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Flughafen Hahn

Beinahe-Unglück: Ermittlungen gegen Ryanair-Piloten

Nach dem Beinahe-Zusammenstoß zwischen einem Passagier- und einem Segelflugzeug ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Eine Ryanair-Maschine startet vom Hahn. Gegen die beiden Piloten einer Maschine, die Ende April in einen Beinahe-Zusammenstoß verwickelt waren, gibt es Strafanzeigen.
Eine Ryanair-Maschine startet vom Hahn. Gegen die beiden Piloten einer Maschine, die Ende April in einen Beinahe-Zusammenstoß verwickelt waren, gibt es Strafanzeigen.
Foto: Werner Dupuis

Hintergrund sind zwei Strafanzeigen. Haben die beiden 39 und 23 Jahre alten Ryanair-Piloten beim Landeanflug auf den Hahn den Flugverkehr gefährdet, als sie mit ihrer Boeing 737-800 einem Segelflugzeug gefährlich nahe kamen? Mit dieser Frage befasst sich nach Informationen des Trierischen Volksfreunds jetzt die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach. „Wir haben nach zwei Strafanzeigen ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Luftverkehrs eingeleitet“, bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Michael Brandt dem Trierischen Volksfreund. Wie lange die Ermittlungen dauerten, sei noch völlig unklar. „Wir haben so etwas ja auch nicht alle Tage.“

Der über drei Monate zurückliegende Beinahe-Zusammenstoß war erst nach einer Veröffentlichung der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bekannt geworden. Beim Landeanflug auf den Hahn hatte der Kopilot einer aus dem italienischen Alghero kommenden und mit 114 Menschen besetzten Maschine das Segelflugzeug entdeckt – am 25. April um 17.37 Uhr. Im August 2010 hatte es bereits einmal einen ähnlichen Vorfall gegeben. Eine Boeing 737-800 war da zwei Segelflugzeugen gefährliche nahe gekommen. Der Abschlussbericht zur Untersuchungd es Falles durch die BFU liegt noch nicht vor.

Wie später die Auswertung der Radaraufzeichnungen ergab, näherten sich die beiden Maschinen bis auf 200 Meter, wobei das Segelflugzeug etwas tiefer flog als die Passagiermaschine. Nach Angaben der Flugsicherung durfte der Segelflieger dort fliegen.

Ein Ryanair-Sprecher sprach dagegen von einem „Sicherheitsproblem aufgrund unkontrollierter Aktivitäten von Segelfliegern am Hahn“. Die Identität des Segelfliegers ist immer noch unbekannt. Der Luftraum über dem Soonwald ist äußerst beliebt. Theoretisch kommen Dutzende Flugplätze infrage, von denen der Pilot gestartet sein könnte. sey

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