf der Hauptstraße in Bendorf hat die Polizei in Höhe der Abzweigung Bahnhofstraße alle Hände voll zu tun: Der von der B 42 abgeleitete auswärtige Verkehr kreist wohl im Nirwana durch die Stadt. Umleitungsschilder gibt es nicht....

    In Bendorf staut sich derweil rund um Kreisel an den Ausfahrten der B 42 der Verkehr. Fast jedes zweite Auto stoppt bei den Polizeisperren, um nach Ausweichrouten zu fragen. "Die meisten davon sind Einheimische", sagt einer der Polizeibeamten kopfschüttelnd.

    Und auch Notfallseelsorger sind übrigens im Evakuierungsgebiet im Einsatz. Im Wilhelm-Remy-Gymnasium kümmert sich Pfarrer Detlef Kogge vor allem um ältere Menschen, die den Krieg noch miterlebt haben. "Bei denen kommen die ganzen Schreckenserlebnisse jetzt wieder hoch", sagt der Pfarrer.

    In Vallendar müssen die Seelsorger im Evakuierungsgebiet helfen: Eine Frau, die ihr Haus nicht verlassen will, droht mit Suizid.

    Die Polizei kontrolliert zur Zeit, ob die Häuser auch wirklich alle leer sind. Teilweise müssen Bewohner überredet werden, ihre Häuser zu verlassen. Dennoch: Die Einsatzleitung der Polizei meldet: "Der Einsatz verläuft bisher absolut planmäßig. Keine Zwischenfälle, keine Verkehrsprobleme."

    Einsatzleiter Fred Pretz: "Alles läuft reibungslos! Momentan sind 550 Einsatzkräfte in Einsatz. Es sollen aber bis zu 800 werden. Der Luftraum wir ab 13.30 Uhr gesperrt. Wenn die Sicherheitslage es erlaubt, wird auch vor 16.00 Uhr entschärft."

    Kurz nach 11.00 Uhr heißt es: Alle Straßensperrungen rund um den Fundort der Bombe stehen.

    10.55 Uhr: Die letzten Autos verlassen die Insel Niederwerth.

    Niederwerth wieder eine Insel. Die Brücke ist gesperrt. Das Schützenzelt, in welchem eigentlich das Schützenfest heute stattgefunden hätte, wäre nicht die Bombe dazwischen gekommen, dient nun als Notunterkunft. Hier haben sich circa 50 Menschen eingefunden, erzählt unser Reporter. Es gibt belegte Brötchen und Kaffee. Vielen sieht man die vergangene Nacht in den verschlafenen Gesichtern noch an. 

    Das sind Strategen“ – so kommentiert ein Vallendarer das Verhalten einiger übereifriger Einsatzkräfte in Höhr-Grenzhausen. Diese hatten die Autobahnauffahrt der A 48 in Richtung Koblenz schon gegen 10.45 Uhr gesperrt, obwohl die Auffahrt erst um 11.00 Uhr dicht sein sollte. Der Vallendarer, der seine Eltern aus dem Evakuierungsgebiet zu Freunden nach Höhr-Grenzhausen gebracht hatte, fuhr daraufhin ungehindert über die Landstraße nach Bendorf und dort kurz vor 11.00 Uhr auf die Autobahn. Dort war das möglich, in Höhr-Grenzhausen nicht.

    Das Berufsförderungswerk dient als Zentrale für den Evakuierungseinsatz. 
    Das Berufsförderungswerk dient als Zentrale für den Evakuierungseinsatz. 
    Foto: Damian Morcinek

    Ab 11.00 Uhr gelten die Sperrungen 1,8 km rund um den Fundort der Bombe.

    In der Notunterkunft im Bendorfer Wilhelm Remy Gymnasium treffen gegen 10:20 Uhr die ersten Anwohner ein, die das Evakuierungsgebiet bereits verlassen haben. Für 40 bis 50 Leute ist hier Platz.

    Die Einsatzleitung der Polizei meldet, dass die Evakuierung bisher prima verlaufe. "Die Menschen verlassen ihre Häuser, Verkehrsprobleme gibt es bisher auch noch keine - mal abwarten wie es ab 11.00 Uhr aussieht, wenn dann alles gesperrt ist", sagt Einsatzleiter Helmut Zirfas von der Polizei. 

    Die Gottesdienste fallen an diesem Sonntag in den evakuierten Bereichen ebenfalls aus. "Anwohner wollten heute morgen in die Kirchen", wir mussen sie wieder nach Hause schicken", berichtet der Einsatzleiter aus Vallendar. 

    "Heute kamen die Leute schon ganz früh Brötchenkaufen", berichtet ein Bäcker aus Bendorf, bei dem die Regale um 10 Uhr fast leer sind.  "Die meisten haben gesagt, sie frühstücken heute zeitig, damit sie um 11.00 Uhr raus aus dem Evakuierungsgebiet sind", sagt der Mann. 

    In einer Stunde muss das Evakuierungsgebiet in Bendorf geräumt sein - noch stehen vor den Häusern im Wohngebiet aber erliche Autos geparkt, viele Anwohner werden ihre Häuser wohl "auf den letzten Drücker" verlassen.

    In Vallendar steigen um 10:37 Uhr circa 15 Menschen in den letzten Bus. Betrieb wie werktags zum Berufsverkehr. 

    Das THW Andernach fährt mit einem Lautsprecherwagen über die Vierwindenhöhe in Bendorf. "In Weitersburg wurde eine Bombe gefunden. Bitte verlassen Sie Ihre Wohnung", schallt es per Tonbanddaueraufnahme aus dem Megaphon.

    Auch der Koblenzer Sparkassenvorstand muss heute sein Haus verlassen: Ernst Josef Lehrer macht sich um 9:20 Uhr auf den Weg raus dem Bendorfer Evakuierungsgebiet. Der Banker nimmt's gelassen. "Ich gucke mir heute eine Harley-Ausstellung an", verrät er. 

    Zahlreiche Wagen des Rettungsdienstes sind im Evakuierungsgebiet unterwegs, um bettlägerige und gehbehinderte Menschen abzuholen.

    Die Feuerwehrleute versammeln sich am Gerätehaus in der Rheinstraße. Die Feuerwehr bringt ein Boot auf die Insel Niederwerth. Es wird in dem Bereich zu Wasser gelassen, der nicht von der Evakuierung betroffen ist und steht für Notfälle bereit. Zahlreiche Mannschaftstransporter der Polizei fahren durch Vallendar Richtung Bendorf, Teile Bendorfs werden ebenfalls evakuiert. In Vallendar bereiten DRK-Mitarbeiter die Notunterkunft Stadthalle vor.

    Im Seniorenheim in Vallendar wurde in den vergangenen Tagen bereits der Ernstfall für heute geübt. Deshalb lief alles reibungslos ab, berichten unsere Reporter. Hier haben am Sonntagmorgen circa 70 Menschen das Heim verlassen. Sie wurden teilweise auf benachbarte Heime verteilt, teilweise zu ihren Familien und Angehörigen gebracht. 

    Auch die neurologische Klinik in Vallendar wurde evakuiert. Patienten wurden entweder früher entlassen oder in andere Kliniken verlegt. 

    10.00 Uhr: Der Backshop im Rewe-Markt schließt seine Pforten, eine Stunde früher, als an einem „normalen“ Sonntag. Der Umsatz sei aber gleich, die Leute hätten halt früher eingekauft, meint die Verkäuferin.


    Evakuierung in Weitersburg auf einer größeren Karte anzeigen

    10.45 Uhr: Der THW-Wagen tönt durch die Straßen, dass in Weitersburg eine Bombe gefunden wurde. Die Innenstadt von Vallendar ist schon ziemlich verwaist, heruntergelassene Rollladen, eine leere Fußgängerzone, nur ab und zu ein Auto, was noch für einen Ausflug beladen wird.

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    Die Feuerwehr Bendorf teilt mit, dass in der Stadt Bendorf "nur die Sammelstelle Schulzentrum (Gymnasium) als Anlaufstelle für die Bevölkerung" dient.

    Die Stadthalle Bendorf sowie die Sporthalle der Medardus-Grundschule können laut Feuerwehr nicht als Notunterkünfte genutzt werden.

     

     

     Von Annette Hoppen, Damian Morcinek, Albrecht Kahl, Peter Karges, Winfried Scholz, Sarah Kern  

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