Archivierter Artikel vom 06.12.2021, 14:26 Uhr
Dierdorf

Sicherung einer wohnortnahen medizinischen Versorgung

Der Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel (MdB) traf sich mit den Verantwortlichen des Evangelischen Krankenhauses Dierdorf/Selters (KHDS) und brachte zu dem Termin den Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Dierdorf Hans-Dieter Spohr (CDU) mit.

Das Foto zeigt (von links) Dr. med. Reinhold Ostwald (ärztlicher Direktor des KHDS), Guido Wernert (KHDS-Geschäftsführer), Hans Dieter Spohr, MdB Erwin Rüddel, Rolf-Peter Leonhardt (KHDS-Verwaltungsratsvorsitzender) und Jörg Geenen (stv. KHDS-Geschäftsführer).
Das Foto zeigt (von links) Dr. med. Reinhold Ostwald (ärztlicher Direktor des KHDS), Guido Wernert (KHDS-Geschäftsführer), Hans Dieter Spohr, MdB Erwin Rüddel, Rolf-Peter Leonhardt (KHDS-Verwaltungsratsvorsitzender) und Jörg Geenen (stv. KHDS-Geschäftsführer).
Foto: Evangelisches Krankenhauses Dierdorf/Selters

Spohr bewirbt sich im Januar 2022 um das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Dierdorf. Die beiden Politiker zeigten sich beeindruckt von der sehr positiven Entwicklung des Krankenhauses. Zur Sicherung und Entwicklung der stationären Notfallversorgung hat das KHDS bis heute ebenso umfangreiche wie zukunftsweisende Maßnahmen ergriffen. Jüngst wurden in der Betriebsstätte Dierdorf die Kapazitäten der Intensivstation verdoppelt. Darüber hinaus richtet die Klinik in Dierdorf derzeit die Abteilung Innere Medizin II sowie – neben der Endoskopie in Selters – eine weitere endoskopische Abteilung ein. In Selters wird aktuell die Schlaganfalleinheit um 50 Prozent weiter ausgebaut. Alle Baumaßnahmen gehen termingerecht und zügig voran. Der KHDS-Geschäftsführer Guido Wernert berichtete: „Neben den baulichen und organisatorischen Maßnahmen im laufenden Betrieb, sichern wir auch die personelle Ausstattung. So konnten wir ergänzend zu den Chefarztpositionen in der Inneren Medizin, die wir in der jüngeren Vergangenheit bereits mit ausgewiesenen Spezialisten besetzt haben, zur Sektionsleitung Innere Medizin/Dierdorf mit Regina Burkhardt, einer Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie, eine hervorragende ärztliche Kollegin gewinnen, die die vorhandenen Kompetenzen wirkungsvoll ergänzt.“ Dabei verwies Wernert aber auch auf die Wichtigkeit des Erhalts der ambulanten Versorgung, welche in den Bereichen der Haus- und Facharztpraxen wie auch Therapie in den immer schwierigeren Nachfolgelösungen für die lokal Verantwortlichen aus Politik und allen Gesundheitsbereichen zügiges beherztes und kreatives Handeln verlangt. Mögliche Nachfolger entscheiden anders als früher und suchen immer mehr ihr Tätigkeitsein in zum Beispiel Gesundheitszentren.

Zukunftsfester Krankenhausstandort

Der ärztliche Direktor des KHDS, Dr. med. Reinhold Ostwald, lenkte den Blick mit eindrucksvollen Berichten aus dem Klinik-Alltag auf das Pandemie-Geschehen. „Alle Kollegen, sowohl aus der Pflege als auch aus dem ärztlichen Bereich, haben in den vergangen Monaten Herausragendes geleistet.“ Der Bürgermeisterkandidat Hans Dieter Spohr, der mit seiner Familie in einer Nachbargemeinde des Krankenhauses lebt, ergriff in diesem Zusammenhang das Wort und dankte den Mitarbeitenden des Krankenhauses für deren Einsatz für die Menschen in der Region. Darüber hinaus erklärte Spohr: “Die stationäre und ambulante Gesundheitsversorgung in unserer Region liegt mir am Herzen. Sie ist für unsere unmittelbare Lebensqualität von besonderer Bedeutung. Das KHDS ist mit seinen MVZ-Standorten ein wichtiger Garant für den Erhalt einer funktionierenden Haus- und Facharztstrukturen in unserer Region. Hierfür ist ein zukunftsfester Krankenhausstandort Dierdorf/Selters das existenzielle Fundament.“ Rolf-Peter Leonhardt, der KHDS-Verwaltungsratsvorsitzende, rief die politisch Verantwortlichen dazu auf, die wichtige Sicherung der medizinischen Flächenversorgung gerade in ländlichen Bereich durch eine passendere Krankenhausstruktur im städtischen Bereich zu gewährleisten. Der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel unterstützte diese These, weil er weiß: „Die Menschen fragen nicht ausschließlich nach der Größe einer Klinik, sondern nach der Nähe der medizinischen Versorgung.“ Somit verständigten sich alle Gesprächspartner darauf an dem übergeordneten Ziel, der Sicherung einer wohnortnahen, ambulanten und stationären medizinischen Versorgung gemeinsam weiter aktiv zu arbeiten.