Archivierter Artikel vom 25.02.2021, 14:30 Uhr
Region

Erwin Rüddel: „Sprachlicher Reichtum ist kultureller Reichtum“

„Die Bewahrung des Dialektes, als mit in die Wiege gelegter Bestandteil der Muttersprache, ist ein einzigartiger Kulturschatz, der verdient gepflegt und gefördert zu werden.

Da die gebietstypischen Dialekte zu den regionalen Sprachvarietäten gehören, die zu Land und Leuten passen, dürfen sie nicht aussterben oder verlorengehen, sondern sind vielmehr zu schützen“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. Wie der Politiker ergänzt, ist Sprache nicht nur ein Mittel, sich zu verständigen. Sie spiegelt auch das Denken in einer Gesellschaft wider. „Sprache ist Heimat und ein wichtiger Teil unserer Identität, die nicht nur ein Mittel der Verständigung ist, sondern die Menschen überhaupt erst befähigt, in vollem Umfang aktiv an unserer Gesellschaft teilzunehmen“, konstatiert Rüddel, der selbst ein begeisterter Verfechter des auch Platt oder Mundart genannten Dialektes ist. So lag es nahe, dass er als Verfechter der Mundart Mitautor eines im Dialekt verfassten Heimatbuches wurde. „Der von mir gepflegte Dialekt betrifft das in einem weiten Umkreis von Bonn und Köln herum gesprochene Ripuarisch“, so Rüddel, der sogleich ein Beispiel nachschiebt: „Dä jode ahle Mann öß met dämm Perd durch et Is jebroche on än dat kahle Wasser jefalle.“ (Der gute alte Mann ist mit dem Pferd durch das Eis gebrochen und in das kalte Wasser gefallen.) Wie der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete anmerkt, ist die immer wiederkehrende Diskussion über die Folgen abnehmender Deutscher Sprachkompetenz, über die Überproportionierung des Englischen und die schleichende Verdrängung des Deutschen eine anhaltende aktuelle Thematik. Rüddel: „Das Beherrschen der deutschen Sprache ist Grundvoraussetzung für Bildung und Ausbildung, für Integration in den Beruf, für Partizipation und sozialen Aufstieg.“

Pressemitteilung: Erwin Rüddel, MdB (CDU)