Archivierter Artikel vom 14.07.2021, 13:08 Uhr
Linz

Verabschiedung für die ehrenamtliche Aufsicht der alten Pfarrkirche St. Martin in Linz

Der erste Vorsitzende A.-Peter Gillrath lud im Namen und Auftrag des Fördervereins alle Aufsichtler zu einem gemeinsamen Abschiedsessen ins Restaurant Franco in Linz ein.

Foto: Förderverein St. Martin-Kirche Linz/Rhein

2019 wurde die Martinskirche in Linz wieder zur Hauptpfarrkirche der Pfarreiengemeinschaft und dies bedeutete nicht nur das Aufgeben der Kirchenaufsicht, sondern auch der Wegfall der Begleitung von Konzerten, Kunst- und Krippenausstellungen, dem „fröhlichen Frühjahrsputz“ und dem ehrenamtlichen Blumenschmuck für die Gottesmutter. Darum hieß es kürzlich für alle Freiwilligen Abschied vom St. Martins-Ehrenamt zu nehmen. Der erste Vorsitzende A.-Peter Gillrath lud im Namen und Auftrag des Fördervereins alle Aufsichtler zu einem gemeinsamen Abschiedsessen ins Restaurant Franco in Linz ein. Die Stimmung war etwas durch diesen traurigen Anlass getrübt, aber die Anekdoten aus der Aufsicht in St. Martin ließ allen Anwesenden das Herz aufgehen.

Foto: Förderverein St. Martin-Kirche Linz/Rhein

Coronabedingt hatte schon im vergangenem Jahr und in diesem Jahr kein Ausflug der Ehrenamtler geplant werden können. Dieser Ausflug war immer der Beginn der „neuen Saison für die Kirchenaufsicht“ gewesen. Erinnerungen und Erlebnisse aller Jahre wurden beim Abschiedsessen ausgetauscht und jeder wünschte sich weiterhin tätig sein zu können. Auch der längst Verstorbenen, seit Gründung des Fördervereins St. Martin-Kirche Linz/Rhein im Jahr 1985, wurde gedacht.

„Doch … “niemals geht man so ganz„ – Jeder der Ehrenamtler hat seine persönlichen Fußspuren in Martin hinterlassen und kann stolz darauf sein. “Danke„ an alle und “Danke„ an St. Martin. Auf der Internetseite der Martinskirche www.linz-kirche-sankt-martin.de haben Sie immer einen Ein- und Überblick rund um unsere Pfarrkirche.“

Hommage an St. Martin: Du bist das Herz, das in unserer Stadt hier schlägt. Du bist der Fels, der alle trägt. Du bist der Raum voller Geborgenheit. Du schützt und wachst seit langer Zeit. Du stehst stolz auf festem Grund. Du bist voll Schönheit bis hoch zum Turm. Du segnest Leben und trägst den Tod. Du bist der Hort mit Gottes Gebot. Du bist die Heimat für unseren Herrn. Du bist ein Leuchtturm und ein Stern. Du bist prachtvoll und doch ganz schlicht. Du bist wie ein schönes Liebesgedicht. Du schenkst Dem Frieden, Der ihn sucht. Du spendest Kraft und Mut dazu. Du bist gleichwohl Alltags- und Festtagsort. Du hinterlässt Eindruck bei Dem, Der geht fort. Du bist das Dasein und die Wiederkehr. Du bist unvergesslich bis weit über das Meer. Du lebst länger, als ein Mensch es kann tun. Du kennst seit 1206 kein Rasten und Ruh'n. Du bist ein verlässliches Schiff – im seichten Wasser und hoher Brandung. Dein Mittelschiff trägt die schönste Gewandung. Deine Jochwände sind geschmückt mit Heiligen, mehr als lebensgroß. Ursula, Margaretha, Katharina, Barbara, Martin, Petrus und Jakobus. Dein Sterngewölbe gleicht einem Himmelsort – Petrus, Andreas, Lukas und Johannes wachen dort. Die Urväter aller Handwerker durften Dich bauen und schmücken. Wer möchte nicht gern in diese vergangene Zeit zurückblicken? Du bist ein Erbe, unvergleichlich stark und schön. Du darfst nicht in dieser kalten Welt verloren geh'n. Du wirst Deine alte Pracht zurückerhalten, und unsere Nachkommen werden es uns danken. Du bist ein Kleinod voller Traum und Wirklichkeit, behüt' uns weiter bis in Zeit und Ewigkeit.

(c/o Renate Mannke, eine Linzerin im November 2009)