Archivierter Artikel vom 05.08.2019, 09:05 Uhr
Neuwied

GTRVN-Tagesfahrt ging von Hatzenport nach Neuwied

Die Wetteraussichten versprachen nichts Gutes, als nach der heißesten Woche des Jahres zehn Ruderer des GTRV Neuwied unter Leitung von Patrik Sassin an die Mosel fuhren, kürzlich von Hatzenport zurück in die Deichstadt zur rudern.

Foto: GTRV Neuwied

Sonne, Regen und heftige Gewitter waren gemeldet. Gegen 9.30 Uhr waren die beiden Boote „Julle“ und „Rolandsbogen“ mit samt Besatzung auf dem Wasser und starteten bei Sonnenschein zu der geplanten Tagestour. Vorbei an Brodenbach, Löf und Alken wurde bei leichtem Nieselregen nach sieben Kilometer die Schleuse Lehmen erreicht. Leider war es den Neuwiedern nicht vergönnt, die Schleuse zügig zu passieren, da noch ein Motorboot wartete und nicht alle Boote gleichzeitig in die Schleuse passten. Die Wartezeit vertrieben sich die Ruderer mit dem Verzehr von Haferkeksen und Cookies, die in ausreichender Menge in beiden Booten vorhanden waren. Als alle die Schleuse passiert hatten, ging es bei wiederum trockenem Wetter bis zum Campingplatz in Winningen, um dort eine größere Pause einzulegen. Während des Essens war erstmals das ein oder andere Donnergrollen zu hören, so dass mit Stirnrunzeln der Regenradar auf dem Smartphone studiert wurde.

Da sich das Gewittergebiet „hinter“ der Gruppe befand, wurde beschlossen weiter zu rudern. Gegen 16.00 Uhr wurde die Schleuse in Koblenz. Passiert. Reger Schiffsverkehr ließ die beiden Boote bei der Auffahrt auf den Rhein immer wieder leicht stoppen. Bei Rheinkilometer 603 wurde, aus Gewohnheit, noch eine kurze Rast eingelegt, die den Ruderern allerdings zum Verhängnis werden sollte. Wie aus dem Nichts umhüllte die Neuwieder plötzlich eine dunkle Regenwolke mit Starkregen, Blitz und Donner. Völlig durchnässt suchten beide Boote kurzentschlossen das rettende Ufer beziehungsweise den Yachthafen auf, um dort den Gewitterschauer abzuwarten. Gegen 18.00 Uhr hatte sich das Gewitter verzogen und die Neuwieder konnten mit reichlich Wasser in beiden Booten die letzten Kilometer zurücklegen.

Auch wenn der Neuwieder Bootssteg nicht trocken erreicht werden konnte, war die Stimmung beim Anlegen bestens und nach dem Verstauen der Boote im Bootshaus gab es nochmal eine Runde Haferkekse und Cookies für alle, denn die hatten das Gewitter trocken überstanden.